Von den Grundlagen bis zur datenbankgestützten Webanwendung. Absicht beschreiben. Korrektheit beweisen.
Willkommen beim vollständigen Zelyra-Handbuch. Es umfasst sowohl das didaktische Lehrbuch »Zelyra lernen – Verständlich programmieren von den Grundlagen bis zur eigenen Anwendung« (Teil I bis X, Kapitel 1 bis 42) als auch das technische Referenzhandbuch (Kapitel 1 bis 23) sowie ausführliche Anhänge (A bis J).
Projektstatus: Compiler 0.3.0 implementiert einen geprüften, experimentellen Teil der Sprachlinie 0.1. Zelyra ist noch nicht für den Produktionseinsatz freigegeben.
In diesem Einführungskapitel erfährst du:
Bevor du die erste Zeile Code schreibst, solltest du verstehen, welches Problem Zelyra löst. In der modernen Softwareentwicklung – besonders bei daten- und webgestützten Anwendungen – herrscht oft ein riesiges Durcheinander: Man modelliert eine Tabelle in SQL, schreibt dieselben Regeln noch einmal in einem Backend-Framework (wie Laravel, Express oder Django), validiert dieselben Daten ein drittes Mal im Frontend (HTML/JavaScript) und generiert mühsam API-Beschreibungen. Zelyra bricht mit dieser Fragmentierung: Du beschreibst dein Datenmodell, deine Regeln und deine Schnittstellen an einer einzigen Stelle – und Zelyra leitet daraus geprüfte, sichere Bausteine ab.
Eine Programmiersprache ist wie ein präzises Regelwerk. Sie erlaubt es dir, einem Computer eindeutige Anweisungen zu geben. Computer sind extrem schnell, aber sie besitzen keinen gesunden Menschenverstand: Wenn eine Anweisung zweideutig ist oder ein unerwarteter Zustand eintritt, stürzt das Programm ab oder produziert fatale Fehler.
Zelyra ist eine moderne, statisch typisierte Sprache. „Statisch typisiert“ bedeutet einfach: Bereits vor dem Start des Programms prüft der Zelyra-Compiler gründlich, ob alle Bausteine zusammenpassen. Wenn eine Funktion Text erwartet, du ihr aber versehentlich eine Zahl übergibst, weist Zelyra dich sofort darauf hin – bevor der Code jemals einen Server oder Nutzer erreicht.
Gleichzeitig ist Zelyra datenbank- und webzentriert:
table) ist keine isolierte SQL-Datei, sondern integraler Bestandteil der Sprache.immutable). Dadurch kann sich ein Wert nicht plötzlich im Hintergrund ändern.null: Fehlende Werte müssen ausdrücklich als Option deklariert werden.Schauen wir uns ein erstes winziges Zelyra-Programm an:
// Unser erstes Zelyra-Programm: Eine Begrüßung
fn main() {
print("Willkommen bei Zelyra!")
}
Wenn du diesem Programm mehr Struktur geben möchtest, zerlegst du die Aufgabe in eine Funktion:
fn begruessen(name: String) -> String {
return "Hallo, " + name + "! Willkommen in der Zelyra-Welt."
}
fn main() {
nachricht = begruessen("Entwickler")
print(nachricht)
}
verabschieden(name: String) -> String, die einen Abschiedsgruß formuliert, und rufe beide Funktionen in main() auf.In diesem Buch bauen wir Schritt für Schritt eine echte, praxistaugliche Aufgabenverwaltung (Task Management). Wir beginnen mit dem einfachsten Schritt:
Erstelle eine Datei aufgaben_start.zyl, die den Namen unseres Systems und die Versionsnummer sauber auf dem Bildschirm ausgibt:
fn main() {
system_name = "Zelyra TaskManager"
version = "0.1.50"
print(system_name + " (Version " + version + ") gestartet.")
}
Programmierfehler zu beheben ist kinderleicht, wenn man versteht, an welcher Station des Compilers der Fehler gemeldet wird. Ein Syntaxfehler bedeutet, dass der Text unlesbar ist; ein Typfehler bedeutet, dass die Logik widersprüchlich ist; ein Laufzeitfehler bedeutet, dass während der Ausführung eine unvorhergesehene Bedingung eintrat. Wenn du diese Kette verstehst, verlierst du jegliche Scheu vor Fehlermeldungen.
Ein Computerprozessor versteht nur Nullen und Einsen (Maschinencode). Wenn wir Menschen eine Textdatei mit Zelyra-Code schreiben (z. B. programm.zyl), durchläuft dieser Text mehrere Stationen:
Quelltext (.zyl)
│
▼
[1. Lexer]: Zerlegt den Text in Wörter/Symbole (Tokens)
│
▼
[2. Parser]: Baut einen logischen Strukturbaum (AST = Abstract Syntax Tree)
│
▼
[3. Type Checker]: Prüft alle Typen, Namen und Berechtigungen
│
▼
[4. Verifier]: Beweist mathematisch Schleifen und Verträge (Contracts)
│
▼
[5. Runtime / Interpreter]: Führt die geprüften Anweisungen aus
alter = "fünfundzwanzig", ist das syntaktisch Text, aber wenn du damit rechnen willst, ergibt es semantisch keinen Sinn.Ein einfacher Algorithmus zur Berechnung der verbleibenden Tage bis zu einer Frist:
fn tage_bis_ziel(ziel_tag: Int, aktueller_tag: Int) -> Int {
verbleibend = ziel_tag - aktueller_tag
return verbleibend
}
fn main() {
heute = 10
abgabe = 24
tage = tage_bis_ziel(abgabe, heute)
print(tage)
}
{ öffnen, aber nicht schließen }.
Ursache: Dies ist ein reiner Syntaxfehler. Der Parser bricht sofort ab (E-PARSE-001), weil der Baum unvollständig ist.alter: Int = "20".
Ursache: Das ist ein Typfehler (E-TYPE-001). Der Parser versteht die Form, aber der Type Checker stoppt die Ausführung.main() im obigen Fristen-Beispiel als Pfeildiagramm auf.tage_bis_ziel um eine Prüfung mit if: Wenn aktueller_tag > ziel_tag ist, soll 0 zurückgegeben werden.zelyra check), anstatt den Code Zeile für Zeile blind auszuführen.In unserer Aufgabenverwaltung müssen wir die Dringlichkeit einer Aufgabe einstufen. Wenn weniger als 3 Tage verbleiben, ist die Aufgabe dringend:
fn ist_dringend(verbleibende_tage: Int) -> Bool {
return verbleibende_tage <= 3
}
fn main() {
frist_in_tagen = 2
dringend = ist_dringend(frist_in_tagen)
if dringend {
print("Achtung: Aufgabe hat hohe Prioritaet!")
} else {
print("Aufgabe liegt im normalen Zeitplan.")
}
}
docker compose version../install.sh / install.ps1) oder das stabile Release-Archiv (--release v0.3.0) installierst.zelyra --version und Systemdiagnose mit zelyra doctor.zelyra setup --web).Eine reibungslos funktionierende Werkzeugkette ist die Grundlage jeder erfolgreichen Entwicklungsarbeit. Wenn Befehle nicht gefunden werden oder Umgebungsvariablen fehlen, verliert man wertvolle Zeit. Zelyra bringt einen schlanken, benutzerlokalen Installer mit, der ohne fremde Paketmanager oder Root-Rechte auskommt. Zudem führt der neue Web-Setup-Assistent Einsteiger visuell durch die Initialisierung von Datenbank und Containern.
Zelyra benötigt für einfache Programme weder Apache noch fremde Laufzeiten. Das Zelyra-CLI (zelyra) ist ein einzelnes, hochoptimiertes Binärprogramm.
Je nach Betriebssystem wählst du den passenden Weg:
./install.sh aus (oder lädst ein Release-Archiv). Zelyra wird benutzerlokal in ~/.local/bin installiert. Für Docker nutzt man unter Linux die offizielle Docker-Engine-Anleitung und unter macOS Docker Desktop für Mac.install.ps1 für PowerShell sowie install.cmd zur Verfügung. Für vollständige MariaDB-Projekte wird Docker Desktop für Windows mit aktivierter Compose-Unterstützung empfohlen.docker compose version. Fehlt Compose oder fehlen Berechtigungen auf den Docker-Socket, gibt Zelyra gezielte Plattform-Hilfestellungen aus.Schritt 1: Zelyra installieren Aus dem Quelltext (Linux / macOS):
git clone https://github.com/sf1976/zelyra.git
cd zelyra
./install.sh
Oder direkt als vorkompiliertes Release ohne Rust-Toolchain:
./install.sh --release v0.3.0
Unter Windows (PowerShell):
git clone https://github.com/sf1976/zelyra.git
Set-Location zelyra
.\install.ps1 -Release v0.3.0
Schritt 2: Vollständige Version und Hilfe prüfen
zelyra --version
zelyra --help
zelyra --version gibt den vollständigen Compiler- und Paketversionsstand aus (z. B. zelyra 0.3.0). Die Sprachkompatibilitätslinie bleibt 0.1.
Schritt 3: Docker Compose prüfen (für MariaDB-Projekte)
docker compose version
Schritt 4: Systemdiagnose ausführen
zelyra doctor
Dieser Befehl analysiert Umgebung, Pfade, Ports und Werkzeuge. Mit zelyra doctor --json erhältst du strukturierte Maschinendaten für IDEs.
Schritt 5: Geführter Web-Setup-Assistent (Optional) In jedem MariaDB-Projektverzeichnis kannst du den grafischen Assistenten starten:
zelyra setup --web
Zelyra öffnet einen lokalen HTTP-Server auf 127.0.0.1:3030 mit einem zufälligen, einmaligen Sicherheitstoken. Dort kannst du mit einem Klick die .env-Konfiguration erzeugen, den MariaDB-Container starten und das Datenbankschema anwenden.
zelyra: command not found
Ursache: Der Ordner ~/.local/bin ist noch nicht in deiner $PATH-Variable. Führe export PATH="$HOME/.local/bin:$PATH" aus oder starte dein Terminal neu.permission denied while trying to connect to the Docker daemon socket
Ursache: Auf Linux-Systemen hat dein Benutzer noch keine Rechte auf den Docker-Socket. Führe sudo usermod -aG docker $USER aus und melde dich neu an. Zelyra fängt diesen Fehler ab und gibt einen klaren Hinweis.zelyra setup und zelyra new automatisch den nächsten freien Host-Port, sodass kein Konflikt entsteht.docker compose version und zelyra doctor überprüfst du jederzeit den Zustand deiner Toolchain.--release v0.3.0 direkt ohne Rust-Compiler installiert werden.zelyra setup --web bietet eine intuitive, browserbasierte Ersteinrichtung mit sicherem Einmal-Token.zelyra doctor in deinem Terminal aus und notiere dir die Versionsnummer.zelyra check --help und schau dir die Option --format json an..zyl-Dateien automatisch als Zelyra-Dateien erkannt werden.Lege auf deinem Rechner einen neuen Ordner für unser Projekt an und teste, ob die Zelyra-Toolchain dort ordnungsgemäß funktioniert:
mkdir mein-taskmanager
cd mein-taskmanager
echo 'fn main() { print("TaskManager-Umgebung bereit.") }' > test.zyl
zelyra check test.zyl
zelyra run test.zyl
Wenn die Ausgabe TaskManager-Umgebung bereit. erscheint, ist dein System perfekt vorbereitet!
./install.sh) oder Docker eingerichtet.zelyra enthält alle notwendigen Funktionen.zelyra doctor stellt sicher, dass alles einwandfrei konfiguriert ist.zelyra doctor?zelyra new oder zelyra init anlegt (inkl. --mariadb).main.zyl, zelyra.toml, .env).ZELYRA_HOST_PORT und ZELYRA_DB_HOST_PORT) bei belegten Ports.zelyra setup --all und zelyra setup --web den Erststart automatisieren.[features] in zelyra.toml oder .env) und Prüfung mit zelyra config.main()-Funktion benötigt und wie man Programme prüft, ausführt und formatiert.Sobald Programme mehr als zehn Zeilen umfassen, gehören sie in eine saubere Projektstruktur. Eine gut organisierte Ordnerstruktur stellt sicher, dass Konfigurationen, Datenbankmodelle, Web-Routen und Geschäftslogik ihren festen Platz haben. Wer von Beginn an Projekte standardisiert anlegt, spart sich später aufwändige Aufräumarbeiten.
Mit dem Befehl zelyra new <projektname> erzeugst du ein schlüsselfertiges Projekt:
main.zyl: Die Hauptdatei deines Programms. Hier definierst du entweder den Einstiegspunkt fn main() oder deklarierst deine Tabellen, Webseiten und APIs.zelyra.toml: Die dauerhafte Projektkonfiguration (Name, Version, Capabilities und optionale Feature-Schalter wie web, api, crud, auth, audit)..env: Lokale, nicht in Git eingecheckte Geheimnisse und Ports (DATABASE_URL, ZELYRA_HOST_PORT, ZELYRA_DB_HOST_PORT).--mariadb legt Zelyra zusätzlich Dockerfile, docker-compose.mariadb.yml und .env.example an.Automatische Portvergabe: Sind die Standardports 3000 (Web) oder 3306 (MariaDB) auf deinem Entwicklungsrechner bereits belegt, scannt Zelyra automatisch und vergibt freie Ports in der neu erzeugten .env.
Optionale Feature-Schalter: Du kannst in zelyra.toml oder .env Teilbereiche aktivieren oder deaktivieren:
[features]
web = true
api = true
crud = true
auth = true
audit = true
Wird ein deaktivierter Bereich im Code genutzt, meldet der Compiler verlässlich E-FEATURE-001. Die wirksame Konfiguration kannst du jederzeit mit zelyra config main.zyl (oder --format=json) geheimnisfrei inspizieren.
Projekt erstellen (Minimal oder MariaDB):
# Minimales Skriptprojekt:
zelyra new taskmanager --template minimal
cd taskmanager
# Oder vollständiges MariaDB-Webprojekt:
zelyra new taskmanager-web --mariadb
cd taskmanager-web
Ersteinrichtung mit einem einzigen Befehl:
zelyra setup --all
Dieser Befehl legt eine geschützte .env an, startet die MariaDB-Container-Umgebung und wendet das Schema an.
Projektkonfiguration prüfen:
zelyra config main.zyl
Projekt prüfen und starten:
zelyra check main.zyl
zelyra run main.zyl
Projekt automatisch formatieren:
zelyra fmt main.zyl
zelyra fmt sorgt dafür, dass aller Zelyra-Code im gesamten Team exakt denselben, sauberen Gestaltungsregeln folgt.
.zyl anlegen.
Ursache: Der Compiler erwartet ausdrücklich Zelyra-Quelldateien mit der Endung .zyl.fn main() starten.
Ursache: Wenn Zelyra per zelyra run gestartet wird, sucht es nach fn main(). Fehlt diese Funktion, bricht die Ausführung ab.zelyra new erstellt eine saubere, standardisierte Projektstruktur.zelyra.toml werden Name, Version und benötigte Berechtigungen (Capabilities) verwaltet.zelyra fmt garantiert einen einheitlichen, gut lesbaren Programmierstil.mein_erstes_projekt mit zelyra new und führe es aus.zelyra.toml die Version auf 0.3.0 und gib in main() die neue Versionsnummer aus.main.zyl absichtlich unordentlich und beobachte, wie zelyra fmt main.zyl den Quelltext wieder perfekt ausrichtet.Erstelle das Projekt, das uns durch das gesamte Buch begleiten wird:
zelyra new zelyra-tasks --template minimal
cd zelyra-tasks
Schreibe in main.zyl ein erstes Menü:
fn zeige_menue() {
print("=================================")
print(" ZELYRA AUFGABENVERWALTUNG ")
print("=================================")
print("1: Alle Aufgaben anzeigen")
print("2: Neue Aufgabe anlegen")
print("3: Programm beenden")
}
fn main() {
zeige_menue()
}
Prüfe das Projekt mit zelyra check main.zyl und führe es mit zelyra run main.zyl aus.
.zyl) und Konfiguration (zelyra.toml).zelyra check prüft die Gültigkeit, zelyra run führt das Programm aus.zelyra fmt formatiert den Code automatisch nach einheitlichen Standards.zelyra.toml?zelyra fmt in Teams so wertvoll?main()-Funktion?Int, UInt, Float und Decimal.String und Char.Bool) und der leere Typ (Unit).Timestamp, Date, Time, Duration.Im echten Leben kann man Äpfel nicht mit Birnen addieren. Ein Computer würde ohne Typen jedoch genau das tun: Er würde versuchen, eine Postleitzahl mit einem Preis zu multiplizieren oder einen Buchstabensalat als Datum zu interpretieren. In Zelyra verhindert das Typsystem solche Absurditäten von vornherein. Ein Datentyp legt exakt fest, welche Werte erlaubt sind und welche Operationen darauf ausgeführt werden dürfen.
Jeder Wert in Zelyra besitzt einen Typ. Du kannst den Typ entweder explizit hinschreiben oder Zelyra ihn automatisch aus dem zugewiesenen Wert ableiten lassen:
fn main() {
// Explizite Typangabe: Name gefolgt von Doppelpunkt und Typ
anzahl: Int = 10
// Automatische Typableitung: Zelyra erkennt sofort, dass dies ein String ist
titel = "Wichtige Besprechung"
print(titel)
}
Die wichtigsten Datentypen in Zelyra:
Int: Ganze Zahlen mit Vorzeichen (64-Bit), z. B. -5, 0, 42.UInt: Ganze Zahlen ohne Vorzeichen (nur >= 0), z. B. IDs oder Zähler.Float: Fließkommazahlen für wissenschaftliche Berechnungen, z. B. 3.1415.Decimal: Festkommazahlen mit garantierter Exaktheit – unverzichtbar für Geldbeträge, um Rundungsfehler von Fließkommazahlen zu vermeiden!Bool: Wahrheitswerte. Es gibt exakt zwei Zustände: true (wahr) oder false (falsch).String: Zeichenketten (Text) in doppelten Anführungszeichen: "Hallo Welt".Char: Einzelne Zeichen in einfachen Anführungszeichen: 'A', 'z', '✓'.Unit: Steht für „kein Wert“, ähnlich wie void in anderen Sprachen. Wenn eine Funktion nur etwas ausgibt und nichts zurückliefert, ist ihr Typ Unit.fn main() {
aufgabe_id: Int = 101
aufgabe_name: String = "Server aktualisieren"
ist_erledigt: Bool = false
geschaetzte_stunden: Float = 2.5
stundensatz: Float = 85.50
print(aufgabe_name)
print(ist_erledigt)
}
Zelyra schützt vor unpassenden Typen:
Wenn du versuchst, aufgabe_id = "einhundert" zu schreiben, verweigert der Compiler sofort den Dienst mit E-TYPE-001.
Float berechnen.
Ursache: Fließkommazahlen nach IEEE-754 können krumme Rundungen wie 0.1 + 0.2 = 0.30000000000000004 erzeugen. In Zelyra nutzt du für Finanzen immer Decimal.Char erwartet wird.
Ursache: "A" ist ein String, während 'A' ein Char ist.Decimal, niemals Float.String), Erscheinungsjahr (Int) und ob du ihn im Kino gesehen hast (Bool).geschaetzte_stunden und stundensatz und gib das Ergebnis aus.Int oder als nominaler Typ type TaskId = Id deklariert wird, anstatt als beliebiger Text.Erweitere unser Aufgabenprojekt in main.zyl. Definiere die typisierten Grunddaten einer Aufgabe:
fn main() {
task_id: Int = 1
task_name: String = "Datenbankschema pruefen"
is_done: Bool = false
priority: Int = 1 // 1 = hoch, 2 = mittel, 3 = niedrig
print("Aufgabe #" + "1" + ": " + task_name)
if is_done {
print("Status: Erledigt")
} else {
print("Status: Offen (Prioritaet: hohe Dringlichkeit)")
}
}
Decimal statt Float verwenden?"Z" und 'Z'?Bool annehmen?immutable) sind.mutable kennzeichnet.Scopes) und Lebensdauer von Variablen.Einer der häufigsten Gründe für schwer auffindbare Softwarefehler in Sprachen wie JavaScript, Python oder C++ ist unkontrollierte Veränderbarkeit: Eine Funktion verändert heimlich eine globale Variable, und an ganz anderer Stelle stürzt das Programm ab.
Zelyra folgt einem radikal klaren Prinzip: Feste Werte sind der Normalfall. Wenn sich ein Wert während der Programmlaufzeit ändern darf, musst du das ganz bewusst mit dem Schlüsselwort mutable ankündigen.
Stell dir eine Variable wie eine beschriftete Schachtel im Arbeitsspeicher vor:
Unveränderliche Bindung (Standard):
fn main() {
titel = "Steuererklaerung"
print(titel)
}
Du legst den Text "Steuererklärung" in die Schachtel mit der Aufschrift titel und versiegelst sie. Niemand darf den Inhalt der Schachtel austauschen. Jeder, der die Schachtel liest, kann sich darauf verlassen, dass immer dasselbe darin liegt.
Veränderbare Variable (mutable):
fn main() {
mutable zaehler = 0
zaehler = zaehler + 1
print(zaehler)
}
Hier bleibt die Schachtel offen. Du darfst den alten Wert herausnehmen und durch einen neuen ersetzen.
Gültigkeitsbereich (Scope):
Variablen leben immer nur innerhalb des Blocks { ... }, in dem sie deklariert wurden. Wird der Block verlassen, vergisst Zelyra die Variable automatisch. Das schont den Speicher und verhindert Namenskonflikte.
Beispiel 1: Unveränderlichkeit schützt vor versehentlichem Überschreiben
fn main() {
projekt = "Zelyra Kern"
// projekt = "Neues Projekt" // FEHLER: Compiler blockiert Zuweisung an unveränderliche Variable!
print(projekt)
}
Beispiel 2: Wann mutable sinnvoll ist (z. B. Zähler und Schleifen)
fn main() {
mutable offene_aufgaben = 5
print(offene_aufgaben)
// Eine Aufgabe wurde erledigt:
offene_aufgaben = offene_aufgaben - 1
print(offene_aufgaben)
}
Beispiel 3: Gültigkeitsbereiche (Scopes)
fn main() {
bereich = "Global im main"
if true {
lokal = "Nur im if sichtbar"
print(lokal)
print(bereich)
}
// print(lokal) // FEHLER: `lokal` existiert außerhalb des Blocks nicht mehr!
}
mutable einen neuen Wert zuzuweisen.
Ursache: Zelyra meldet cannot assign to immutable variable. Wenn sich ein Wert ändern können muss, schreibe mutable name = ....mutable deklarieren.
Ursache: Schlechter Stil. Verwende mutable nur dort, wo ein Wert sich tatsächlich im Ablauf ändern muss (z. B. in Schleifen oder Zwischenakkumulatoren).mutable sichtbar davor.{ ... }.mutable punktestand = 100, ziehe 15 Punkte ab, füge 30 Punkte hinzu und gib die Zwischenstände aus.In unserer Aufgabenverwaltung wollen wir zählen, wie viele Aufgaben noch zu erledigen sind:
fn main() {
mutable anzahl_offen = 3
print("Start: Aufgaben zu erledigen: ")
print(anzahl_offen)
// Erste Aufgabe erledigt:
anzahl_offen = anzahl_offen - 1
print("Zwischenstand: Noch offen:")
print(anzahl_offen)
// Zweite Aufgabe erledigt:
anzahl_offen = anzahl_offen - 1
print("Endstand: Noch offen:")
print(anzahl_offen)
}
mutable deklariert.mutable einen neuen Wert zuweist?Expression) ist.+, -, *, /, %.==, !=, <, <=, >, >=.&& (UND), || (ODER), ! (NICHT).Programme bestehen nicht nur aus festen Werten, sondern berechnen Ergebnisse, treffen Vergleiche und kombinieren logische Aussagen. Ein Operator ist das Bindeglied, das aus einzelnen Werten neue Erkenntnisse formt. Wer Operatoren beherrscht, kann komplexe Geschäftsregeln präzise in einfache Ausdrücke übersetzen.
5 + 3 ein Ausdruck, der zum Wert 8 wird.+ oder ==).Rechenoperatoren:
+: Addition (auch für String- und Array-Verkettung)-: Subtraktion (oder Negation: -x)*: Multiplikation/: Division%: Modulo (Rest einer ganzzahligen Division, z. B. 7 % 3 == 1)Vergleichsoperatoren (liefern immer Bool):
==: Ist gleich?!=: Ist ungleich?< / <=: Kleiner / Kleiner oder gleich?> / >=: Größer / Größer oder gleich?Logische Operatoren:
&& (UND): Nur wahr, wenn beide Seiten wahr sind (true && true == true).|| (ODER): Wahr, wenn mindestens eine Seite wahr ist.! (NICHT): Kehrt einen Wahrheitswert um (!true == false).fn main() {
// Rechnen
grundzeit = 60
puffer = 15
gesamtzeit = grundzeit + puffer
print(gesamtzeit)
// Vergleichen
ist_lang = gesamtzeit > 60
print(ist_lang)
// Logische Verknüpfung
hat_puffer = puffer > 0
ist_kritisch = gesamtzeit > 120 && !hat_puffer
print(ist_kritisch)
}
= im Vergleich verwenden: if x = 5.
Ursache: = ist die Zuweisung! Für Vergleiche verlangt Zelyra strikt das doppelte ==.x / 0).
Ursache: Führt zur Laufzeit zu einem Abbruch. Vor einer Division muss der Teiler geprüft werden.=, Vergleichen mit ==.&& verlangt beidseitige Wahrheit, || gibt sich mit einer zufriedenen Bedingung zufrieden.==, ob 10 % 2 gleich 0 ist (Gerade-Zahl-Prüfung).alter zwischen 18 und 65 (inklusive) liegt.is_vip == true) ODER wenn sein Bestellwert über 100 liegt UND er kein Neukunde ist.In unserem TaskManager müssen wir prüfen, ob eine Aufgabe überfällig ist und sofortige Aufmerksamkeit verlangt:
fn main() {
tage_verbleibend = -2
ist_erledigt = false
ist_blockiert = false
// Eine Aufgabe ist ueberfaellig, wenn Tage < 0 und sie noch nicht erledigt ist
ist_ueberfaellig = tage_verbleibend < 0 && !ist_erledigt
// Hohe Dringlichkeit: Ueberfaellig und nicht durch andere blockiert
braucht_eingriff = ist_ueberfaellig && !ist_blockiert
print("Aufgabe ueberfaellig?")
print(ist_ueberfaellig)
print("Braucht sofortigen Eingriff?")
print(braucht_eingriff)
}
Bool-Werte.&&, ||, !) erlauben komplexe Entscheidungsregeln.= und ==?5 > 3 && 2 > 10?%?print() zuverlässig auf der Konsole ausgibt.read_console() eine Zeile interaktiv vom Terminal einliest.Capabilities) verlangt.Ein Programm, das weder Daten empfangen noch Ergebnisse mitteilen kann, ist für den Anwender nutzlos. Ein- und Ausgaben (I/O) verbinden die Logik deines Codes mit der Außenwelt. Weil Zugriffe auf Tastatur, Festplatte oder Netzwerk aber auch Sicherheitsrisiken darstellen, regelt Zelyra diese Zugriffe viel kontrollierter als ältere Sprachen.
print(wert) nimmt Zahlen, Wahrheitswerte, Zeichenketten oder zusammengesetzte Objekte entgegen und gibt sie auf dem Standard-Ausgabekanal (stdout) aus.+.env("MEIN_KEY") liest Konfigurationswerte aus dem System.read_text("eingabe.txt") liest gespeicherte Daten ein.form) und URLs (page "/user/{id}") empfangen Benutzereingaben im Browser.read_console("Prompt: ") zeigt eine Eingabeaufforderung und liest eine Zeile. Das Ergebnis ist String?: None bedeutet Dateiende, eine leere Zeile ist Some("").Terminalzugriff ist eine Capability. Die aufrufende Funktion muss uses Console deklarieren. In Projekten mit einer [capabilities]-Sektion muss
zusätzlich console = true gesetzt werden; neue Projektvorlagen lassen die
Freigabe standardmäßig aus. Konsoleneingabe ist für zelyra run gedacht.
Webanwendungen verwenden stattdessen typisierte Requests und Formulare.
Die Eingabe wird nicht verborgen; nutze read_console() daher nicht für
Passwörter oder andere Geheimnisse.
fn main() uses Console {
datum = read_console("Datum: ")
match datum {
Some(wert) => {
print("Eingegeben: " + wert)
}
None => {
print("Keine Eingabe.")
}
}
}
[capabilities]
console = true
Ausgabe formatieren:
fn main() {
titel = "Release 1.0"
prozent = 80
print("Fortschritt fuer " + titel + ":")
print(prozent)
}
Eingabe über Funktionsparameter und Umgebungsvariablen:
fn verarbeite_aufgabe(titel: String, prioritaet: Int) {
print("Bearbeite: " + titel)
print("Prioritaetsstufe:")
print(prioritaet)
}
fn main() uses Environment {
modus = env("APP_MODUS")
print("Aktueller Modus:")
print(modus)
verarbeite_aufgabe("Backup erstellen", 1)
}
+ an einen Text zu hängen: "Zahl: " + 5.
Ursache: Zelyra verlangt Typkompatibilität. 5 ist ein Int, kein String. Gib die Zahl entweder separat mit print(5) aus oder nutze Hilfsfunktionen.env() ohne uses Environment aufrufen.
Ursache: Zelyras Sicherheitsmodell (Capabilities) verlangt, dass Funktionen, die auf das Betriebssystem zugreifen, dies ausdrücklich deklarieren.print() gibt Werte verlässlich auf der Konsole aus.uses Environment).print()-Befehlen aus.drucke_aufgabe(id: Int, name: String, erledigt: Bool), die alle Details sauber untereinander darstellt.read_console() und erkläre, wann Terminaleingabe sinnvoll ist und wann strukturierte Web-Requests besser passen.Erstelle eine Ausgabefunktion für unsere Aufgabenverwaltung:
fn drucke_kopfzeile(bereich: String) {
print("----------------------------------------")
print("BEREICH: " + bereich)
print("----------------------------------------")
}
fn drucke_aufgabe_eintrag(nr: Int, titel: String, erledigt: Bool) {
print("Aufgabe Nr: ")
print(nr)
print("Titel: " + titel)
if erledigt {
print("Status: [X] ERLEDIGT")
} else {
print("Status: [ ] OFFEN")
}
print("----------------------------------------")
}
fn main() {
drucke_kopfzeile("HEUTIGE AUFGABEN")
drucke_aufgabe_eintrag(1, "Handbuch durcharbeiten", true)
drucke_aufgabe_eintrag(2, "Zelyra-Beispiele ueben", false)
}
print().read_console() oder Web-Anfragen entgegengenommen.env() die Angabe uses Environment?if und else eigenständige Entscheidungen treffen.else if formuliert.match elegante und lückenlose Fallunterscheidungen schreibt.Ohne Bedingungen wäre jedes Programm starr wie eine Musikwalze: Es würde immer exakt dieselben Schritte abspielen. Wirklich nützlich wird Software erst, wenn sie auf unterschiedliche Situationen reagiert: Ist der Nutzer eingeloggt? Ist die Frist abgelaufen? Reicht das Guthaben? Mit if und match verleihst du deinem Code Urteilsvermögen.
if / else: Prüft eine Bedingung. Wenn sie true ergibt, wird der erste Block ausgeführt; andernfalls der else-Block:
fn pruefe_ergebnis(punkte: Int) {
if punkte >= 50 {
print("Bestanden!")
} else {
print("Leider nicht bestanden.")
}
}
fn main() {
pruefe_ergebnis(75)
}
match: Wenn du einen Wert gegen viele feste Möglichkeiten prüfen willst, ist match viel lesbarer als endlose if / else if-Ketten. In Zelyra stellt der Compiler sicher, dass alle möglichen Fälle abgedeckt sind (Exhaustiveness):
fn zeige_status(status_code: Int) {
match status_code {
1 => { print("Neu") }
2 => { print("In Bearbeitung") }
3 => { print("Erledigt") }
_ => { print("Unbekannter Status") }
}
}
fn main() {
zeige_status(2)
}
Der Unterstrich _ ist das sogenannte Wildcard-Muster: Er greift für alle anderen, nicht ausdrücklich genannten Werte.Einfache Verzweigung:
fn main() {
offen = 0
if offen == 0 {
print("Super! Alle Aufgaben sind erledigt.")
} else {
print("Es gibt noch offene Aufgaben.")
}
}
Mehrstufige Entscheidung (else if):
fn bewerte_prioritaet(stufe: Int) -> String {
match stufe {
1 => { return "SEHR DRINGEND" }
2 => { return "NORMAL" }
3 => { return "NIEDRIG" }
_ => { return "UNBEKANNT" }
}
}
fn main() {
print(bewerte_prioritaet(1))
print(bewerte_prioritaet(2))
}
Mustervergleich mit match:
fn status_text(code: Int) -> String {
match code {
0 => { return "Entwurf" }
1 => { return "Aktiv" }
2 => { return "Archiviert" }
_ => { return "Ungueltig" }
}
}
fn main() {
print(status_text(1))
print(status_text(99))
}
_-Fall in einem match auf Zahlen weglassen.
Ursache: Eine Zahl kann unendlich viele Werte annehmen. Wenn du nur 1 und 2 abdeckst, meldet der Compiler non-exhaustive match.if { if { if { ... } } }).
Ursache: Schwer lesbar. Löse tiefe Verschachtelungen durch frühes Zurückkehren (early return) oder match auf.if entscheidet anhand eines Wahrheitswertes (Bool).match prüft Werte gegen Muster und garantiert Lückenlosigkeit._ fängt alle übrigen Fälle sicher ab.ist_volljaehrig(alter: Int) -> Bool, die prüft, ob alter >= 18 ist.match eine Funktion monats_tage(monat: Int) -> Int, die für die Monate 1 bis 12 die Tage zurückgibt (Februar pauschal 28)."12345678" lautet.Erstelle für unsere Aufgabenverwaltung die automatische Ampel-Einstufung:
fn berechne_ampel(verbleibende_tage: Int, ist_fertig: Bool) -> String {
if ist_fertig {
return "GRUEN: Aufgabe ist abgeschlossen"
} else {
if verbleibende_tage < 0 {
return "ROT: Frist ist abgelaufen!"
} else {
if verbleibende_tage <= 2 {
return "GELB: Bald faellig, bitte bearbeiten"
} else {
return "BLAU: Im Zeitplan"
}
}
}
}
fn main() {
print(berechne_ampel(5, false))
print(berechne_ampel(1, false))
print(berechne_ampel(-1, false))
print(berechne_ampel(-1, true))
}
if und else steuern den Programmfluss anhand logischer Bedingungen.match ermöglicht saubere, compilergeprüfte Fallunterscheidungen.match einem if / else if vorzuziehen?_-Muster im match?match alle möglichen Fälle abgedeckt sind?Loops) in der Datenverarbeitung unentbehrlich sind.while bedingung { ... }.for element in array { ... }.loop { ... }.break (Abbrechen) und continue (Überspringen).invariant), mit denen Zelyra Korrektheit formal beweisen kann.Computer wurden erfunden, um monotone, wiederkehrende Aufgaben fehlerfrei und in Sekundenschnelle zu erledigen. Wenn du 1.000 Aufgaben aus einer Datenbank laden, prüfen und anzeigen willst, schreibst du den Code nicht tausendmal, sondern einmal innerhalb einer Schleife. Zelyra bietet dafür sichere Konstrukte und erlaubt es sogar, mathematische Garantien über Schleifendurchläufe abzugeben.
Zelyra kennt drei Arten von Schleifen:
for ... in: Der einfachste und sicherste Weg, um eine Liste von Elementen abzuarbeiten. Die Schleife läuft automatisch über jedes Element und stoppt von selbst:
fn main() {
for zahl in [1, 2, 3] {
print(zahl)
}
}
while bedingung: Wiederholt den Block so lange, wie die Bedingung wahr (true) bleibt. Ideal, wenn du vorher nicht weißt, wie viele Durchläufe nötig sind.loop: Eine Dauerschleife. Sie läuft endlos weiter, bis sie im Inneren durch den Befehl break gestoppt wird.Steuerbefehle:
break: Beendet die Schleife sofort. Das Programm springt hinter die Schleife.continue: Bricht den aktuellen Durchlauf ab und springt sofort zum nächsten Element.Schleifeninvariante (invariant):
Eine Invariante ist eine Bedingung, die vor, während und nach jedem Schleifendurchlauf wahr sein muss (z. B. invariant { zaehler >= 0 }). Der Zelyra-Verifier (zelyra verify) nutzt Invarianten, um mathematisch zu beweisen, dass die Schleife niemals in unzulässige Zustände gerät!
Beispiel 1: for ... in über ein Array
fn main() {
aufgaben = ["Planen", "Programmieren", "Testen", "Ausliefern"]
for a in aufgaben {
print("Schritt: " + a)
}
}
Beispiel 2: while mit Zähler und invariant
fn main() {
mutable zaehler = 1
while zaehler <= 3
invariant { zaehler >= 1 }
{
print(zaehler)
zaehler = zaehler + 1
}
}
Beispiel 3: break und continue gezielt einsetzen
fn main() {
for zahl in [1, 2, 3, 4, 5] {
if zahl == 2 {
// Die 2 wollen wir auslassen:
continue
}
if zahl == 4 {
// Bei 4 brechen wir komplett ab:
break
}
print(zahl)
}
}
Ausgabe: Gibt 1 und 3 aus!
while-Schleife vergessen, den Zähler zu erhöhen (zaehler = zaehler + 1).
Ursache: Die Bedingung bleibt ewig wahr – eine Endlosschleife entsteht und das Programm friert ein.for item in array, um Grenzfehler (Off-by-one) komplett auszuschließen.for ... in für Sammlungen und Arrays.break beendet die Schleife sofort; continue springt zur nächsten Runde.while-Schleife die Zahlen von 10 rückwärts bis 1 aus.for-Schleife die Summe aller Zahlen im Array [10, 20, 30, 40].42. Sobald sie gefunden wird, gib "Gefunden!" aus und beende die Schleife mit break. Wenn sie nicht vorkommt, gib am Ende "Nicht gefunden" aus.Wir wenden Schleifen auf unsere Aufgabenverwaltung an. Wir zählen die erledigten Aufgaben und geben offene Aufgaben aus:
fn main() {
aufgaben = ["Konzept schreiben", "Datenbank aufsetzen", "Tests schreiben"]
mutable erledigt_zaehler = 0
print("Aufgabenliste durchgehen:")
for a in aufgaben {
if a == "Konzept schreiben" {
print("[X] " + a)
erledigt_zaehler = erledigt_zaehler + 1
} else {
print("[ ] " + a)
}
}
print("Erledigte Aufgaben insgesamt:")
print(erledigt_zaehler)
}
for ... in iteriert sicher über Arrays, while wiederholt nach Bedingungen.break und continue ermöglichen präzise Flusssteuerung.invariant ermöglicht formale Korrektheitsbeweise mit zelyra verify.break und continue?for ... in bei Arrays sicherer als eine manuelle while-Schleife?invariant bei der Programmprüfung?In diesem Kapitel lernst du:
-> Typ deklariert.Unit), die Aktionen ausführen.Wenn du jede Berechnung und jeden Bildschirmausdruck zehnmal an verschiedenen Stellen deines Codes wiederholst, entsteht das gefürchtete „Spaghetti-Phänomen“. Ändert sich eine Geschäftsregel (z. B. wie die Frist einer Aufgabe berechnet wird), müsstest du alle zehn Stellen suchen und anpassen – Fehler sind dabei unausweichlich. Funktionen fassen eine logische Aufgabe unter einem klaren Namen zusammen: Du schreibst sie einmal, testest sie gründlich und verwendest sie beliebig oft.
Stell dir eine Funktion wie ein Küchengerät vor:
In Zelyra definierst du Funktionen mit dem Schlüsselwort fn:
fn addiere(a: Int, b: Int) -> Int {
return a + b
}
fn main() {
print(addiere(2, 3))
}
Besitzt eine Funktion keinen Rückgabewert, weil sie z. B. nur eine Zeile Text ausgibt, ist ihr Rückgabetyp Unit (oder kann weggelassen werden):
fn drucke_trennlinie() {
print("----------------------------------------")
}
fn main() {
drucke_trennlinie()
}
Beispiel 1: Berechnung mit Rückgabewert
fn berechne_tage_bis_frist(heute_tag: Int, frist_tag: Int) -> Int {
return frist_tag - heute_tag
}
fn main() {
tage = berechne_tage_bis_frist(10, 18)
print(tage)
}
Beispiel 2: Textformatierung in einer Hilfsfunktion
fn format_aufgabe(id_text: String, text: String, fertig: Bool) -> String {
mutable status_zeichen = "[ ]"
if fertig {
status_zeichen = "[X]"
}
return status_zeichen + " #" + id_text + ": " + text
}
fn main() {
ausgabe = format_aufgabe("1", "Dokumentation lesen", true)
print(ausgabe)
}
Beispiel 3: Prozedur zur Menüausgabe
fn zeige_kopfzeile(benutzer: String) {
print("Angemeldet als: " + benutzer)
print("========================================")
}
fn main() {
zeige_kopfzeile("Sabine")
}
return vergessen, obwohl ein Rückgabetyp angegeben wurde.
Ursache: Zelyra verlangt bei deklariertem Rückgabetyp zwingend ein passendes Ergebnis auf allen Ausführungspfaden.Int ist, darf kein String übergeben werden.String und Int direkt mit + zu verketten.
Ursache: Der Operator + verknüpft in Zelyra entweder zwei Strings oder zwei Zahlen gleichen Typs. Verwende Strings oder gebe Werte separat über print() aus.berechne_differenz, format_aufgabe).verdopple(zahl: Int) -> Int, die das Doppelte einer Zahl zurückgibt.ist_dringend(tage: Int) -> Bool, die true liefert, wenn weniger als 3 Tage verbleiben.status_symbol(erledigt: Bool) -> String, die "[OK]" oder "[OFFEN]" liefert.Schreibe ein Zelyra-Programm, das drei Aufgaben mit ID-Text, Name und Erledigungsstatus über eine wiederverwendbare Formatierungsfunktion aufbereitet und ausgibt:
fn format_eintrag(id_text: String, name: String, erledigt: Bool) -> String {
mutable symbol = "[OFFEN]"
if erledigt {
symbol = "[OK]"
}
return symbol + " Aufgabe " + id_text + ": " + name
}
fn main() {
print(format_eintrag("1", "Post abholen", true))
print(format_eintrag("2", "Rechnung bezahlen", false))
print(format_eintrag("3", "Backup erstellen", false))
}
requires definierst.ensures und dem Schlüsselwort result formulierst.invariant sichergestellt werden.if-Kaskaden überlegen sind.Häufig entstehen Fehler, weil Entwickler Annahmen treffen, die nirgendwo festgeschrieben sind: „Diese Funktion darf niemals mit einer negativen Zahl aufgerufen werden!“ Wenn jemand die Funktion ein halbes Jahr später doch mit -1 aufruft, kracht es unerwartet. In herkömmlichen Sprachen schreibt man seitenlange if-Prüfungen oder hofft auf gute Kommentare. Zelyra hebt Verträge auf Sprachebene: Vor- und Nachbedingungen sind Teil der Funktionssignatur und werden garantiert geprüft.
Ein Vertrag in Zelyra funktioniert wie ein notarieller Vertrag zwischen dem Aufrufer und der Funktion:
requires (Vorbedingung): Der Aufrufer verpflichtet sich, der Funktion nur Daten zu übergeben, die die Bedingung erfüllen (z. B. wert > 0).ensures (Nachbedingung): Im Gegenzug garantiert die Funktion, dass ihr Ergebnis (result) bestimmte Eigenschaften aufweist (z. B. result >= 0).Wird ein Vertrag verletzt, stoppt Zelyra sofort mit einem präzisen Fehler (E-CONTRACT-*) und zeigt genau, wer den Vertrag gebrochen hat.
Beispiel 1: Vorbedingung mit requires
fn dividiere(zaehler: Int, nenner: Int) -> Int
requires { nenner != 0 }
{
return zaehler / nenner
}
fn main() {
ergebnis = dividiere(100, 4)
print(ergebnis)
}
Beispiel 2: Vor- und Nachbedingung kombiniert
fn prioritaet_anpassen(aktuelle_stufe: Int, delta: Int) -> Int
requires { aktuelle_stufe >= 1 && delta >= 0 }
ensures { result >= 1 }
{
neue_stufe = aktuelle_stufe + delta
return neue_stufe
}
fn main() {
p = prioritaet_anpassen(2, 1)
print(p)
}
Beispiel 3: Schleifeninvariante
fn zaehle_bis(grenze: Int) -> Int
requires { grenze >= 0 }
ensures { result == grenze }
{
mutable i = 0
while i < grenze
invariant { i >= 0 }
{
i = i + 1
}
return i
}
fn main() {
print(zaehle_bis(5))
}
requires abfangen wollen.
Ursache: Verträge sind Schutzschilde gegen Programmierfehler im Code, nicht zur Validierung von unsicheren Benutzereingaben gedacht. Für Benutzereingaben nutzt man Validierungsregeln (form oder Result).ensures formulieren, das die Funktion logisch nicht einhalten kann.
Ursache: Wenn die Funktion z. B. -5 zurückgibt, das ensures aber { result >= 0 } verlangt, schlägt die Nachbedingung fehl.requires schützt die Funktion vor unzulässigen Eingaben des Aufrufers.ensures garantiert dem Aufrufer ein korrektes Ergebnis über result.quadratwurzel_naiv(x: Int) -> Int mit der Vorbedingung requires { x >= 0 }.begrenze(wert: Int, min_wert: Int, max_wert: Int) -> Int mit Vorbedingungen und passender Nachbedingung.prozentsatz(teil: Int, gesamt: Int) -> Int so ab, dass niemals durch 0 geteilt wird und das Ergebnis stets zwischen 0 und 100 liegt.Schreibe eine abgesicherte Funktion für die Aufgabenverwaltung:
fn berechne_fortschritt(erledigt: Int, gesamt: Int) -> Int
requires { gesamt > 0 && erledigt >= 0 && erledigt <= gesamt }
ensures { result >= 0 && result <= 100 }
{
return (erledigt * 100) / gesamt
}
fn main() {
quote = berechne_fortschritt(3, 4)
print(quote)
}
requires, ensures) dokumentieren und erzwingen Programmierannahmen zur Laufzeit.result verweist in ensures auf das Berechnungsergebnis der Funktion.requires-Bedingung geprüft: vor oder nach der Ausführung?result in einem Vertrag?Typ[]) speicherst.len, append, contains, first, last.for .. in durchläufst.Map<Schlüssel, Wert> deklariert und genutzt werden.get, put, contains, keys, values.get() immer eine sichere Option liefert und Abstürze verhindert.Eine Anwendung, die nur einzelne Werte speichern kann, wäre nutzlos. In der Praxis arbeiten wir fast immer mit Sammlungen: Listen von Aufgaben, E-Mail-Adressen oder Tabellenzeilen aus einer Datenbank.
Manchmal suchen wir Elemente nach ihrer Reihenfolge (Listen bzw. Arrays). Sehr oft wollen wir Daten jedoch direkt über einen eindeutigen Schlüssel nachschlagen – zum Beispiel die Benutzereinstellungen zu einer User-ID, ein Wörterbuch von Übersetzungstexten oder Ländervorwahlen. Dafür bietet Zelyra typisierte Wörterbücher (Map).
Ein Array ist wie ein Setzkasten: Jedes Fach hat eine feste Nummer (Index) und enthält genau ein Element. In Zelyra müssen alle Elemente im selben Kasten denselben Typ haben (Int[], String[] etc.):
fn main() {
zahlen: Int[] = [10, 20, 30, 40]
print(len(zahlen))
}
Zelyra stellt mächtige Hilfswerkzeuge für Arrays bereit:
len(liste): Gibt die Anzahl der Elemente zurück.append(liste, wert): Liefert ein neues Array mit dem angehängten Element.first(liste): Liefert das erste Element als Option.last(liste): Liefert das letzte Element als Option.contains(liste, wert): Prüft, ob ein Element vorhanden ist (Bool).Eine Map ordnet jedem eindeutigen Schlüssel (Key) genau einen Wert (Value) zu.
Map<KeyTyp, WertTyp>, zum Beispiel Map<String, Int> oder Map<String, String>.Map { "schluessel": wert }String, Int, Id etc.) sind zulässig.fn main() {
vorwahlen: Map<String, Int> = Map {
"de": 49
"at": 43
"ch": 41
}
}
Die wichtigsten Operationen auf Maps:
get(map, key): Schlägt einen Schlüssel nach. Weil ein Schlüssel fehlen könnte, liefert get() immer eine sichere Option<Wert> zurück (Some(wert) oder None) – niemals einen Null-Pointer-Absturz!put(map, key, wert): Fügt ein Paar hinzu oder überschreibt den bestehenden Wert. Da Zelyra Unveränderlichkeit schätzt, liefert put() eine neue, aktualisierte Map zurück.contains(map, key): Gibt true zurück, wenn der Schlüssel existiert.keys(map): Gibt alle vorhandenen Schlüssel als typisiertes Array zurück (KeyTyp[]).values(map): Gibt alle Werte als typisiertes Array zurück (WertTyp[]).Beispiel 1: Array anlegen und mit for-Schleife durchlaufen
fn main() {
aufgabe_ids: Int[] = [101, 102, 103, 104]
for id in aufgabe_ids {
print(id)
}
}
Beispiel 2: Elemente an ein Array anfügen
fn main() {
mutable liste: Int[] = [1, 2, 3]
liste = append(liste, 4)
print(len(liste))
}
Beispiel 3: Wörterbuch (Map) anlegen, aktualisieren und abfragen
fn main() {
preise: Map<String, Int> = Map {
"Kaffee": 3
"Tee": 2
}
// Neues Element hinzufügen
mutable aktion = put(preise, "Kuchen", 4)
// Vorhandenen Preis anpassen
aktion = put(aktion, "Kaffee", 4)
// Nullsicher mit match abfragen
match get(aktion, "Kaffee") {
Some(preis) => {
print("Kaffeepreis: " + str(preis) + " Euro")
}
None => {
print("Artikel nicht gefunden.")
}
}
// Alle Schlüssel und Werte ausgeben
print(keys(aktion))
}
Beispiel 4: Prüfen der Existenz in einer Map
fn main() {
einstellungen: Map<String, Bool> = Map {
"dunkelmodus": true
"benachrichtigungen": false
}
if contains(einstellungen, "dunkelmodus") {
print("Dunkelmodus-Einstellung ist konfiguriert.")
}
}
[1, "Hallo"]).
Ursache: Zelyra ist strikt typrein. Alle Elemente eines Arrays müssen denselben Typ haben, und alle Schlüssel bzw. Werte einer Map müssen ihren deklarierten Typen entsprechen.map.get("key") direkt als Wert behandeln wollen, ohne die Option auszupacken.
Ursache: Zelyra garantiert Compile-Time-Sicherheit. Da ein Schlüssel in der Map fehlen könnte, zwingt der Compiler dich, mit match oder Standardwerten auf Some und None zu reagieren.String, Int, Id), damit sie deterministisch vergleichbar und JSON-serialisierbar sind.Int[], String[], Bool[].for element in sammlung { ... }.Map<Key, Value> speichert eindeutige Schlüssel-Wert-Paare.get(map, key) liefert immer eine Option (Some oder None) und schützt vor Laufzeitabstürzen.put(map, key, value) liefert funktional ein neues, aktualisiertes Wörterbuch.for-Schleife aus.Map<String, Int> mit drei Produktnamen und ihren Preisen. Frage einen vorhandenen und einen nicht vorhandenen Artikel mit get() und match ab.zaehle_woerter(liste: String[]) -> Map<String, Int>, die zählt, wie oft jedes Wort in einer Liste vorkommt, und das Ergebnis als Map zurückgibt.Erstelle eine Verwaltung von Prioritätsstufen für Aufgaben mit einer Map:
fn prioritaet_anzeigen(prioritaeten: Map<String, Int>, aufgabe: String) {
match get(prioritaeten, aufgabe) {
Some(stufe) => {
print("Prioritaet fuer " + aufgabe + ": Stufe " + str(stufe))
}
None => {
print("Keine Prioritaet hinterlegt fuer: " + aufgabe)
}
}
}
fn main() {
prio_map: Map<String, Int> = Map {
"Datenbankmigration": 1
"CSS anpassen": 3
"Dokumentation": 2
}
prioritaet_anzeigen(prio_map, "Datenbankmigration")
prioritaet_anzeigen(prio_map, "Kaffeepause")
}
Typ[]) speichern geordnete Folgen von Werten desselben Typs.Map<Key, Value>) speichern Schlüssel-Wert-Zuordnungen mit sicherem get(), put(), contains(), keys() und values().Option-System zusammen.["A", "B", "C"]?append([1, 2], "Drei") beim Kompilieren fehl?type TaskId = Id) sind und wie sie Verwechslungen verhindern.table mit Attributen definiert werden (id: Id primary auto).In schlechter Software wird fast alles als einfache Zahl oder Zeichenkette behandelt („Primitive Obsession“). Wenn eine Funktion pruefe(benutzer_id: Int, aufgabe_id: Int) erwartet, du aber versehentlich die IDs vertauschst, merkt der Computer bei einfachen Int-Typen gar nichts – die Software bucht womöglich fatale Daten falsch zu. Mit eigenen Typen unterscheidet Zelyra schon beim Kompilieren zwischen einer UserId und einer TaskId.
Eigene Datentypen erlauben es dir, der realen Welt einen Namen zu geben:
type TaskId = Id
fn main() {
print("Typalias TaskId aktiv")
}
Hierdurch wird TaskId ein eigener, eindeutiger Typ.table aufgaben {
id: Id primary auto
beschreibung: String required
fertig: Bool
}
fn main() {
print("Tabellenschema definiert")
}
Dieses Schema definiert nicht nur eine Datenbanktabelle, sondern stellt in Zelyra automatisch den Datentyp für eine Aufgabe bereit!Beispiel 1: Eigene Typnamen für IDs
type TaskId = Id
fn main() {
print("Typalias erfolgreich definiert")
}
Beispiel 2: Ein Datenmodell als Tabelle definieren
table aufgaben {
id: Id primary auto
beschreibung: String required
erledigt: Bool
}
fn main() {
print("Tabellenschema fuer Aufgaben definiert")
}
Beispiel 3: Typisierte Attribute in Funktionen ansprechen
table projekte {
id: Id primary auto
name: String required
aktiv: Bool
}
fn zeige_projekt_status(p_name: String, p_aktiv: Bool) {
mutable status = "Pausiert"
if p_aktiv {
status = "Aktiv"
}
print("Projekt: " + p_name + " [" + status + "]")
}
fn main() {
zeige_projekt_status("Web-Portal", true)
}
title oder list benennen.
Ursache: In Zelyra sind diese Wörter für Abfragen und Ansichten reserviert. Nutze stattdessen aussagekräftige Namen wie name, text oder beschreibung.primary key statt primary angeben.
Ursache: In Zelyra lautet die Spaltenspezifikation id: Id primary auto.table-Definitionen sind in Zelyra gleichzeitig Datenbankschema und Sprach-Datentyp.title, list, etc.) dürfen nicht als Spalten- oder Variablennamen genutzt werden.type UserId = Id.kategorien mit id: Id primary auto und kategorie_name: String required.notizen, die über ein Feld aufgabe_id: Id mit einer Aufgabe verknüpft werden kann.Definiere das vollständige Zelyra-Schema für unsere Aufgabenverwaltung:
table aufgaben {
id: Id primary auto
name: String required
beschreibung: String
prioritaet: Int
ist_erledigt: Bool
}
fn main() {
print("Kernschema der Aufgabenverwaltung aktiv.")
}
table vereint Schema-Deklaration und statische Typdefinition nahtlos in der Sprache.type TaskId = Id gegenüber einem einfachen Int?zelyra.toml.Zu Beginn schreibt man gerne alles in eine einzige Datei. Doch wenn deine Aufgabenverwaltung wächst – mit Datenbanktabellen, 20 Funktionen, Webformularen und Validierungen –, verliert man in einer 2000-Zeilen-Datei schnell den Überblick. Gute Softwareentwicklung bedeutet, Code so zu organisieren, dass man Neuerungen sofort an der richtigen Stelle findet.
Ein professionelles Zelyra-Projekt folgt einer klaren Ablagestruktur:
zelyra.toml: Die Geburtsurkunde des Projekts. Hier stehen Name, Version und erforderliche Berechtigungen.src/schema.zyl: Enthält alle Tabellendefinitionen (table) und Domänentypen.src/main.zyl: Enthält die Hauptlogik und den Einstiegspunkt (fn main()).[package]
name = "aufgaben_planer"
version = "0.1.0"
authors = ["Entwickler <dev@example.com>"]
[capabilities]
filesystem = false
database = true
Hinweis zur Sprachversion 0.1: Das Schlüsselwort import zur feingliedrigen Modularisierung externer Pakete befindet sich laut Zelyra-Roadmap aktuell in Entwicklung (Phase 11/12). In der aktuellen Version 0.1 werden die Quelldateien eines Projekts vom Zelyra-Compiler gemeinsam im Projektkontext übersetzt.
// [Platzhalter: Modul-Importe - in Zelyra 0.1 noch nicht spezifiziert; siehe Roadmap Phase 11/12]
Beispiel 1: Eine saubere Hauptdatei
fn main() {
print("Zelyra Aufgaben-System bereit.")
}
Beispiel 2: Trennung von Logikfunktionen
fn format_system_status(status: String) -> String {
return "[STATUS] " + status
}
fn main() {
print(format_system_status("Datenbank verbunden"))
}
Beispiel 3: Deklaration von Capabilities in der Projektdatei
In zelyra.toml legst du fest, welche Systemzugriffe das Projekt überhaupt anfordern darf. Greift dein Code auf die Datenbank zu, muss database = true aktiviert sein.
import-Schlüsselwort aus anderen Sprachen wie Python oder JS verwenden.
Ursache: Zelyra 0.1 verwendet Projekt-Kompilierung; externe Import-Syntax ist Gegenstand der Roadmap Phase 11.zelyra.toml löschen oder im falschen Verzeichnis ausführen.
Ursache: zelyra run sucht im aktuellen Verzeichnis nach der Konfiguration.zelyra.toml steuert Metadaten und Sicherheitsrichtlinien des Projekts.table), Geschäftslogik (fn) und Darstellung sauber voneinander.zelyra new aufgaben_app eine neue Projektstruktur und untersuche die erzeugten Dateien.zelyra.toml eine Beschreibung und die Versionsnummer 0.3.0.Lege die Struktur fest mit folgendem Inhalt in main.zyl:
table aufgaben {
id: Id primary auto
name: String required
erledigt: Bool
}
fn starte_system() {
print("========================================")
print(" AUFGABEN-MANAGER ERFOLGREICH GESTARTET")
print("========================================")
}
fn main() {
starte_system()
}
zelyra.toml gesteuert und konfiguriert.In diesem Kapitel lernst du:
Fehler sind beim Programmieren völlig normal. Selbst erfahrene Programmierer machen dutzende Fehler pro Tag. Der Unterschied zwischen frustrierenden und erfolgreichen Entwicklern liegt nicht darin, keine Fehler zu machen, sondern darin, Fehlermeldungen lesen und verstehen zu können. Zelyra wurde so entworfen, dass möglichst viele Fehler bereits beim Kompilieren (zelyra check) abgefangen werden, bevor die Anwendung den ersten Nutzer erreicht.
Wir unterscheiden vier Kategorien:
E-LEX-*, E-PARSE-*): Du hast die Grammatik der Sprache verletzt – wie ein Rechtschreibfehler in einem Diktat (z. B. eine geschlossene Klammer vergessen).E-TYPE-*): Die Grammatik stimmt, aber die Bedeutung passt nicht zusammen (z. B. Text zu einer Zahl addieren).E-CONTRACT-*, E-CAP-*): Eine vereinbarte Vorbedingung wurde verletzt oder eine Funktion versucht, ohne Erlaubnis auf das Dateisystem zuzugreifen.Beispiel 1: Typischer Syntaxfehler (und wie man ihn liest) Wenn du in Zelyra eine Klammer vergisst:
// Syntaktisch korrekt:
fn korrekte_klammern() {
print("Alle Klammern sind geschlossen.")
}
fn main() {
korrekte_klammern()
}
Beispiel 2: Berechtigungsfehler (Capability-Prüfung) Versucht eine Funktion ohne deklarierte Rechte auf Systemressourcen zuzugreifen, stoppt Zelyra sofort:
fn lese_datei(pfad: String) -> String
uses FileSystem
{
return read_text(pfad)
}
fn main() {
print("Dateizugriff sauber deklariert.")
}
Beispiel 3: Logikfehler durch Verträge entlarven
fn berechne_rabattpreis(original: Int, rabatt: Int) -> Int
requires { original >= 0 && rabatt >= 0 && rabatt <= original }
ensures { result <= original }
{
return original - rabatt
}
fn main() {
preis = berechne_rabattpreis(100, 20)
print(preis)
}
+ zwischen Text und Zahl verwenden.
Ursache: Zelyra erzwingt Typsicherheit. Formatiere Werte als String oder gib sie separat aus.requires, ensures) verwandeln tückische Logikfehler in sofort sichtbare Vertragsbrüche.zelyra check.Schreibe eine Funktion für die Aufgabenverwaltung, die verhindert, dass negative Stunden erfasst werden:
fn erfasse_stunden(bisherige_stunden: Int, neue_stunden: Int) -> Int
requires { bisherige_stunden >= 0 && neue_stunden >= 0 }
ensures { result >= bisherige_stunden }
{
return bisherige_stunden + neue_stunden
}
fn main() {
gesamt = erfasse_stunden(5, 3)
print(gesamt)
}
E-...) erzeugt ein vergessenes Schlüsselwort?Result-Muster ist und warum Zelyra keine unkontrollierten Exceptions (Ausnahmen) nutzt.Ok(wert) für Erfolg und Err(meldung) für Fehler.match sicher zerlegst.In vielen älteren Sprachen (wie Java oder Python) wirft eine Funktion im Fehlerfall eine „Exception“. Wenn irgendwo im Code eine solche Ausnahme vergessen wird, stürzt die gesamte Webanwendung mit einem Serverfehler ab. In Zelyra gibt es keine unkontrollierten Abstürze: Wenn eine Operation fehlschlagen kann (z. B. Datei nicht gefunden oder ungültige ID), gibt sie zwingend ein Result<T, E> zurück. Der Compiler zwingt dich, beide Fälle zu behandeln.
Stelle dir ein Postpaket vor:
Ok(inhalt).Err("Adresse unbekannt").Ein Paket kann niemals „explodieren“ – du musst es einfach nur annehmen und nachsehen:
fn dividiere_sicher(a: Int, b: Int) -> Result<Int, String> {
if b == 0 {
return Err("Division durch 0 nicht erlaubt")
}
return Ok(a / b)
}
fn main() {
print("Sichere Division definiert.")
}
Beispiel 1: Eine Funktion mit Result definieren
fn pruefe_prioritaet(stufe: Int) -> Result<Int, String> {
if stufe < 1 {
return Err("Prioritaet zu niedrig (mindestens 1)")
}
if stufe > 3 {
return Err("Prioritaet zu hoch (maximal 3)")
}
return Ok(stufe)
}
fn main() {
res = pruefe_prioritaet(2)
match res {
Ok(stufe) => {
print("Gueltige Prioritaet:")
print(stufe)
}
Err(fehler) => {
print(fehler)
}
}
}
Beispiel 2: Fehlerfall behandeln
fn hole_kontostand(pin: Int) -> Result<Int, String> {
if pin != 1234 {
return Err("Falsche PIN!")
}
return Ok(500)
}
fn main() {
versuch = hole_kontostand(9999)
match versuch {
Ok(betrag) => {
print(betrag)
}
Err(meldung) => {
print("Abgewiesen: " + meldung)
}
}
}
Beispiel 3: Sichere Werteumwandlung
fn pruefe_titel_laenge(titel: String) -> Result<String, String> {
if titel == "" {
return Err("Aufgabentitel darf nicht leer sein.")
}
return Ok(titel)
}
fn main() {
ergebnis = pruefe_titel_laenge("Projektbericht")
match ergebnis {
Ok(t) => {
print("Gueltiger Titel: " + t)
}
Err(e) => {
print("Fehler: " + e)
}
}
}
match zu verwenden.
Ursache: Ein Result<T, E> ist eine Hülle. Du musst sie mit match öffnen.Ok oder Err) im match vergessen.
Ursache: Zelyra verlangt vollständige Musterabdeckung.Result<T, E> macht Fehler zu regulären Rückgabewerten.Ok(v) repräsentiert Erfolg, Err(e) den begründeten Fehlschlag.match müssen immer beide Ausgänge behandelt werden – das schützt vor Abstürzen.pruefe_gerade(zahl: Int) -> Result<Int, String>, die Ok(zahl) liefert, wenn sie durch 2 teilbar ist, sonst Err("Ungerade").validiere_benutzername(name: String) -> Result<String, String>, die leere Namen oder "admin" ablehnt.Erstelle eine sichere Validierungsfunktion für neue Aufgaben:
fn erstelle_aufgabe_geprueft(name: String, prioritaet: Int) -> Result<String, String> {
if name == "" {
return Err("Name darf nicht leer sein!")
}
if prioritaet < 1 {
return Err("Prioritaet muss mindestens 1 sein!")
}
return Ok("Aufgabe [" + name + "] erfolgreich angelegt.")
}
fn main() {
treffer1 = erstelle_aufgabe_geprueft("Dokumentation fertigstellen", 1)
match treffer1 {
Ok(msg) => {
print(msg)
}
Err(err) => {
print("Fehler: " + err)
}
}
treffer2 = erstelle_aufgabe_geprueft("", 0)
match treffer2 {
Ok(msg) => {
print(msg)
}
Err(err) => {
print("Fehler: " + err)
}
}
}
Result-Muster ersetzt unkontrollierte Ausnahmen durch typisierte Werte.T und wofür steht E im Typ Result<T, E>?Result sicher?null in der Informatik als „Milliarden-Dollar-Fehler“ bezeichnet wird.null vollständig eliminiert und durch den sicheren Typ Option<T> (Kurzform T?) ersetzt.Some(wert) verpackt und das Nichtvorhandensein mit None signalisiert.first und last den Typ Option nutzen.In Sprachen wie JavaScript, Java, PHP oder C existiert null. Wenn ein Programm versucht, eine Methode auf einem null-Wert aufzurufen, stürzt es augenblicklich mit einer gefürchteten NullPointerException oder Cannot read properties of null ab. Zelyra besitzt schlicht kein null. Jeder Wert ist garantiert vorhanden. Wenn etwas fehlen kann, muss es ausdrücklich als Option deklariert werden.
Stell dir eine Schachtel vor:
Some("Smartphone").None.Du kannst nicht versehentlich in ein „Nichts“ greifen, weil du die Schachtel erst mit match öffnen musst:
fn finde_aufgabe_nach_id(id: Int) -> Option<String> {
if id == 42 {
return Some("Server aufsetzen")
}
return None
}
fn main() {
print("Aufgabensuche definiert.")
}
Beispiel 1: Option erzeugen und auswerten
fn main() {
treffer: Option<String> = Some("Zelyra 0.1 Handbuch")
match treffer {
Some(titel) => {
print("Gefunden: " + titel)
}
None => {
print("Kein Treffer vorhanden")
}
}
}
Beispiel 2: first() und last() auf Listen
Greifst du auf eine leere Liste zu, stürzt Zelyra nicht ab – es liefert None:
fn main() {
meine_liste: Int[] = [100, 200, 300]
erstes_element = first(meine_liste)
match erstes_element {
Some(wert) => {
print("Erster Wert:")
print(wert)
}
None => {
print("Die Liste ist leer!")
}
}
}
Beispiel 3: Standardwert bereitstellen mit Option
fn aufgabe_titel_oder_standard(opt_titel: Option<String>) -> String {
match opt_titel {
Some(t) => {
return t
}
None => {
return "Ohne Titel"
}
}
}
fn main() {
print(aufgabe_titel_oder_standard(Some("Wichtiges Meeting")))
print(aufgabe_titel_oder_standard(None))
}
Option<String> sei direkt ein String.
Ursache: Eine Schachtel ist nicht das Geschenk. Erst mit match entpackst du den Inhalt.None einer normalen String-Variable zuzuweisen.
Ursache: Reguläre Variablen sind garantiert niemals leer.null und keinen NullPointerException-Absturz.Option<T> oder T?.Some(x) verpackt den Wert, None signalisiert das Fehlen.finde_partner(name: String) -> Option<String>, die bei "Romeo" Some("Julia") liefert, sonst None.last() und gib seinen Wert oder eine Warnung aus.Option<Int> zurückgibt.Implementiere die Nachschlagefunktion für unsere Aufgabenverwaltung:
fn suche_aufgabe_beschreibung(id: Int) -> Option<String> {
if id == 1 {
return Some("Datenbankschema fuer Zelyra anlegen")
}
if id == 2 {
return Some("Weboberflaeche gestalten")
}
return None
}
fn main() {
suche1 = suche_aufgabe_beschreibung(1)
match suche1 {
Some(text) => {
print("Aufgabe 1: " + text)
}
None => {
print("Aufgabe 1 nicht gefunden!")
}
}
suche99 = suche_aufgabe_beschreibung(99)
match suche99 {
Some(text) => {
print("Aufgabe 99: " + text)
}
None => {
print("Aufgabe 99 nicht gefunden!")
}
}
}
Option<T> schützt deine Anwendung vor den verheerenden Folgen unvorhergesehener Leerwerte.None-Fall behandelt wird.null?String und Option<String>?match über eine Option immer abgefragt?zelyra verify Verträge formal analysiert.Manuelle Tests (Klicken im Browser oder wiederholtes manuelles Aufrufen) sind mühsam, fehleranfällig und unvollständig. Sobald eine Software komplexer wird, führt jede kleine Änderung an einer Stelle unweigerlich zu neuen Fehlern an einer anderen Stelle („Regressionen“). Automatisierte Tests stellen sicher, dass alle bereits gebauten Funktionen auch nach Wochen und Monaten noch exakt wie vereinbart arbeiten.
Testen in Zelyra stützt sich auf zwei kraftvolle Säulen:
zelyra verify:
Der Compiler prüft, ob die Vor- und Nachbedingungen (requires, ensures) deiner Funktionen mathematisch und logisch haltbar sind.Hinweis zur Roadmap: Das integrierte CLI-Testframework zelyra test befindet sich laut Roadmap in Phase 11/12. In Zelyra 0.1 erfolgt die Qualitätssicherung über zelyra check, zelyra verify sowie gezielte Test-Hauptroutinen.
// [Platzhalter: Zelyra Test Framework - in 0.1 ueber verify und Test-Runner realisiert; siehe Roadmap Phase 11]
Beispiel 1: Eine einfache Assert-Prüffunktion
fn pruefe(test_name: String, bedingung: Bool) {
if bedingung {
print("[PASS] " + test_name)
} else {
print("[FAIL] " + test_name)
}
}
fn verdopple(x: Int) -> Int {
return x * 2
}
fn main() {
pruefe("Verdopple 5 ergibt 10", verdopple(5) == 10)
pruefe("Verdopple 0 ergibt 0", verdopple(0) == 0)
}
Beispiel 2: Testen von Option-Rückgaben
fn ist_volljaehrig(alter: Int) -> Option<Bool> {
if alter < 0 {
return None
}
return Some(alter >= 18)
}
fn main() {
test1 = ist_volljaehrig(20)
match test1 {
Some(ok) => {
if ok {
print("[PASS] 20 Jahre ist volljaehrig")
} else {
print("[FAIL] Unerwarteter Zustand")
}
}
None => {
print("[FAIL] Alter ungueltig")
}
}
}
Beispiel 3: Verifikation mit Verträgen absichern
fn berechne_ueberstunden(stunden: Int, regelarbeitszeit: Int) -> Int
requires { stunden >= 0 && regelarbeitszeit >= 0 }
ensures { result >= 0 }
{
if stunden > regelarbeitszeit {
return stunden - regelarbeitszeit
}
return 0
}
fn main() {
print(berechne_ueberstunden(45, 40))
}
zelyra check und deinen Test-Runner nach jeder Anpassung zu starten.zelyra verify prüft Funktionsverträge direkt auf Sprachebene.addiere(a: Int, b: Int) -> Int.Baue eine kleine Test-Suite für die Kernlogik der Aufgabenverwaltung:
fn test_fall(beschreibung: String, ok: Bool) {
if ok {
print("OK: " + beschreibung)
} else {
print("FEHLER: " + beschreibung)
}
}
fn filter_prioritaet(p: Int) -> Bool {
return p == 1
}
fn main() {
print("Starte Test-Suite: Aufgabenlogik")
test_fall("Prioritaet 1 wird gefiltert", filter_prioritaet(1) == true)
test_fall("Prioritaet 2 wird ignoriert", filter_prioritaet(2) == false)
print("Test-Suite abgeschlossen.")
}
zelyra verify und assertionsbasierte Prüffunktionen sichern Geschäftsregeln zuverlässig ab.zelyra verify?In diesem Kapitel lernst du:
uses FileSystem verlangen.read_text, write_text, delete_file, list_dir.Variablen im Arbeitsspeicher gehen verloren, sobald ein Programm beendet wird oder der Rechner neu startet. Um Daten dauerhaft zu sichern – z. B. Exporte, Konfigurationsdateien oder Protokolle –, müssen sie auf die Festplatte geschrieben werden. Gleichzeitig stellen Dateizugriffe ein Sicherheitsrisiko dar. Zelyra schützt das System, indem Funktionen ihre Zugriffsrechte explizit deklarieren müssen.
Stell dir das Dateisystem wie ein Archiv vor:
write_text).read_text).uses FileSystem.fn speichere_notiz(pfad: String, inhalt: String)
uses FileSystem
{
write_text(pfad, inhalt)
}
fn main() uses FileSystem {
speichere_notiz("notiz.txt", "Einkaufsliste: Milch, Brot")
print("Notiz gespeichert.")
}
Beispiel 1: Text schreiben und lesen
fn datei_workflow() uses FileSystem {
pfad = "aufgaben_export.txt"
write_text(pfad, "Aufgabe 1: Zelyra lernen")
text = read_text(pfad)
print("Gelesener Inhalt: " + text)
}
fn main() uses FileSystem {
datei_workflow()
}
Beispiel 2: Datei aufräumen mit delete_file
fn aufraeumen(pfad: String) uses FileSystem {
delete_file(pfad)
print("Datei geloescht.")
}
fn main() uses FileSystem {
write_text("temp.txt", "Kurzlebig")
aufraeumen("temp.txt")
}
Beispiel 3: Verzeichnisinhalte auflisten
fn zeige_dateien(ordner: String) uses FileSystem {
dateien = list_dir(ordner)
for datei in dateien {
print("Gefundene Datei: " + datei)
}
}
fn main() uses FileSystem {
zeige_dateien(".")
}
read_text oder write_text ohne Deklaration von uses FileSystem.
Ursache: Zelyras Sicherheitssystem (E-CAP-001) verhindert jeden unberechtigten Zugriff auf die Festplatte.main() die Berechtigung deklarieren muss, wenn sie aufrufende Funktionen ausführt.
Ursache: Berechtigungen vererben sich entlang der Aufruf-Kette nach oben.uses FileSystem deklarieren.write_text legt Dateien an oder überschreibt sie vollständig.read_text liefert den gesamten Dateiinhalt als String.hallo.txt schreibt.Speichere die offenen Aufgaben unserer Anwendung als Datei:
fn exportiere_aufgaben(pfad: String) uses FileSystem {
inhalt = "[ ] Dokumentation fertigstellen\n[OK] Zelyra-Compiler installieren\n[ ] Backup konfigurieren"
write_text(pfad, inhalt)
print("Aufgaben erfolgreich nach " + pfad + " exportiert.")
}
fn main() uses FileSystem {
exportiere_aufgaben("aufgaben_heute.txt")
}
write_text aufzurufen?uses FileSystem auch für main()?now() den aktuellen Zeitstempel abfragst (uses Clock).random_int(min, max) erzeugt werden (uses Random).json_encode in universelles JSON umgewandelt werden.json_decode<T> wieder typisiert zurückgewandelt wird.Praktisch jede reale Software benötigt Zeitangaben: Wann wurde eine Aufgabe erstellt? Wann ist die Frist abgelaufen? Auch strukturierte Datenformate wie JSON sind im Internet Standard – von REST-APIs bis hin zu Speicherständen. Zelyra integriert Zeit, Zufall und JSON nahtlos und typgeprüft.
now() liefert die exakte aktuelle Systemzeit als Timestamp. Dafür benötigt deine Funktion die Erlaubnis uses Clock.random_int(1, 10) liefert eine unvorhersehbare Zahl zwischen 1 und 10 (uses Random).json_encode machst du aus einem Zelyra-Array einen Textstring, den du übers Netzwerk verschicken kannst.fn zeige_zeit() uses Clock {
jetzt = now()
print("Aktuelle Systemzeit erfasst")
}
fn main() uses Clock {
zeige_zeit()
}
Beispiel 1: Fristen und Zeitmessung mit Clock
fn protokolliere_erstellung(aufgabe: String) uses Clock {
erstellt_um = now()
print("Aufgabe angelegt: " + aufgabe)
}
fn main() uses Clock {
protokolliere_erstellung("Server patchen")
}
Beispiel 2: Zufällige Ticket-Nummern erzeugen
fn generiere_ticket_nummer() -> Int uses Random {
return random_int(1000, 9999)
}
fn main() uses Random {
ticket = generiere_ticket_nummer()
print("Dein Ticket-Code:")
print(ticket)
}
Beispiel 3: Daten als JSON exportieren
fn exportiere_ids_als_json(ids: Int[]) -> String {
return json_encode(ids)
}
fn main() {
ids: Int[] = [101, 102, 103]
json_text = exportiere_ids_als_json(ids)
print("JSON-Ausgabe: " + json_text)
}
now() aufrufen, ohne uses Clock im Funktionskopf zu deklarieren.
Ursache: Zeitabfragen sind nicht-deterministisch und erfordern in Zelyra eine Berechtigung.json_decode übergeben.
Ursache: Zelyra prüft JSON strikt; fehlerhaftes JSON führt zu einem Result-Fehler oder Laufzeitfehler.now() liefert die aktuelle Zeit und erfordert uses Clock.random_int erzeugt Zufallszahlen und verlangt uses Random.json_encode wandelt Zelyra-Datenstrukturen in standardisierten JSON-Text um.uses Clock und uses FileSystem, um einen Zeitstempel in eine Datei log.txt zu schreiben.Erstelle einen JSON-Snapshot der Aufgaben-IDs und sichere ihn als Datei:
fn sichere_snapshot(dateiname: String, ids: Int[])
uses Clock, FileSystem
{
json_daten = json_encode(ids)
write_text(dateiname, json_daten)
print("Snapshot erfolgreich gesichert.")
}
fn main() uses Clock, FileSystem {
aktuelle_ids: Int[] = [1, 2, 5, 8]
sichere_snapshot("aufgaben_snapshot.json", aktuelle_ids)
}
Clock, Random) sorgen für vollständige Nachvollziehbarkeit.now() aufruft?uses Random?json_encode Zelyra-Objekte um?parallel-Block funktioniert: parallel { a = await ...; b = await ... }.Moderne Computer und Server besitzen viele Rechenkerne. Wenn ein Programm drei unabhängige Berichte erstellen oder zwei APIs im Netzwerk abfragen muss, wäre es reine Zeitverschwendung, brav nacheinander zu warten. Führt man die Abfragen gleichzeitig aus, ist das Programm doppelt oder dreifach so schnell. In vielen Sprachen führt Nebenläufigkeit jedoch zu gefürchteten Fehlern („Race Conditions“). Zelyra verhindert diese Risiken durch einen strukturierten, sicheren Ansatz.
Stell dir ein Restaurant vor:
In Zelyra nutzt du dafür den parallel-Block mit await:
fn berechne_teil_1() -> Int {
return 40
}
fn berechne_teil_2() -> Int {
return 60
}
fn main() {
parallel {
ergebnis_1 = await berechne_teil_1()
ergebnis_2 = await berechne_teil_2()
}
print("Beide Teilaufgaben parallel abgeschlossen.")
}
Beispiel 1: Parallele Teilberechnungen
fn berechne_statistiken() -> String {
return "Statistiken berechnet"
}
fn lade_archiv() -> String {
return "Archiv geladen"
}
fn main() {
parallel {
stats = await berechne_statistiken()
archiv = await lade_archiv()
}
print("Paralleles Laden erfolgreich.")
}
Beispiel 2: Unabhängige Datenbeschaffung
fn summe_a() -> Int {
return 100
}
fn summe_b() -> Int {
return 250
}
fn main() {
parallel {
wert_a = await summe_a()
wert_b = await summe_b()
}
print("Summen ermittelt.")
}
await außerhalb eines parallel-Blocks zu nutzen.
Ursache: Zelyra erlaubt await ausschließlich innerhalb von parallel { ... }.parallel-Block platzieren.
Ursache: Ein parallel-Block darf ausschließlich Zuweisungen der Form name = await ausdruck enthalten.parallel { ... } führt unabhängige Operationen gleichzeitig aus.parallel-Block folgt dem Muster variable = await aufruf().parallel-Block aus.Beschleunige den Systemstart unserer Aufgabenverwaltung:
fn lade_benutzerprofil() -> String {
return "Profil: Entwickler"
}
fn lade_aufgabenliste() -> String {
return "5 Aufgaben geladen"
}
fn main() {
print("Starte parallelen Abruf...")
parallel {
profil = await lade_benutzerprofil()
aufgaben = await lade_aufgabenliste()
}
print("Dashboard bereit.")
}
parallel-Block bündelt asynchrone Berechnungen sauber an einer Stelle.await in Zelyra verwendet werden?parallel-Blocks folgen?In diesem Kapitel lernst du:
In fast allen gängigen Web-Frameworks (PHP/Laravel, Python/Django, Node/TypeORM) existiert eine unsaubere Trennung: Entwickler schreiben SQL-Strings oder nutzen komplexe Abstraktionsschichten (ORMs). Tippfehler in Spaltennamen wie user.emaiil werden oft erst bemerkt, wenn ein Nutzer im laufenden Betrieb einen Fehler 500 erhält. Zelyra beendet dieses Risiko: Wenn eine SQL-Abfrage nicht zum definierten Tabellenschema passt, verweigert der Compiler den Build sofort.
In Zelyra definierst du deine Datenbank-Konfiguration direkt im Quelltext mit dem Schlüsselwort database:
database main {
engine: mariadb
database: "aufgaben_db"
}
fn main() {
print("Datenbank-Konfiguration initialisiert.")
}
Wenn du Daten aus der Datenbank abfragst, schreibst du echtes SQL – aber der Compiler weiß genau, welche Spalten existieren:
SELECT id, beschreibung FROM tasks, ist das gültig.SELECT gibts_nicht FROM tasks, meldet Zelyra schon beim Prüfen: unknown column gibts_nicht.Beispiel 1: Datenbank und Tabelle deklarieren
database main {
engine: mariadb
database: "test_db"
}
table tasks {
id: Id primary auto
beschreibung: String(255) required
}
fn main() {
print("Datenbank und Tabelle geprueft.")
}
Beispiel 2: SQL-Prüfung zur Compile-Zeit
database main {
engine: mariadb
database: "test_db"
}
table tasks {
id: Id primary auto
beschreibung: String(255) required
}
fn zeige_aufgaben() uses Database {
daten = sql<Task[]> {
SELECT id, beschreibung
FROM tasks
}
print("SQL typgeprueft.")
}
fn main() uses Database {
zeige_aufgaben()
}
uses Database in der Funktion ausführen.
Ursache: Zelyras Capability-System schützt vor unerlaubten Datenbankzugriffen.database main vergessen.
Ursache: Ohne Ziel-Engine kann Zelyra das SQL-Schema nicht verifizieren.uses Database.database-Block für SQLite oder MariaDB.benutzer und schreibe eine SQL-Abfrage, die alle Benutzer selektiert.Erstelle das Fundament unserer Aufgabenverwaltung:
database main {
engine: mariadb
database: "zelyra_tasks"
}
table tasks {
id: Id primary auto
name: String(100) required
erledigt: Bool
}
fn status_bericht() uses Database {
liste = sql<Task[]> {
SELECT id, name, erledigt
FROM tasks
}
print("Datenbank fuer Aufgabenverwaltung einsatzbereit.")
}
fn main() uses Database {
status_bericht()
}
sql ausführt?Aufgabe aus der Tabelle aufgaben ab?table deklariert werden.id: Id primary auto.required, Längenbegrenzung String(100), Standardwerte.Das Datenmodell ist das Fundament jeder Anwendung. Wenn das Schema unsauber entworfen ist, schleppt man Datenmüll und Performanceprobleme über Jahre mit sich herum. Zelyra erzwingt von Anfang an klare Pflichtfelder, Typen und Integrität.
Eine Tabelle (table) ist wie ein Aktenordner für gleichartige Datenblätter:
id: Id primary auto.required.String(100).table kategorien {
id: Id primary auto
bezeichnung: String(50) required
}
Aus der Tabellendefinition table kategorien generiert Zelyra automatisch den Datentyp Kategorie mit den exakten Feldern.
Beispiel 1: Einfache Tabelle mit Pflichtfeldern
database main {
engine: mariadb
database: "app_db"
}
table projekte {
id: Id primary auto
name: String(80) required
aktiv: Bool
}
fn main() {
print("Tabelle projekte deklariert.")
}
Beispiel 2: Tabelle mit Datums- und Zahlenfeldern
database main {
engine: mariadb
database: "app_db"
}
table zeiterfassungen {
id: Id primary auto
stunden: Float
erfasst_am: Timestamp
}
fn main() {
print("Tabelle zeiterfassungen deklariert.")
}
Beispiel 3: Verknüpfung zweier Tabellen über IDs
database main {
engine: mariadb
database: "app_db"
}
table tasks {
id: Id primary auto
beschreibung: String(200) required
projekt_id: Id
}
fn main() {
print("Beziehung aufgaben -> projekt_id angelegt.")
}
required müssen in jedem Datensatz gültige Werte besitzen.action, field, title als Spaltennamen wählen.
Ursache: Diese Bezeichner sind für Zelyra-Sprachkonstrukte reserviert.id: Id primary auto.required verbietet leere Einträge auf Datenbank- und Sprachebene.Aufgabe für aufgaben) wird zum automatischen Datentyp.etiketten mit einem Pflichtfeld name: String(30) required.kunden um email: Email und telefon: String(30).kommentare, die per aufgabe_id: Id mit einer Aufgabe verknüpft ist und einen erstellt_am: Timestamp besitzt.Erstelle das produktive Datenmodell unserer Aufgabenverwaltung:
database main {
engine: mariadb
database: "zelyra_tasks"
}
table tasks {
id: Id primary auto
name: String(120) required
beschreibung: String(500)
prioritaet: Int
ist_erledigt: Bool
}
fn main() {
print("Vollstaendiges Aufgaben-Schema aktiv.")
}
table definiert Struktur, Typen und Beschränkungen der Daten.auto beim Primärschlüssel?required an einer Tabellenspalte?projekte?sql<T[]> Datensätze sicher aus der Datenbank liest.:param) unmöglich gemacht wird.INSERT, UPDATE und DELETE verändert.transaction { ... }-Blöcken zusammengefasst werden.zelyra db setup, zelyra db apply).SQL-Injection gehört seit über 20 Jahren zu den gefährlichsten Sicherheitslücken im Web: Ein Angreifer gibt in ein Suchfeld manipulierten Text ein und liest fremde Passwörter aus oder löscht Tabellen. Zelyra schützt deine Software konstruktiv: Parameter in SQL-Blöcken werden mit Doppelpunkt (:name) gebunden und von der Engine immer sicher escaped. Gleichzeitig sichern Transaktionen ab, dass bei Fehlern keine halben Buchungen stehenbleiben.
database main {
engine: mariadb
database: "tasks_db"
}
table tasks {
id: Id primary auto
name: String required
ist_erledigt: Bool
}
fn lade(filter_wert: Bool) uses Database {
meine_tasks = sql<Task[]> {
SELECT id, name, ist_erledigt
FROM tasks
WHERE ist_erledigt = :filter_wert
}
print("Tasks geladen")
}
fn main() uses Database { lade(false) }
database main {
engine: mariadb
database: "tasks_db"
}
table tasks {
id: Id primary auto
name: String required
ist_erledigt: Bool
}
fn anlegen(neuer_name: String) uses Database {
fertig_flag = false
transaction {
sql {
INSERT INTO tasks (name, ist_erledigt)
VALUES (:neuer_name, :fertig_flag)
}
}
}
fn main() uses Database { anlegen("Test") }
Sollte während der Transaktion etwas schiefgehen, macht die Datenbank alle Änderungen ungeschehen (Rollback).Beispiel 1: Einen neuen Datensatz einfügen
database main {
engine: mariadb
database: "tasks_db"
}
table tasks {
id: Id primary auto
name: String(100) required
fertig: Bool
}
fn fuege_aufgabe_ein(text: String) uses Database {
fertig_status = false
transaction {
sql {
INSERT INTO tasks (name, fertig)
VALUES (:text, :fertig_status)
}
}
print("Aufgabe gespeichert.")
}
fn main() uses Database {
fuege_aufgabe_ein("E-Mail beantworten")
}
Beispiel 2: Datensätze typisiert abfragen
database main {
engine: mariadb
database: "tasks_db"
}
table tasks {
id: Id primary auto
name: String(100) required
fertig: Bool
}
fn lade_alle() uses Database {
liste = sql<Task[]> {
SELECT id, name, fertig
FROM tasks
}
print("Aufgabenliste geladen.")
}
fn main() uses Database {
lade_alle()
}
Beispiel 3: Datensatz aktualisieren
database main {
engine: mariadb
database: "tasks_db"
}
table tasks {
id: Id primary auto
name: String(100) required
fertig: Bool
}
fn markiere_als_fertig(aufgabe_id: Int) uses Database {
transaction {
sql {
UPDATE tasks
SET fertig = true
WHERE id = :aufgabe_id
}
}
print("Status aktualisiert.")
}
fn main() uses Database {
markiere_als_fertig(1)
}
"WHERE id = " + id).
Ursache: In Zelyra gibt es keine String-Zusammenstückelung in SQL. Nutze immer Parameter mit Doppelpunkt (:id).transaction { ... } gekapselt sein müssen.
Ursache: Zelyra verlangt für Schreiboperationen klare Transaktionsgrenzen.:parameter – das schützt vor SQL-Injection.transaction { ... }.zelyra db apply wird das definierte Schema auf die Datenbank übertragen.fertig = false) selektiert.DELETE FROM tasks WHERE id = :id).Schreibe den Datenzugriff für unsere Aufgabenverwaltung:
database main {
engine: mariadb
database: "zelyra_tasks"
}
table tasks {
id: Id primary auto
name: String(100) required
ist_erledigt: Bool
}
fn aufgabe_anlegen(aufgabe_name: String) uses Database {
status_initial = false
transaction {
sql {
INSERT INTO tasks (name, ist_erledigt)
VALUES (:aufgabe_name, :status_initial)
}
}
print("Aufgabe angelegt.")
}
fn aufgabe_abschliessen(ziel_id: Int) uses Database {
transaction {
sql {
UPDATE tasks
SET ist_erledigt = true
WHERE id = :ziel_id
}
}
print("Aufgabe abgeschlossen.")
}
fn main() uses Database {
aufgabe_anlegen("Erstes Zelyra Projekt starten")
aufgabe_abschliessen(1)
}
transaction schützt die Datenbankkonsistenz bei allen Änderungen.transaction-Block stehen?In diesem Kapitel lernst du:
page blitzschnell Webseiten und Routen erstellst./tasks/{id}) dynamisch übergeben werden.html { ... }).Im klassischen Web-Development muss man oft drei verschiedene Welten verbinden: Einen Webserver (wie Nginx oder Apache), einen Router, eine Template-Engine (Blade, Jinja, Twig) und den Anwendungscode. Wenn man an einer Stelle vergisst, HTML-Sonderzeichen zu maskieren, können Angreifer bösartiges JavaScript einschleusen (XSS). In Zelyra ist der Webserver direkt integriert (zelyra serve), und das HTML-Escaping geschieht automatisch und unumgänglich.
Mit dem Schlüsselwort page definierst du eine Webroute und das dazugehörige HTML:
page "/willkommen" {
html {
<h1>Willkommen bei Zelyra</h1>
<p>Deine moderne Webanwendung laeuft!</p>
}
}
Wenn du dynamische Werte anzeigen möchtest, setzt du sie einfach in geschweifte Klammern: {name}. Zelyra ersetzt den Platzhalter sicher durch den echten Text.
Beispiel 1: Einfache statische Begrüßungsseite
page "/hallo" {
html {
<html>
<body>
<h1>Hallo Zelyra-Welt!</h1>
</body>
</html>
}
}
Beispiel 2: Dynamische Route mit URL-Parameter
page "/benutzer/{name}" {
html {
<html>
<body>
<h1>Profil von {name}</h1>
<p>Willkommen zurueck im Dashboard.</p>
</body>
</html>
}
}
Beispiel 3: Sicheres Escaping gegen XSS-Angriffe
Übergibt ein Nutzer als Namen <script>alert('hack')</script>, gibt Zelyra dies im Browser als harmlosen Text aus – das Skript wird niemals ausgeführt:
page "/sicher/{eingabe}" {
html {
<div>Eingabe: {eingabe}</div>
}
}
Beispiel 4: Wiederverwendbare View-Layouts und Slots (ab Zelyra 0.1.41)
Statt auf jeder Seite <html>, <head>, Header und Footer neu zu schreiben, definierst du mit view ein Layout. Ein View besitzt genau einen Hauptslot <slot /> sowie optionale benannte Slots mit sicherem Standardinhalt:
view AppShell {
html {
<html lang="de">
<head><title>Zelyra Anwendung</title></head>
<body>
<header>
<slot name="header"><h1>Zelyra Portal</h1></slot>
</header>
<main>
<slot />
</main>
<footer>
<slot name="footer"><p>Erstellt mit Zelyra</p></slot>
</footer>
</body>
</html>
}
}
page "/dashboard" {
view: AppShell
html {
<slot name="header"><h1>Mein Dashboard</h1></slot>
<p>Der eigentliche Inhalt wird im Haupt-Slot der AppShell platziert.</p>
}
}
Beispiel 5: Deklarative Suche, Filterung und Pagination (ab Zelyra 0.1.40) Für datengetriebene Seiten erzeugt Zelyra semantische Steuerungen für Suche, Sortierung und Seitenaufteilung automatisch, inklusive URL-Zustandserhalt:
database main {
engine: mariadb
}
table tasks {
id: Id primary auto
title: String(100) required
done: Bool default false
}
page "/tasks" {
search { title }
filter { done }
sort { title }
paginated 25
load tasks = sql<Task[]> {
SELECT id, title, done
FROM tasks
ORDER BY title
}
html {
<h1>Aufgaben ({total} gesamt, Seite {page} von {pages})</h1>
<ul>
for task in tasks {
<li>{task.title}</li>
}
</ul>
}
}
Zelyra führt im Hintergrund automatisch die optimierte Zählabfrage (COUNT(*)) aus, bindet total und pages als sichere UInt-Variablen und rendert semantische Filter-Fieldsets.
<h1> ohne </h1>).
Ursache: Zelyra prüft den HTML-Baum syntaktisch auf Wohlgeformtheit.{id}) muss mit der Variablen im HTML übereinstimmen.E-VIEW-010 bis E-VIEW-015: Unbekannte Variablen oder falsche Typen in der View-Interpolation.
Ursache: Der Zelyra-Compiler prüft View-Bindungen und Component-Properties bereits zur Compile-Zeit strikt gegen deklarierte Routen, Typen und SQL-Loads.page angeben.
Ursache: Eine Seite darf nur benannte Slots befüllen, die der ausgewählte view auch tatsächlich deklariert.page "/pfad" definiert eine Route und liefert geprüften HTML-Code aus.{variable} sicher interpoliert und automatisch escaped.view Name { ... } definiert wiederverwendbare Master-Layouts mit <slot /> und benannten Slots (<slot name="...">).search, filter und paginated erzeugen vollautomatische, semantische Query-Steuerungen mit Zustandsbewahrung in der URL.zelyra serve startest du den integrierten HTTP-Server ohne externe Webserver-Konfiguration.page "/ueber-uns", die eine Firmenbeschreibung anzeigt./produkt/{nummer}, die eine Produkt-Detailansicht darstellt.Erstelle die Web-Startseite unserer Aufgabenverwaltung:
page "/tasks" {
html {
<html>
<head>
<title>Zelyra Aufgabenverwaltung</title>
</head>
<body>
<h1>Meine Aufgaben</h1>
<p>Willkommen in deiner persoenlichen Aufgabenverwaltung.</p>
<a href="/tasks/neu">Neue Aufgabe erstellen</a>
</body>
</html>
}
}
Starte den Server mit zelyra serve main.zyl und öffne http://localhost:8080/tasks im Browser!
page und html direkt deklariert.form sichere Eingabemasken für deine Datenbanktabellen definierst.Email, Mindestlängen).zelyra form validate vorab testen kannst.Eingaben von Nutzern sind die Hauptursache für Sicherheitslücken im Web: Angreifer übermitteln leere Pflichtfelder, manipulierte IDs oder nutzen fremde Browser-Sitzungen aus (CSRF-Attacken). In anderen Frameworks muss man Formulare mühsam von Hand mit Validierungsregeln, Fehleranzeigen und CSRF-Tokens zusammenbauen. Zelyras form-Konstrukt leitet die Eingabemaske direkt aus der Datenbanktabelle ab und sichert alles automatisch ab.
Ein Formular verknüpft eine Eingabemaske mit einer Zieltabelle:
database main {
engine: mariadb
}
table tasks {
id: Id primary auto
name: String(100) required
beschreibung: String(500)
}
form TaskCreate -> tasks {
fields {
name
beschreibung
}
}
Zelyra generiert daraus:
<input type="text">, etc.).name darf maximal 100 Zeichen haben und nicht fehlen).Beispiel 1: Basis-Formular für Kundendaten
database main {
engine: mariadb
}
table customers {
id: Id primary auto
name: String(80) required
email: Email?
}
form CustomerForm -> customers {
fields {
name
email
}
}
Beispiel 2: Formular mit benutzerdefinierten Aktionen
database main {
engine: mariadb
}
table tasks {
id: Id primary auto
name: String(100) required
}
form NewTaskForm -> tasks {
fields {
name
}
}
fields strikt gegen die Spalten der Tabelle.form Name -> zieltabelle generiert eine sichere Eingabemaske.KategorieErstellen für eine Tabelle kategorien.zelyra form validate.Definiere das Eingabeformular für neue Aufgaben:
database main {
engine: mariadb
}
table tasks {
id: Id primary auto
name: String(100) required
prioritaet: Int
}
form TaskCreate -> tasks {
fields {
name
prioritaet
}
}
fn main() {
print("Aufgaben-Formular bereit.")
}
-> in form TaskCreate -> tasks?crud-Block erzeugt.action hinzugefügt werden.Über 80 % der Arbeit an Webanwendungen besteht aus dem immer gleichen Muster: Eine Tabelle anzeigen, Datensätze anlegen, bearbeiten und löschen. Entwickler verbringen Wochen damit, Controller, Routen, Formulare und Bestätigungsdialoge zu schreiben. In Zelyra erledigst du das in wenigen Zeilen deklarativem Code – absolut fehlerfrei, sicher und konsistent.
Das Schlüsselwort crud fasst alle Operationen für eine Entität zusammen:
database main {
engine: mariadb
}
table tasks {
id: Id primary auto
name: String(100) required
erledigt: Bool default false
}
crud Task -> tasks {
title: "Aufgabenverwaltung"
view {
fields {
name
erledigt
}
list {
mode: cards
empty: "Keine Aufgaben vorhanden."
}
}
}
Automatische Detail-Verlinkung bei ausgeblendeter ID (ab Version 0.1.50): Wenn die technische
id-Spalte im Blockfieldsnicht aufgeführt ist (wie hier, wo nurnameunderledigtsichtbar sind), verlinkt Zelyra automatisch das erste angezeigte Feld (name) mit der Detailseite des Datensatzes. Dies gilt sowohl für Tabellen- (table) als auch für Kachel-Layouts (cards).
Beispiel 1: Ein vollständiges CRUD-Modul
database main {
engine: mariadb
}
table tasks {
id: Id primary auto
name: String(100) required
aktiv: Bool default true
}
crud Task -> tasks {
title: "Aufgaben"
view {
fields {
name
aktiv
}
list {
mode: cards
empty: "Keine Aufgaben vorhanden."
}
detail {
mode: cards
title: "Aufgabendetails"
}
form {
mode: cards
title: "Aufgabe bearbeiten"
submit: "Speichern"
}
delete {
title: "Aufgabe loeschen"
message: "Diese Aktion kann nicht rueckgaengig gemacht werden."
submit: "Jetzt loeschen"
}
}
}
Beispiel 2: Benutzerdefinierte Aktionen im CRUD-Interface Du kannst individuelle Schaltflächen hinzufügen, z. B. um eine Aufgabe sofort als erledigt zu markieren:
database main {
engine: mariadb
}
table tasks {
id: Id primary auto
name: String(100) required
erledigt: Bool default false
}
crud Task -> tasks {
title: "Aufgaben"
view {
fields {
name
erledigt
}
}
action erledigen {
label: "Als erledigt markieren"
confirm: "Moechtest du diese Aufgabe abschliessen?"
sql {
UPDATE tasks
SET erledigt = true
WHERE id = :id
}
success "Aufgabe erfolgreich abgeschlossen."
redirect "/tasks"
}
}
Beispiel 3: CRUD-Ressource mit wiederverwendbarem View-Layout (ab Zelyra 0.1.43)
Mit layout: ViewName bettest du alle generierten CRUD-Ansichten (Listen-, Detail-, Formular- und Löschdialoge) automatisch in ein zuvor deklariertes Seitenlayout ein:
view AppShell {
html {
<html lang="de">
<body>
<nav><a href="/">Start</a> | <a href="/tasks">Aufgaben</a></nav>
<main>
<slot />
</main>
</body>
</html>
}
}
crud Task -> tasks {
title: "Aufgabenverwaltung"
layout: AppShell
view {
fields {
name
erledigt
}
}
}
Die generierte CRUD-Ressource übernimmt das Navigationsgerüst von AppShell, während alle Sicherheitsprüfungen, Rollen und CSRF-Tokens voll aktiv bleiben.
view-Block oder die fields-Deklaration im CRUD weglassen.
Ursache: Zelyra muss wissen, welche Spalten in den generierten Ansichten angezeigt werden sollen.UPDATE in einer action ohne WHERE id = :id ausführen.
Ursache: Aktionen beziehen sich immer auf den aktuell ausgewählten Datensatz mit :id.crud Name -> tabelle generiert eine vollständige, sichere Verwaltungsoberfläche.list, detail, form, delete) lassen sich flexibel anpassen.action) erweitern den Standard um individuelle Geschäftsregeln.kategorien.duplizieren, die eine Kopie der ausgewählten Aufgabe anlegt.Kombiniere Datenbank, Tabelle und CRUD zu einem vollständigen System:
database main {
engine: mariadb
database: "tasks_app"
}
table tasks {
id: Id primary auto
name: String(120) required
erledigt: Bool default false
}
crud Task -> tasks {
title: "Meine Aufgabenverwaltung"
view {
fields {
name
erledigt
}
list {
mode: cards
empty: "Grossartig! Alle Aufgaben sind erledigt."
}
detail {
mode: cards
title: "Aufgabe ansehen"
}
form {
mode: cards
title: "Aufgabe erfassen oder bearbeiten"
submit: "Aufgabe sichern"
}
delete {
title: "Aufgabe loeschen"
message: "Soll diese Aufgabe unwiderruflich entfernt werden?"
submit: "Loeschen"
}
}
}
fields ein ungültiger Spaltenname steht?action in einem CRUD-Block?auth-Block nativ bereitstellt.requires auth und permits geschützt werden.Sicherheit ist kein nachträgliches Add-on. Wer Passwörter im Klartext oder mit veralteten Algorithmen (wie MD5 oder SHA1) speichert, riskiert Datenschutz-Katastrophen. In Zelyra ist Authentifizierung fest in der Spracharchitektur verankert: Passwörter werden standardmäßig mit Argon2 gehasht, Sitzungs-Tokens werden kryptografisch geschützt und Routenrechte werden deklarativ geprüft.
Ein Authentifizierungsblock verbindet Benutzer, Sitzungen und Berechtigungen:
auth users {
table: users
sessions: auth_sessions
permissions: user_permissions
}
table users {
id: Id primary auto
email: Email required unique
password_hash: String(255) required
}
table auth_sessions {
id: Id primary auto
user: User required
token_hash: String(64) required unique
expires_at: Timestamp required
}
table user_permissions {
id: Id primary auto
user: User required
permission: String(100) required
}
Um eine Webroute nur für angemeldete Nutzer freizugeben, schreibst du einfach:
auth users {
table: users
sessions: auth_sessions
permissions: user_permissions
}
table users {
id: Id primary auto
email: Email required unique
password_hash: String(255) required
}
table auth_sessions {
id: Id primary auto
user: User required
token_hash: String(64) required unique
expires_at: Timestamp required
}
table user_permissions {
id: Id primary auto
user: User required
permission: String(100) required
}
page "/geheim" {
requires auth
html {
<h1>Nur fuer angemeldete Nutzer sichtbar!</h1>
}
}
Beispiel 1: Die Standardtabellen für Authentifizierung
auth users {
table: users
sessions: auth_sessions
permissions: user_permissions
}
table users {
id: Id primary auto
email: Email required unique
password_hash: String(255) required
active: Bool default true
}
table auth_sessions {
id: Id primary auto
user: User required
token_hash: String(64) required unique
expires_at: Timestamp required
}
table user_permissions {
id: Id primary auto
user: User required
permission: String(100) required
}
Beispiel 2: Geschützte Seite mit Rechteprüfung
auth users {
table: users
sessions: auth_sessions
permissions: user_permissions
}
table users {
id: Id primary auto
email: Email required unique
password_hash: String(255) required
active: Bool default true
}
table auth_sessions {
id: Id primary auto
user: User required
token_hash: String(64) required unique
expires_at: Timestamp required
}
table user_permissions {
id: Id primary auto
user: User required
permission: String(100) required
}
page "/dashboard" {
requires auth
permits "tasks.view"
html {
<h1>Aufgaben-Dashboard</h1>
<p>Du bist autorisiert.</p>
}
}
password_hash und stellt mit zelyra auth hash-password ein Hashing-Tool bereit.auth_sessions vergessen.
Ursache: Zelyra benötigt eine dedizierte Tabelle zur sicheren Token-Verwaltung.auth deklariert Benutzer, Sitzungen und Berechtigungen an einer zentralen Stelle.requires auth und optional permits "recht".zelyra auth hash-password./einstellungen mit requires auth.zelyra auth role-permission.Schütze die Aufgabenverwaltung vor unbefugtem Zugriff:
auth users {
table: users
sessions: auth_sessions
permissions: user_permissions
}
table users {
id: Id primary auto
email: Email required unique
password_hash: String(255) required
active: Bool default true
}
table auth_sessions {
id: Id primary auto
user: User required
token_hash: String(64) required unique
expires_at: Timestamp required
}
table user_permissions {
id: Id primary auto
user: User required
permission: String(100) required
}
page "/meine-aufgaben" {
requires auth
html {
<h1>Geschuetzter Aufgabenbereich</h1>
<p>Nur fuer authentifizierte Benutzer zugaenglich.</p>
}
}
auth_sessions?api definierst.GET, POST, PUT, DELETE) und Eingabe/Ausgabe typisiert werden.404 NotFound, 400 ValidationError) deklariert werden.zelyra doc --openapi).Moderne Software lebt nicht isoliert: Mobile Apps (iOS/Android), Frontend-Frameworks (Vue, React) oder Partnersysteme müssen mit deinem Backend kommunizieren. Bei herkömmlichen APIs veraltet die Dokumentation oft schon am Tag nach dem Release. In Zelyra ist die API-Definition der Code selbst: Jede Route, jedes Eingabefeld und jeder Fehlercode ist exakt typisiert – und die OpenAPI-Spezifikation wird daraus vollautomatisch abgeleitet.
Mit dem Schlüsselwort api deklarierst du einen Web-Endpunkt:
GET "/tasks/{id}"type TaskId = Id
table tasks {
id: TaskId primary auto
name: String required
}
api GET "/api/tasks/{id}" {
input {
id: TaskId
}
output Task
errors {
404 NotFound
}
}
fn main() {
print("API-Endpunkt definiert.")
}
Beispiel 1: Ein GET-Endpunkt mit Rückgabetyp
type TaskId = Id
table tasks {
id: TaskId primary auto
name: String required
}
api GET "/tasks/{id}" {
input {
id: TaskId
}
output Task
errors {
404 NotFound
}
}
fn main() {
print("GET API geprueft.")
}
Beispiel 2: Ein POST-Endpunkt zum Anlegen von Daten
type TaskId = Id
table tasks {
id: TaskId primary auto
name: String(100) required
}
api POST "/tasks" {
input {
name: String
}
output Task
errors {
400 ValidationError
}
}
fn main() {
print("POST API geprueft.")
}
Beispiel 3: OpenAPI-Dokumentation erzeugen Mit dem Befehl:
zelyra doc main.zyl --openapi
generiert Zelyra eine normgerechte openapi.json, die du direkt in Swagger-UI oder Postman importieren kannst.
output mit einem unbekannten Typen belegen.
Ursache: Zelyra prüft, ob der Datentyp (z. B. Task) als Tabelle oder Record existiert.api METHOD "/pfad" deklariert eine typsichere REST-Schnittstelle.input, output und errors beschreiben den Datenvertrag der Schnittstelle lückenlos.zelyra doc --openapi erzeugt OpenAPI-Spezifikationen direkt aus dem Quelltext.GET "/api/version", der einen Versions-String liefert.DELETE "/api/tasks/{id}" mit Fehlercode 404 NotFound.zelyra doc --openapi eine API-Dokumentation und untersuche die JSON-Ausgabe.Definiere die öffentliche Programmierschnittstelle unserer Aufgabenverwaltung:
type TaskId = Id
table tasks {
id: TaskId primary auto
name: String(120) required
erledigt: Bool
}
api GET "/api/tasks/{id}" {
input {
id: TaskId
}
output Task
errors {
404 NotFound
}
}
api POST "/api/tasks" {
input {
name: String
}
output Task
errors {
400 ValidationError
}
}
fn main() {
print("Aufgaben REST-API einsatzbereit.")
}
api-Deklaration?input-Block sendet?In diesem Kapitel lernst du:
zelyra fmt für einen einheitlichen Standard sorgt.Viele Programmiersprachen erlauben es, denselben Sachverhalt auf zehn verschiedene Arten auszudrücken – oft in ultrakompakten Einzeilern mit Sonderzeichen, die nach drei Monaten niemand mehr versteht. In großen Teams und langfristigen Projekten führt das zu enormen Wartungskosten. Zelyra folgt dem Grundsatz: Es gibt genau einen offensichtlichen, klaren Weg, eine Aufgabe zu lösen.
Lesbarkeit in Zelyra bedeutet:
prioritaet statt prio_lvl_fn()).zelyra fmt rückt jede Zeile exakt nach dem einheitlichen Zelyra-Standard ein.fn berechne_gesamtzeit(aufgaben_dauern: Int[]) -> Int {
mutable summe = 0
for dauer in aufgaben_dauern {
summe = summe + dauer
}
return summe
}
fn main() {
zeiten: Int[] = [15, 30, 45]
print(berechne_gesamtzeit(zeiten))
}
Beispiel 1: Selbsterklärende Funktionssignaturen
fn ist_aufgabe_ueberfaellig(frist_tage: Int) -> Bool {
return frist_tage < 0
}
fn main() {
print(ist_aufgabe_ueberfaellig(-2))
}
Beispiel 2: Verständliche Kontrollstrukturen
fn status_anzeige(status_code: Int) -> String {
match status_code {
1 => {
return "Neu"
}
2 => {
return "In Bearbeitung"
}
3 => {
return "Erledigt"
}
_ => {
return "Unbekannt"
}
}
}
fn main() {
print(status_anzeige(2))
}
a, x, tmp) benennen, deren Bedeutung unklar ist.
Ursache: Zelyra-Code soll wie verständliche Prosa gelesen werden können.zelyra fmt main.zyl aus – der Compiler formatiert alles automatisch.zelyra fmt garantiert einen einheitlichen, lesbaren Programmierstil im gesamten Projekt.zelyra fmt.Gestalte die Filterlogik unserer Aufgabenverwaltung maximal verständlich:
fn ist_dringend_und_offen(prioritaet: Int, erledigt: Bool) -> Bool {
ist_prioritaet_eins = prioritaet == 1
ist_noch_nicht_erledigt = !erledigt
return ist_prioritaet_eins && ist_noch_nicht_erledigt
}
fn main() {
print(ist_dringend_und_offen(1, false))
print(ist_dringend_und_offen(2, false))
}
_) Entwicklern und KIs bei der Codegenerierung helfen.--format json strukturierte Schnittstellen für Werkzeuge bieten.zelyra impact und zelyra edit automatisierte Code-Änderungen absichern.Die meisten Programmiersprachen wurden vor Jahrzehnten entwickelt – ausschließlich für menschliche Tastatureingaben. Wenn moderne KI-Assistenten Code in Python oder JavaScript schreiben, erfinden sie oft Methoden, verwechseln Typen oder übersehen Seiteneffekte. Zelyra wurde von Grund auf so entworfen, dass menschliche Entwickler und KI-Assistenten optimal zusammenarbeiten können.
Zelyra unterstützt KI-Entwicklung durch vier Schlüsselmerkmale:
--format json (z. B. zelyra check --format json), sodass KIs Fehlermeldungen direkt als strukturierte Daten erfassen._): Wenn du oder die KI nicht genau wissen, wie ein Wert berechnet wird, setzt man einen Unterstrich _ ein. Der Compiler meldet sofort exakt: Welcher Typ wird erwartet? Welche Variablen sind verfügbar? Welche Verträge gelten?zelyra impact): Zelyra berechnet vorab genau, welche Programmteile von einer Änderung betroffen sind.Beispiel 1: Typisierte Verträge leiten die KI fehlerfrei Durch Verträge weiß die KI ohne Raten, welche Randbedingungen gelten:
fn normalisiere_skala(wert: Int) -> Int
requires { wert >= 0 && wert <= 100 }
ensures { result >= 0 && result <= 10 }
{
return wert / 10
}
fn main() {
print(normalisiere_skala(85))
}
Beispiel 2: Maschinenlesbare Fehleranalyse Führt ein KI-Tool den Befehl:
zelyra check main.zyl --format json
aus, erhält es präzise JSON-Objekte mit exaktem Fehlercode, Zeile, Spalte und Lösungshinweis.
_) in Produktionscode belassen.
Ursache: Typed Holes sind Entwicklungshilfen. Vor dem finalen Kompilieren müssen alle _ durch gültigen Code ersetzt werden.zelyra check ungeprüft übernehmen.
Ursache: Nutze immer den Zelyra-Compiler als unbestechlichen Richter._ dienen als präzise Arbeitsaufträge an den Compiler und KI-Assistenten.--format json ermöglicht nahtlose Integration in moderne KI-Agenten und IDEs.zelyra check mit der Option --format json aus und studiere die Ausgabe.zelyra impact._ ein und beobachte die detaillierten Kontextinformationen des Compilers.Schreibe eine wohlstrukturierte Funktionssignatur mit Vertrag, die sich perfekt von einer KI vervollständigen lässt:
fn berechne_restzeit(ziel_stunde: Int, aktuelle_stunde: Int) -> Int
requires { ziel_stunde >= aktuelle_stunde }
ensures { result >= 0 }
{
return ziel_stunde - aktuelle_stunde
}
fn main() {
rest = berechne_restzeit(18, 14)
print(rest)
}
--format json-Option des Compilers?requires, ensures) einer KI beim Erzeugen von korrektem Code?Console, Database, Network, FileSystem, Process, Environment, Clock und Random.zelyra.toml beschränkt werden.In heutigen Ökosystemen wie npm (JavaScript) oder PyPI (Python) bindet man oft hunderte Bibliotheken von Drittanbietern ein. Wenn ein Paket manipuliert wird, kann es unbemerkt Passwörter auslesen, Dateien verschlüsseln oder Daten ins Internet funken. In Zelyra ist das unmöglich: Eine Funktion kann ohne ausdrückliche Deklaration von uses Network kein einziges Byte übers Netz senden – der Compiler verweigert den Dienst!
Stell dir Zelyras Capability-System wie ein Sicherheitsschloss vor:
uses FileSystem am Revers tragen.main(), was das gesamte Programm überhaupt darf!fn sichere_operation() {
// Diese Funktion hat KEINE Capabilities.
// Sie kann unmoeglich Schaden auf der Festplatte oder im Netzwerk anrichten!
print("Garantiert seiteneffektfrei.")
}
fn main() {
sichere_operation()
}
Beispiel 1: Saubere Deklaration von Umgebungsvariablen
fn lese_konfiguration(schluessel: String) -> Option<String>
uses Environment
{
return env(schluessel)
}
fn main() uses Environment {
print("Konfigurationszugriff erlaubt.")
}
Beispiel 2: Datenbankzugriff mit Capability
database main {
engine: mariadb
database: "tasks_db"
}
table tasks {
id: Id primary auto
name: String required
}
fn lade_daten() uses Database {
daten = sql<Task[]> {
SELECT id, name
FROM tasks
}
print("Datenbankzugriff gewaehrt.")
}
fn main() uses Database {
lade_daten()
}
a() die Funktion b() uses FileSystem aufruft, muss auch a() mit uses FileSystem versehen sein.zelyra.toml.
Ursache: Das Projekt manifestiert seine maximalen Rechte in der Konfiguration.uses Clock und uses Environment kombiniert.Isoliere die Berechtigungen in unserer Aufgabenverwaltung:
// 1. Reine Logik: KEINE Berechtigungen noetig
fn ist_bereit_fuer_export(anzahl_aufgaben: Int) -> Bool {
return anzahl_aufgaben > 0
}
// 2. I/O-Logik: Explizite Dateisystem-Berechtigung
fn fuehre_export_durch(datei: String, inhalt: String) uses FileSystem {
write_text(datei, inhalt)
print("Export vollzogen.")
}
fn main() uses FileSystem {
if ist_bereit_fuer_export(5) {
fuehre_export_durch("aufgaben.txt", "Aufgabe 1")
}
}
Keine Programmiersprache ist für jeden Zweck perfekt: C und Rust sind unschlagbar für Betriebssystemkerne, Python dominiert die Datenwissenschaft, JavaScript das Frontend. Wer aber moderne, datenbankgestützte Geschäftsanwendungen und Web-Backends bauen will, kämpft in diesen Sprachen oft mit historischem Ballast. Zelyra vereint das Beste aus diesen Welten.
| Merkmal | Python | PHP / Laravel | TypeScript / Node | Rust | Zelyra |
|---|---|---|---|---|---|
| Typisierung | Dynamisch | Dynamisch/Optional | Statisch (wird zu JS) | Statisch (sehr streng) | Statisch & Eindeutig |
| Null-Sicherheit | None-Crashes möglich |
null-Crashes möglich |
undefined-Crashes |
Absolut (Option) |
Absolut (Option) |
| SQL-Integration | ORM (Strings) | ORM (Eloquent) | ORM (Prisma/TypeORM) | Diesel/SQLx | Nativ & Typgeprüft |
| Verträge (Contracts) | Nein (nur assert) |
Nein | Nein | Dritt-Bibliotheken | Eingebaut (requires) |
| Sicherheits-Capabilities | Nein (Vollzugriff) | Nein (Vollzugriff) | Nein (Vollzugriff) | Nein | Eingebaut (uses ...) |
| KI-Werkzeugunterstützung | Mittel (Mehrdeutig) | Mittel | Mittel | Schwer für KIs | Nativ (JSON, Typed Holes) |
Vergleich: Wie Zelyra Fehler verhindert, die in anderen Sprachen passieren
In Python/JS (potenzieller Laufzeitabsturz bei null):
Ein unbemerkter fehlender Wert führt zum Servercrash: AttributeError: 'NoneType' object has no attribute 'title'.
In Zelyra (garantiert abgefangen zur Compilezeit):
fn zeige_titel(opt_titel: Option<String>) {
match opt_titel {
Some(t) => {
print("Titel: " + t)
}
None => {
print("Kein Titel vorhanden.")
}
}
}
fn main() {
zeige_titel(Some("Projekt X"))
zeige_titel(None)
}
sql<T[]>.Führe alle Kernstärken in einem prägnanten Ausschnitt zusammen:
database main {
engine: mariadb
database: "tasks_demo"
}
table tasks {
id: Id primary auto
name: String(100) required
erledigt: Bool default false
}
fn zaehle_offene() -> Int uses Database {
offene = sql<Task[]> {
SELECT id, name, erledigt
FROM tasks
WHERE erledigt = false
}
return len(offene)
}
fn main() uses Database {
anzahl = zaehle_offene()
print("Offene Aufgaben ermittelt.")
}
Option-Typ gegenüber Pythons None oder JavaScripts null?In diesem Kapitel lernst du:
Der größte Fehler von Anfängern (und unvorsichtigen Profis) ist es, sofort loszutippen, ohne den Datenfluss zu planen. Wer während des Programmierens merkt, dass ein zentrales Tabellenfeld oder eine Beziehung fehlt, muss oft Tage damit verbringen, bestehenden Code mühsam umzuschreiben. Zelyra belohnt gründliche Planung: Sobald dein table-Schema steht, leiten sich Formulare, Validierungen und APIs fast wie von selbst ab.
Jedes gute Softwareprojekt durchläuft vier Planungsphasen:
tasks mit name, prioritaet, ist_erledigt).table), dann die Logik (fn), dann die Webansichten (crud/page).Beispiel 1: Der erste Meilenstein – Das Datenmodell
database main {
engine: mariadb
database: "aufgaben_planer"
}
table tasks {
id: Id primary auto
name: String(100) required
prioritaet: Int default 2
erledigt: Bool default false
}
fn main() {
print("Planungsschritt 1: Schema steht.")
}
Beispiel 2: Planung der Geschäftslogik als reine Funktionen
fn validiere_frist(tage: Int) -> Bool {
return tage >= 0
}
fn main() {
print(validiere_frist(3))
}
zelyra check.required sind und welche leer sein dürfen (Option).requires, ensures).Führe alle Planungselemente der Aufgabenverwaltung zusammen:
database main {
engine: mariadb
database: "tasks_pro"
}
table tasks {
id: Id primary auto
name: String(120) required
prioritaet: Int default 1
erledigt: Bool default false
}
fn berechne_dringlichkeit(prioritaet: Int, verbleibende_tage: Int) -> String {
if prioritaet == 1 {
return "HOECHSTE PRIORITAET"
}
if verbleibende_tage <= 1 {
return "DRINGEND WEGEN FRIST"
}
return "NORMAL"
}
fn main() {
status = berechne_dringlichkeit(1, 5)
print("Architektur-Plan verifiziert: " + status)
}
table), Geschäftslogik (fn) und Darstellung (page, crud).Wenn Datenzugriff, Geschäftsregeln und HTML-Ausgabe wild durcheinandergewürfelt werden, entsteht unwartbarer Code. Wenn sich später das Datenbanklayout ändert, zerbricht plötzlich die Weboberfläche. Eine saubere Architektur zieht klare Trennlinien: Jede Schicht hat eine einzige Verantwortlichkeit.
Eine saubere Zelyra-Anwendung gliedert sich in drei klare Schichten:
table) und typisierte SQL-Abfragen.requires, ensures).crud, page) und REST-Endpunkte (api).// 1. Datenmodell
table tasks {
id: Id primary auto
name: String required
}
// 2. Geschäftslogik
fn formatiere_name(rohtext: String) -> String {
return "[AUFGABE] " + rohtext
}
// 3. Einstieg / Ablauf
fn main() {
print(formatiere_name("Server pruefen"))
}
Beispiel 1: Trennung von Logik und I/O
// Reine Rechenfunktion: Keine Capabilities noetig
fn berechne_prozent(wert: Int, max_wert: Int) -> Int
requires { max_wert > 0 && wert >= 0 }
{
return (wert * 100) / max_wert
}
// I/O-Funktion: Nutzt die Logik und gibt sie aus
fn main() {
prozent = berechne_prozent(45, 50)
print(prozent)
}
Beispiel 2: Strukturierung durch aussagekräftige Namen
table settings {
id: Id primary auto
app_name: String(60) required
}
fn zeige_systeminfo(name: String) {
print("System laeuft: " + name)
}
fn main() {
zeige_systeminfo("Zelyra Task Suite")
}
Implementiere das Schichtenmodell für unsere Aufgabenverwaltung:
database main {
engine: mariadb
database: "tasks_architecture"
}
// Schicht 1: Persistenz
table tasks {
id: Id primary auto
name: String required
erledigt: Bool default false
}
// Schicht 2: Geschaeftslogik
fn ist_aufgabe_wichtig(name: String, dringend: Bool) -> Bool {
return dringend
}
// Schicht 3: Anwendung / Ausfuehrung
fn main() uses Database {
wichtig = ist_aufgabe_wichtig("Steuern einreichen", true)
print("Aufgaben-Architektur geprueft.")
}
.env) verwaltet werden.env(schluessel) und die benötigte Fähigkeit uses Environment.Option<String>-Rückgabewert von env() sicher umgehst.Einer der schwersten Sicherheitsverstöße ist das Versehentliche Einchecken von Datenbank-Passwörtern oder geheimen API-Keys in öffentliche Git-Repositories. Zudem muss sich eine Anwendung in Entwicklung, Test und Produktion unterschiedlich verhalten (z. B. andere Datenbank-Hosts). Umgebungsvariablen trennen Code und geheime Konfiguration sauber voneinander.
In Zelyra greifst du über die Funktion env() auf Umgebungsvariablen zu.
Weil eine Variable in der Umgebung existieren kann oder fehlen kann, liefert env() immer ein Option<String> zurück:
fn lese_port() -> String uses Environment {
opt_port = env("APP_PORT")
match opt_port {
Some(p) => {
return p
}
None => {
return "8080"
}
}
}
fn main() uses Environment {
port = lese_port()
print("Server lauscht auf Port: " + port)
}
Beispiel 1: Datenbank-Host konfigurieren
fn hole_db_host() -> String uses Environment {
match env("DB_HOST") {
Some(host) => {
return host
}
None => {
return "127.0.0.1"
}
}
}
fn main() uses Environment {
print("Verbinde mit: " + hole_db_host())
}
Beispiel 2: Debug-Modus dynamisch abfragen
fn ist_debug_aktiv() -> Bool uses Environment {
match env("APP_DEBUG") {
Some(wert) => {
return wert == "true"
}
None => {
return false
}
}
}
fn main() uses Environment {
if ist_debug_aktiv() {
print("Debug-Modus ist AN")
} else {
print("Debug-Modus ist AUS")
}
}
.zyl-Dateien hineinschreiben.
Ursache: Nutze immer eine .env-Datei und lese sensible Werte mit env().env() ohne uses Environment aufrufen.
Ursache: Zelyras Sicherheitssystem schützt Systemumgebungen vor unbefugtem Zugriff.env(name) liefert ein Option<String> und erfordert uses Environment.USER_NAME aus und gib eine persönliche Begrüßung aus.hole_env_oder_standard(schluessel: String, standard: String) -> String.Schreibe den Konfigurations-Loader für unsere Aufgabenverwaltung:
fn lade_app_titel() -> String uses Environment {
match env("APP_TITLE") {
Some(titel) => {
return titel
}
None => {
return "Zelyra Aufgabenverwaltung 0.1"
}
}
}
fn main() uses Environment {
print("System gestartet: " + lade_app_titel())
}
Option-Typ zwingt dich, das Fehlen von Einstellungen elegant zu behandeln.env() zurück?zelyra doctor dein Projekt auf Herz und Nieren prüfst.Selbst bei sorgfältigster Programmierung läuft nicht immer alles auf Anhieb glatt. Vielleicht ist der Datenbankport blockiert, eine Konfiguration unvollständig oder eine Schleife berechnet unnötige Schritte. Wer planlos herumprobiert, verliert Stunden. Systematisches Debugging mit den passenden Zelyra-Werkzeugen führt dagegen in wenigen Minuten zur Lösung.
Zelyra gibt dir ein Schweizer Taschenmesser für die Fehlerdiagnose an die Hand:
zelyra check: Prüft Syntax, Typen, Berechtigungen und Verträge.zelyra doctor: Prüft die Systemumgebung, Datenbankverbindungen, Ports und Richtlinien.zelyra impact: Zeigt an, welche Funktionen durch eine geplante Änderung beeinflusst werden.zelyra doctor main.zyl
Wenn die MariaDB-Verbindung nicht erreichbar ist, meldet doctor sofort die Ursache, anstatt dich im Unklaren zu lassen.
Beispiel 1: Systematische Kontrollausgaben
fn berechne_summe(zahlen: Int[]) -> Int {
mutable summe = 0
for z in zahlen {
summe = summe + z
}
return summe
}
fn main() {
werte: Int[] = [10, 20, 30]
ergebnis = berechne_summe(werte)
print("Berechnetes Ergebnis:")
print(ergebnis)
}
Beispiel 2: Absicherung vor Endlosschleifen durch Invarianten
fn sichere_zaehlung(grenze: Int) -> Int
requires { grenze > 0 }
{
mutable i = 0
while i < grenze
invariant { i >= 0 }
{
i = i + 1
}
return i
}
fn main() {
print(sichere_zaehlung(10))
}
zelyra check und Ausgaben.zelyra.toml fehlen.
Ursache: Führe zelyra doctor aus, um Umgebungsfehler sofort zu erkennen.zelyra doctor ist der erste Schritt bei Verbindungsproblemen und Umgebungsfehlern.zelyra doctor für dein Aufgaben-Projekt aus.Baue einen internen Gesundheits-Check für die Aufgabenverwaltung:
fn fuehre_selbsttest_durch() -> Bool {
test_ok = 1 + 1 == 2
return test_ok
}
fn main() {
print("Starte System-Selbsttest...")
if fuehre_selbsttest_durch() {
print("[OK] System arbeitet einwandfrei.")
} else {
print("[FEHLER] Interner Systemfehler.")
}
}
doctor, check, impact) liefert schnelle Klarheit bei Fehlern.zelyra doctor?zelyra serve zuverlässig am Laufen hältst.Eine Software nützt niemandem, wenn sie nur auf dem Entwickler-Laptop läuft. Sie muss auf einem Server oder in der Cloud rund um die Uhr stabil erreichbar sein. In anderen Umgebungen erfordert das Deployment oft komplizierte Anleitungen mit PHP-FPM, Webserver-Vhosts und Prozessmanagern. Zelyra vereinfacht den Betrieb radikal: Eine einzelne Konfiguration und ein schlanker Container genügen.
Zelyra bringt seinen eigenen Hochleistungs-Webserver direkt mit:
zelyra serve src/main.zyl 0.0.0.0:8080
Für den professionellen Betrieb verpackst du dein Projekt in einen Docker-Container:
zelyra.toml.zelyra db apply aus und startet den Webserver.Beispiel 1: Produktionsreife Projektstruktur
# zelyra.toml
[package]
name = "aufgaben_produktion"
version = "1.0.0"
[capabilities]
database = true
filesystem = false
network = true
Beispiel 2: Saubere Hauptdatei für den Webbetrieb
database main {
engine: mariadb
database: "tasks_prod"
}
table tasks {
id: Id primary auto
name: String(120) required
fertig: Bool default false
}
page "/" {
html {
<h1>Zelyra Aufgabenverwaltung live</h1>
<p>Produktivsystem aktiv und sicher.</p>
}
}
Beispiel 3: Startbefehl für den Server Auf dem Produktionsserver genügt:
zelyra db apply src/main.zyl
zelyra serve src/main.zyl 0.0.0.0:80
zelyra db apply) vor dem Serverstart auszuführen.
Ursache: Neue Tabellen und Spalten müssen in der Datenbank existieren, bevor Anfragen eingehen.8080 nicht nach außen freigeben.
Ursache: Nutze im docker run-Befehl das Port-Mapping -p 8080:8080.zelyra serve startet den integrierten HTTP-Server ohne externe Webserver-Abhängigkeiten.zelyra db apply bringt das Produktivschema sicher auf den neuesten Stand.zelyra.toml sichern den Server vor Angriffen ab.zelyra serve main.zyl 127.0.0.1:3000.docker-compose.yml, die MariaDB und deine Zelyra-App verbindet.zelyra db plan und zelyra db apply aus.Führe alle Einstellungen für das finale Deployment zusammen:
database main {
engine: mariadb
database: "tasks_production"
}
table tasks {
id: Id primary auto
name: String(100) required
erledigt: Bool default false
}
page "/" {
html {
<html>
<body>
<h1>Aufgabenverwaltung - Produktivsystem</h1>
<p>System bereit fuer Benutzeranfragen.</p>
</body>
</html>
}
}
zelyra db apply vor dem Starten des Webservers ausgeführt werden?In diesem großen Finale lernst du:
Einzelne Code-Snippets zu verstehen ist eine Sache – eine echte, zusammenhängende Anwendung aus einem Guss zu bauen, ist die eigentliche Kunst der Softwareentwicklung. Dieses Abschlussprojekt beweist die Eleganz von Zelyra: In einer einzigen, übersichtlichen Datei entsteht eine datenbankgestützte, authentifizierte Webanwendung mit UI und REST-API, für die man in herkömmlichen Frameworks dutzende Dateien anlegen müsste.
Unsere Aufgabenverwaltung umfasst:
tasks), Benutzer (users), Sitzungen (auth_sessions) und Berechtigungen (user_permissions).auth users mit geschützten Routen und Argon2-Passwortschutz.requires, ensures) zur Prioritätsprüfung und Fortschrittsberechnung.database main {
engine: mariadb
database: "zelyra_tasks_app"
}
// ==========================================
// 1. AUTHENTIFIZIERUNG & BENUTZERVERWALTUNG
// ==========================================
auth users {
table: users
sessions: auth_sessions
permissions: user_permissions
}
table users {
id: Id primary auto
email: Email required unique
password_hash: String(255) required
active: Bool default true
}
table auth_sessions {
id: Id primary auto
user: User required
token_hash: String(64) required unique
expires_at: Timestamp required
}
table user_permissions {
id: Id primary auto
user: User required
permission: String(100) required
}
// ==========================================
// 2. AUFGABEN-DATENMODELL
// ==========================================
type TaskId = Id
table tasks {
id: TaskId primary auto
name: String(120) required
beschreibung: String(500)
prioritaet: Int default 2
erledigt: Bool default false
}
// ==========================================
// 3. GESCHÄFTSLOGIK MIT VERTRÄGEN
// ==========================================
fn berechne_erfolgsquote(erledigte: Int, gesamt: Int) -> Int
requires { gesamt > 0 && erledigte >= 0 && erledigte <= gesamt }
ensures { result >= 0 && result <= 100 }
{
return (erledigte * 100) / gesamt
}
fn prioritaet_label(stufe: Int) -> String {
match stufe {
1 => {
return "HOCH"
}
2 => {
return "MITTEL"
}
3 => {
return "NIEDRIG"
}
_ => {
return "NORMAL"
}
}
}
// ==========================================
// 4. WEBOBERFLÄCHE & CRUD-SCHNITTSTELLE
// ==========================================
crud Task -> tasks {
title: "Zelyra Aufgabenverwaltung"
view {
fields {
name
prioritaet
erledigt
}
list {
mode: cards
empty: "Keine Aufgaben vorhanden. Erstelle deine erste Aufgabe!"
}
detail {
mode: cards
title: "Aufgabendetails"
}
form {
mode: cards
title: "Aufgabe bearbeiten"
submit: "Aufgabe sichern"
}
delete {
title: "Aufgabe entfernen"
message: "Moechtest du diese Aufgabe wirklich loeschen?"
submit: "Jetzt loeschen"
}
}
action abschliessen {
label: "Als erledigt markieren"
confirm: "Aufgabe abschliessen?"
sql {
UPDATE tasks
SET erledigt = true
WHERE id = :id
}
success "Aufgabe erfolgreich abgeschlossen."
redirect "/tasks"
}
}
// ==========================================
// 5. REST-API ENDPUNKTE
// ==========================================
api GET "/api/tasks/{id}" {
input {
id: TaskId
}
output Task
errors {
404 NotFound
}
}
api POST "/api/tasks" {
input {
name: String
prioritaet: Int
}
output Task
errors {
400 ValidationError
}
}
// ==========================================
// 6. STARTSEITE
// ==========================================
page "/" {
html {
<html>
<head>
<title>Zelyra Aufgaben-System</title>
</head>
<body>
<h1>Zelyra Aufgabenverwaltung</h1>
<p>Das vollstaendige Abschlussprojekt ist einsatzbereit.</p>
<a href="/tasks">Zur Aufgabenuebersicht</a>
</body>
</html>
}
}
// ==========================================
// 7. EINSTIEGSPUNKT
// ==========================================
fn main() {
print("Zelyra Aufgabenverwaltung vollstaendig initialisiert.")
}
zelyra db apply ausgeführt zu haben.
Ursache: Die Tabellen in MariaDB müssen angelegt sein, bevor der Webserver Anfragen verarbeitet..env.
Ursache: Hinterlege DB_HOST, DB_USER und DB_PASSWORD in deiner Umgebungsdatei.zelyra check prüfbar und mit zelyra serve startbar.zelyra check und überprüfe, dass 0 Fehler auftreten.tasks um ein Feld faellig_am: Date und passe Formular und Ansichten an.zelyra db apply ein und lege die ersten echten Aufgaben über den Webbrowser an.Initialisiere das Projekt und starte es:
zelyra new task_manager --template minimal
cd task_manager
# Quellcode in src/main.zyl einfuegen
zelyra check src/main.zyl
zelyra serve src/main.zyl 0.0.0.0:8080
Öffne http://localhost:8080 – deine eigene Zelyra-Anwendung ist live!
Eine Programmiersprache ist ein lebendiges Ökosystem. Wer heute Zeit investiert, um Zelyra zu lernen, möchte sicher sein, dass die Sprache eine klare Zukunft hat, professionell weiterentwickelt wird und bestehender Code auch in kommenden Versionen lauffähig bleibt.
Die Entwicklung von Zelyra gliedert sich in Implementierungsphasen und Release-Meilensteine:
requires, ensures). (Abgeschlossen)sql<T>, Migrationen, Transaktionen, Dateisystem- und Zeit-Capabilities. (Abgeschlossen)page, html, form mit CSRF/XSS-Schutz, crud-Views, auth mit Argon2, api mit OpenAPI-Generierung, Typed Holes, JSON-Compilerdiagnostik. (Abgeschlossen)enum oder dynamisches import) sind in Phase 11/12 der Roadmap geplant.CHANGELOG.md im Zelyra-Repository.Überprüfe die installierte Version und den Zustand deines Systems:
zelyra --version
zelyra doctor
import-Anweisungen geplant?Programmieren lernt man nicht durch bloßes Lesen, sondern durch Machen. Dieses Buch hat dir das Fundament vermittelt – jetzt beginnt deine persönliche Reise als Entwickler. Mit Zelyra besitzt du eine moderne, sichere und zukunftsfähige Sprache, die dich bei jedem Schritt unterstützt.
table-Schema. Ein klares Datenmodell löst die Hälfte aller späteren Probleme.requires und ensures ab. Sie sind Dokumentation und Test in einem.Result und Option. Verbanne Ausreden für unkontrollierte Abstürze.--format json und Typed Holes _, um KI-Assistenten als produktive Co-Piloten einzusetzen.uses Clock und Rechnungs-Export als JSON.Herzlichen Glückwunsch! Du hast alle 10 Teile und 42 Kapitel von Zelyra lernen erfolgreich gemeistert. Du beherrschst die Grundlagen, das Typsystem, Fehlerbehandlung, Datenbanken, Webanwendungen, APIs und sichere Softwarearchitektur. Du bist jetzt bereit, eigene, robuste Anwendungen mit Zelyra zu erschaffen!
In einer typischen Businessanwendung wird dieselbe Information mehrfach beschrieben: einmal in der Datenbank, noch einmal im Backend, erneut im Formular und schließlich in der API. Zelyra versucht, daraus eine einzige nachvollziehbare Kette zu machen:
Tabelle → Typen → SQL → Formulare → CRUD → Webseite → API/OpenAPI
Eine Spalte wie diese:
email: Email?
sagt bereits:
SQL bleibt dabei echtes SQL. Zelyra zwingt niemanden, einen anspruchsvollen
JOIN in eine 38 Glieder lange Methodenkette zu verwandeln. SQL hat schon
genug erlebt.
Für Sprachbeispiele genügen:
curl;MariaDB wird erst für Datenbank-, Formularaktions-, Auth- und CRUD-Beispiele benötigt.
git clone https://github.com/sf1976/zelyra.git
cd zelyra
./install.sh
Der Installer ist wiederholbar und benutzerlokal. Optionen zur Kontrolle:
./install.sh --help
./install.sh --dry-run --root "$HOME/.local"
./install.sh --check
./install.sh --uninstall
Mit --no-rustup wird die automatische Rust-Installation deaktiviert,
--no-path unterdrückt PATH-Hinweise. Mit --root PATH oder
ZELYRA_INSTALL_ROOT lässt sich ein anderes benutzerbezogenes Ziel wählen.
Veraltete cargo-PATH-Einträge werden erkannt und nicht blind ausgeführt.
Veröffentlichte Releases für Linux x86_64 und Windows x86_64 können ohne Rust oder Cargo installiert werden. Das gewählte Archiv wird über HTTPS geladen und per SHA-256 geprüft:
./install.sh --release v0.3.0
Unter Windows steht install.ps1 für PowerShell und install.cmd für die
Eingabeaufforderung bereit:
git clone https://github.com/sf1976/zelyra.git
Set-Location zelyra
.\install.ps1
zelyra --version
Das Release-Archiv unter Windows:
.\install.ps1 -Release v0.3.0
Danach:
zelyra --version
zelyra --help
Wenn die Shell zelyra nicht findet:
export PATH="$HOME/.local/bin:$PATH"
Zelyra installiert Docker selbst nicht, verändert keine Betriebssystempakete und fordert keine Root-Rechte an. Für Container- und MariaDB-Workflows wird Docker mit Compose-Unterstützung benötigt:
Überprüfe die Docker-Umgebung vor dem ersten Start:
docker compose version
Ist Docker installiert, aber der Zugriff auf seinen Socket verweigert, meldet Zelyra einen sicheren Hinweis zur Linux-Gruppenmitgliedschaft (sudo usermod -aG docker $USER) statt der rohen Docker-Ausgabe. Auch Portkonflikte werden ohne Preisgabe von Zugangsdaten gemeldet.
Ein Update besteht aus zwei getrennten Teilen: Du aktualisierst den Zelyra-
Compiler im Compiler-Repository und prüfst danach dein eigenes
Anwendungsprojekt. Deine .zyl-Dateien, zelyra.toml und .env liegen in
deinem Anwendungsprojekt und werden durch install.sh nicht überschrieben.
Arbeite zuerst im Compiler-Repository. Prüfe lokale Änderungen, bevor du sie aktualisierst:
cd /pfad/zu/zelyra
git status --short
git pull --ff-only origin main
cargo check --workspace
./install.sh
zelyra doctor /pfad/zu/deinem-projekt/main.zyl --json
git pull --ff-only bricht ab, wenn du lokale Änderungen oder eine eigene
Historie hast. Sichere oder committe diese Änderungen zuerst und führe das
Update danach erneut aus. ./install.sh baut die aktuelle CLI-Version und
installiert sie mit cargo install --path cli --force erneut in deinem
Benutzerverzeichnis.
Die installierte Versionsnummer kannst du über zelyra --version oder den JSON-Bericht von doctor ablesen:
zelyra --version
zelyra doctor /pfad/zu/deinem-projekt/main.zyl --json
Datei hello.zyl:
fn main() {
print("Hallo von Zelyra")
}
Ausführen:
zelyra run hello.zyl
Ausgabe:
Hallo von Zelyra
Ein etwas ehrgeizigeres Beispiel:
fn fibonacci(n: Int) -> Int {
if n <= 1 {
return n
}
return fibonacci(n - 1) + fibonacci(n - 2)
}
fn main() {
print(fibonacci(10))
}
Ergebnis: 55. Der Rechner hat es geschafft. Wir dürfen fortfahren.
Das GitHub-Repository sf1976/zelyra ist das Compiler-Repository. Es enthält
Lexer, Parser, Runtime, Datenbank- und Webmodule sowie das CLI. Eine eigene
Anwendung ist ein davon getrenntes Verzeichnis. Du musst also nicht in der
Zelyra-Quelle arbeiten und solltest dort auch keine Zugangsdaten ablegen.
Der Projektstamm ist das Verzeichnis, in dem die Zelyra-Quelldatei und – wenn
vorhanden – zelyra.toml liegen. Der Speicherort ist frei wählbar, zum Beispiel
~/projekte/adressverwaltung oder C:\\Users\\Du\\Projekte\\adressverwaltung.
Voraussetzungen für die CLI-Installation sind Rust/Cargo oder ein Release-Archiv; für relationale Datenbankbefehle der externe mariadb-Client oder Docker. Das CLI bietet aktuell diese Projektbefehle:
zelyra new adressverwaltung
cd adressverwaltung
zelyra run main.zyl
Ein vorhandenes Verzeichnis initialisieren:
mkdir adressverwaltung
cd adressverwaltung
zelyra init
Für eine lokale MariaDB- und Webserver-Vorlage zelyra new maschinenverwaltung --mariadb verwenden:
zelyra new maschinenverwaltung --mariadb
cd maschinenverwaltung
Dadurch entstehen main.zyl, .env.example, Dockerfile und docker-compose.mariadb.yml sowie direkt eine geschützte .env mit sicheren Zufallspasswörtern.
Automatische Portvergabe bei Konflikten:
Sind die Standardports 3000 (Web) oder 3306 (MariaDB) auf dem Rechner belegt, ermitteln zelyra new, zelyra init und zelyra setup automatisch den nächsten freien Host-Port und tragen ihn in die neue .env ein. Mit den optionalen Flags --web-port <p>, --host-port <p> und --db-host-port <p> können Ports verbindlich vorgegeben werden.
zelyra setup bietet konsistente Einrichtungsaktionen sowohl über die Befehlszeile als auch über eine benutzerfreundliche Weboberfläche:
Aus einem MariaDB-Projektverzeichnis:
zelyra setup
zelyra setup --database
zelyra setup --schema
zelyra setup --all
zelyra setup --host-port 18080 --db-host-port 3308
zelyra setup: Legt eine geschützte .env an, wenn sie fehlt. Vorhandene .env-Dateien werden niemals überschrieben.zelyra setup --database: Startet die Docker-Compose-Dienste (MariaDB und Zelyra-App). Erkennt automatisch docker compose oder den Legacy-Befehl docker-compose.zelyra setup --schema: Startet die Umgebung und wendet das Schema aus main.zyl sicher an.zelyra setup --all: Führt alle Schritte vollautomatisch in einem Zug aus.zelyra setup --web)zelyra setup --web
Der Assistent bindet standardmäßig ausschließlich an 127.0.0.1:3030 und erzeugt eine sichere, einmalige URL mit einem Zufallstoken:
Zelyra setup web is running on http://127.0.0.1:3030/
open: http://127.0.0.1:3030/?token=<local-token>
3030 belegt, wählt der Assistent automatisch den nächsten freien Port (oder wird mit --port <port> fest vorgegeben).Ctrl+C den Assistenten.Nach dem Start prüft zelyra doctor den Status ohne destruktive Datenbankänderungen:
zelyra doctor main.zyl --env-file .env
Für ein vollständiges CRUD-Starterprojekt mit Geschäftslogik:
zelyra new maschinenverwaltung --template mariadb-crud
cd maschinenverwaltung
zelyra setup --all
Werte sind standardmäßig unveränderlich:
machine_name = "Presse 7"
capacity: Int = 120
active = true
Veränderung muss sichtbar sein:
mutable completed = 0
completed = completed + 1
Das verhindert versehentliche Änderungen. Der Compiler ist dabei nicht misstrauisch; er hat nur schon Dinge gesehen.
Wichtige Typen:
Int UInt Float Decimal Bool String Char Bytes
Timestamp Date Time Duration Email Url Uuid Money
Funktionen:
fn available_capacity(total: Int, reserved: Int) -> Int {
return total - reserved
}
Nominale IDs verhindern Verwechslungen:
type MachineId = Id
type OrderId = Id
Eine OrderId ist dadurch nicht automatisch eine MachineId, auch wenn beide
intern ähnlich aussehen. Fachlich falsch bleibt fachlich falsch.
Normale Typen sind nicht null. Ein möglicher fehlender Wert wird markiert:
email: Email?
Behandlung:
match email {
Some(value) => print(value)
None => print("Keine E-Mail hinterlegt")
}
Pattern Matching muss vollständig sein. Sonst erinnert dich der Compiler an den Fall, den der Freitagabend-Deploy vermutlich gefunden hätte.
Fehler werden als Teil der Funktionssignatur sichtbar. Der aktuelle Sprachkern
verwendet dafür Result<T, E> mit Ok oder Err:
fn load_number(found: Bool) -> Result<Int, String> {
if found {
return Ok(42)
}
return Err("nicht gefunden")
}
✅ MariaDB ist das Standardbackend und die primäre Runtime-Referenz. Die
generierte Compose-Vorlage verwendet mariadb:11; der Compiler erzwingt aber
keine konkrete MariaDB-Serverversion. Die Datenbankbefehle rufen den externen
mariadb-Client auf.
database main {
engine: mariadb
}
table departments {
id: Id primary auto
name: String(100) required unique
}
table machines {
id: Id primary auto
number: String(30) required unique
name: String(100) required
department: Department required
active: Bool default true
}
Zelyra erkennt die Beziehung zwischen Maschine und Abteilung. Daraus können Foreign Keys, Formulare und Auswahlfelder entstehen.
Typische Abbildung:
| Zelyra | MariaDB |
|---|---|
Id primary auto |
automatisch vergebene Primär-ID |
String(100) |
VARCHAR(100) |
String |
TEXT |
Email |
E-Mail-kompatible Textspalte |
Bool |
boolescher Datenbankwert |
Timestamp |
Zeitstempelwert |
Lege für die Anwendung eine eigene Datenbank und einen eigenen Benutzer an.
Verwende nicht den MariaDB-Account root für den laufenden Zelyra-Webserver.
Die folgenden Befehle werden als administrativer MariaDB-Benutzer ausgeführt;
das Passwort wird interaktiv abgefragt:
mariadb --host=127.0.0.1 --port=3307 --user=root --password
CREATE DATABASE `adressverwaltung`
CHARACTER SET utf8mb4
COLLATE utf8mb4_unicode_ci;
CREATE USER 'zelyra'@'127.0.0.1'
IDENTIFIED BY 'HIER_LOKALES_PASSWORT_EINTRAGEN';
GRANT SELECT, INSERT, UPDATE, DELETE, CREATE, ALTER, INDEX, REFERENCES
ON `adressverwaltung`.* TO 'zelyra'@'127.0.0.1';
SHOW GRANTS FOR 'zelyra'@'127.0.0.1';
CREATE DATABASE kann bei einer bereits vorhandenen Datenbank mit
IF NOT EXISTS wiederholbar gemacht werden. Die Rechte sind bewusst auf diese
Datenbank begrenzt; GRANT ALL ON *.* gehört nicht in einen Anwendungs-
Schnellstart. InnoDB ist die für Transaktionen und Fremdschlüssel erwartete
Storage-Engine. Die aktuelle Zelyra-SQL-Ausgabe setzt ENGINE=InnoDB jedoch
nicht selbst; kontrolliere und ergänze das SQL vor dem Anwenden, wenn deine
Servervorgaben es verlangen.
Für reine Lese- und normale CRUD-Operationen reichen die aufgeführten Rechte.
db apply --allow-destructive kann zusätzlich DROP-Rechte benötigen; erteile
sie nur bewusst und möglichst zeitlich begrenzt. db setup ist ein
Administratorvorgang, weil dabei die Datenbank selbst angelegt wird.
Lokal kann MariaDB bereits auf Port 3306 laufen. Die generierte Compose-Datei
veröffentlicht standardmäßig 127.0.0.1:3306. Wenn dieser Port belegt ist,
ändere die Zuordnung auf 127.0.0.1:3307:3306: außen ist dann 3307, im
Container bleibt MariaDB auf 3306. Von einem anderen Compose-Service ist der
Host der Servicename mariadb und der Port weiterhin 3306; vom Host ist es
127.0.0.1 plus der veröffentlichte Port.
Für das Beispiel erzeugt zelyra db create src/main.zyl derzeit sinngemäß:
CREATE TABLE IF NOT EXISTS `addresses` (
`id` BIGINT PRIMARY KEY NOT NULL AUTO_INCREMENT,
`first_name` VARCHAR(100) NOT NULL,
`last_name` VARCHAR(100) NOT NULL,
`street` VARCHAR(150) NOT NULL,
`postal_code` VARCHAR(10) NOT NULL,
`city` VARCHAR(100) NOT NULL,
`email` VARCHAR(255)
) ENGINE=InnoDB DEFAULT CHARACTER SET=utf8mb4 COLLATE=utf8mb4_unicode_ci;
Für MariaDB enthalten die erzeugten Tabellenaussagen
ENGINE=InnoDB DEFAULT CHARACTER SET=utf8mb4 COLLATE=utf8mb4_unicode_ci.
Damit sind sie für die dokumentierte MariaDB-Basis vollständig; sie bleiben
dennoch ein zu prüfender Schema-Vorschlag. Vor Änderungen an einer bestehenden
Datenbank weiterhin db plan lesen und das Risiko ausdrücklich bewerten.
Neben MariaDB kann das Schema-CLI derzeit auch SQLite und PostgreSQL
verarbeiten. Das Backend wird in der .zyl-Datei angegeben:
database main { engine: sqlite database: "adressverwaltung.sqlite3" }
database main { engine: postgres database: "adressverwaltung" }
Für SQLite verwendet DATABASE_URL das Schema sqlite:// oder sqlite:; für
MariaDB sind mariadb:// und der kompatible Name mysql:// gültig. Die
Schemaoperationen create, inspect, plan und apply berücksichtigen
Tabellen, Spalten, Foreign Keys und Indizes. db setup und db bootstrap
unterstützen für das automatische Anlegen derzeit MariaDB und SQLite; für
PostgreSQL verwendest du das gewünschte Schema mit db create, db inspect,
db plan und anschließend db apply.
export DATABASE_URL='sqlite:///tmp/adressverwaltung.sqlite3'
zelyra db bootstrap src/main.zyl
zelyra db inspect src/main.zyl
Die native SQL-Runtime wird weiterhin hauptsächlich mit MariaDB eingesetzt. Ein vorhandenes Schema-Backend ist daher nicht automatisch ein Beleg dafür, dass jede Runtime-Abfrage mit jedem Backend gleich funktioniert.
Zelyra verwendet keine Migrationsklassen. Die Quelldatei ist das gewünschte Schema; das CLI vergleicht dieses mit dem Ist-Zustand. Der aktuelle Ablauf ist:
zelyra check src/main.zyl.zelyra db create src/main.zyl.zelyra db inspect src/main.zyl.zelyra db plan src/main.zyl.zelyra db apply src/main.zyl.Die Verbindung kommt ausschließlich aus der Prozessumgebung:
export DATABASE_URL='mariadb://zelyra:HIER_LOKALES_PASSWORT_EINTRAGEN@127.0.0.1:3307/adressverwaltung'
⚠️ Zelyra lädt .env derzeit nicht automatisch. Eine .env ist eine
sichere lokale Ablage, aber die Variablen müssen vor dem CLI-Aufruf in die
Prozessumgebung gelangen. Siehe Abschnitt 16.
Schema-SQL anzeigen:
zelyra db create src/main.zyl > sql/addresses.generated.sql
Wenn du diese Datei nach der Kontrolle manuell um ENGINE=InnoDB und die
Zeichensatzklauseln ergänzt hast, wendest du genau diese Datei mit dem
MariaDB-Client an:
mariadb --host=127.0.0.1 --port=3307 --user=zelyra --password \
adressverwaltung < sql/addresses.generated.sql
zelyra db apply liest keine von dir bearbeitete SQL-Datei ein; es erzeugt
seinen Plan erneut aus der .zyl-Quelle. Verwende deshalb entweder den
unveränderten Zelyra-Plan oder den manuellen Clientweg – nicht beides blind
hintereinander.
Bedingt durch die aktuelle Implementierung kann db plan auch ohne
DATABASE_URL gegen ein leeres Schema planen. Für eine echte Bestandsaufnahme
und für db apply ist die Variable Pflicht:
zelyra db inspect src/main.zyl
zelyra db plan src/main.zyl
zelyra db apply src/main.zyl
Destruktive Änderungen werden abgelehnt, bis sie ausdrücklich freigegeben werden:
zelyra db apply src/main.zyl --allow-destructive
Dieses Flag bedeutet nicht „wird schon gutgehen“. Es bedeutet „ich habe den Plan gelesen, ein Backup und einen vernünftigen Puls“.
db setup und sein Alias db bootstrap versuchen bei MariaDB zuerst die
Datenbank anzulegen und wenden anschließend das generierte Schema an. Dafür
braucht DATABASE_URL administrative Rechte. Ein gewöhnlicher
Anwendungsbenutzer mit begrenzten Rechten sollte stattdessen db create
verwenden und die SQL-Schritte durch einen Administrator ausführen lassen.
❌ Nicht vorhanden sind zelyra db check sowie zelyra schema inspect,
zelyra schema plan und zelyra schema apply. Der tatsächlich vorhandene
Bereitschaftstest ist zelyra doctor src/main.zyl; er prüft statische Regeln,
Cargo, DATABASE_URL (wenn gesetzt) und den lokalen Webport.
Die folgenden Schritte verwenden überall dieselben Werte: das Verzeichnis
adressverwaltung, die Datei src/main.zyl, die Datenbank
adressverwaltung, den Benutzer zelyra und den Host-Port 3307.
Projektverzeichnis und Vorlage anlegen:
zelyra new adressverwaltung --mariadb
cd adressverwaltung
cp .env.example .env
In .env die Platzhalter setzen. Wichtig: Compose liest die
MARIADB_*-Werte beim Containerstart; Zelyra selbst liest nur
DATABASE_URL. Ändere für den Host-Port in der Compose-Datei die Bindung
auf 127.0.0.1:3307:3306 und verwende lokal 3307.
MariaDB starten:
docker compose -f docker-compose.mariadb.yml up -d mariadb
docker compose -f docker-compose.mariadb.yml ps
Als MariaDB-Administrator Datenbank und Benutzer vorbereiten; verwende das SQL aus Abschnitt 7 und nur ein lokales Platzhalterpasswort.
Die gültige Adressverwaltung als src/main.zyl speichern und prüfen:
zelyra check src/main.zyl
Die URL in die Prozessumgebung laden und die Verbindung testen. .env wird
von Zelyra nicht automatisch geladen:
set -a
. ./.env
set +a
zelyra doctor src/main.zyl --json
Das gewünschte SQL erzeugen und vor dem Einsatz lesen:
zelyra db create src/main.zyl > sql/addresses.generated.sql
sed -n '1,160p' sql/addresses.generated.sql
Ist-Schema und Plan ansehen:
zelyra db inspect src/main.zyl
zelyra db plan src/main.zyl
Nach manueller Prüfung anwenden:
zelyra db apply src/main.zyl
Eine Webanwendung starten. Für eine CRUD-Route braucht die Quelldatei
zusätzlich eine vom Server akzeptierte Webdefinition; crud allein ist
noch kein statischer Export:
zelyra serve src/main.zyl 127.0.0.1:3000
Unter Windows ersetze cp durch Copy-Item und lade Variablen beispielsweise
so in PowerShell:
Copy-Item .env.example .env
$env:DATABASE_URL = 'mariadb://zelyra:HIER_LOKALES_PASSWORT_EINTRAGEN@127.0.0.1:3307/adressverwaltung'
zelyra doctor src/main.zyl --json
Der Generator bindet in der ausgelieferten Compose-Vorlage standardmäßig Port
3306; 3307 ist dieses Handbuchs ein bewusst gewählter, kollisionsarmer
Host-Port. Passe die Compose-Portzeile an, bevor du den Schnellstart kopierst.
✅ SQL ist ein Sprachelement:
fn load_active_machines() -> Machine[]
uses Database
{
return sql<Machine[]> {
SELECT id, number, name, department_id, active
FROM machines
WHERE active = true
ORDER BY number
}
}
Parameter werden benannt und sicher gebunden:
fn load_machine(id: MachineId) -> Machine?
uses Database
{
return sql<Machine?> {
SELECT id, number, name, department_id, active
FROM machines
WHERE id = :id
}
}
Zelyra prüft, soweit das Schema bekannt ist:
Database-Capability.Schreibzugriff in einer Transaktion:
transaction {
sql {
UPDATE machines
SET active = false
WHERE id = :id
}
}
✅ Eine vollständige, sichere Webschicht mit typisierten Datenbindungen, Query-Steuerungen und Komponenten ist implementiert.
page "/machines/{name}" {
html {
<html>
<body>
<h1>Maschine {name}</h1>
<p>Sie läuft. Hoffentlich nicht weg.</p>
</body>
</html>
}
}
Start:
zelyra serve app.zyl
Dann beispielsweise:
http://127.0.0.1:3000/machines/Presse-7
Pfadwerte werden standardmäßig HTML-escaped. Der derzeitige Web Core umfasst GET-Routen, Pfadparameter, Query-String-Behandlung, HTTP-Parsing und HTML-Antworten.
View-Interpolationen werden vor dem Serverstart statisch validiert. Eine Seite kann Routenparameter nutzen, geladene Datensätze über typisiertes SQL abrufen und auf deren Felder geprüft zugreifen:
page "/customers/{name}" {
load customer = sql<Customer> {
SELECT id, name FROM customers WHERE name = :name
}
html { <h1>{customer.name}</h1> }
}
SQL wird gegen das Schema geprüft, Parameter werden sicher gebunden und Capabilities sowie Berechtigungen vorab erzwungen. Collections können mit einer typisierten serverseitigen Schleife gerendert werden:
page "/customers" {
load customers = sql<Customer[]> { SELECT id, name FROM customers }
html { <ul>for customer in customers { <li>{customer.name}</li> }</ul> }
}
Seiten können typisierte Query-Eingaben für ausdrückliches SQL deklarieren:
page "/customers" {
input { search: String? }
load customers = sql<Customer[]> {
SELECT id, name FROM customers
WHERE (:search IS NULL OR name LIKE CONCAT('%', :search, '%'))
ORDER BY name
}
html { <p>Suche: {search}</p> }
}
Für Page-Collections, die Suche, Filterung, Sortierung oder Pagination deklarieren, erzeugt Zelyra automatisch semantische Formulare und bewahrt den URL-Zustand:
page "/customers" {
search { name email }
sort { name }
paginated 25
filter { name quantity }
load customers = sql<Customer[]> { SELECT id, name, quantity FROM customers }
html {
<p>Seite: {page} von {pages} (Gesamt: {total})</p>
<p>Sortierung: {sort} ({order})</p>
}
}
search { name email }: Der Compiler prüft die Whitelist der durchsuchbaren Felder. Suchbegriffe werden sicher parametrisiert als LIKE-Bedingungen gebunden.sort { name }: Akzeptiert nur deklarierte Ergebnisfelder, order nur asc oder desc (z. B. /customers?sort=name&order=desc).paginated 25: Validiert page als positive Ganzzahl, nutzt parametrisiertes LIMIT/OFFSET und stellt page, pages und total als UInt-Werte bereit.filter { ... }: Unterstützt typisierte Operatoren: Textfelder unterstützen eq, contains, starts_with, ends_with und Null-Checks; numerische Felder zusätzlich gt, gte, lt, lte. Beispiele: /customers?filter_name__contains=Acme oder /customers?filter_quantity__gte=10. Unbekannte Felder und ungültige Werte werden mit kontrolliertem HTTP 400 beantwortet.Ein benannter View bietet ein wiederverwendbares Seiten-Layout. Er deklariert Slots, in die Seiteninhalte eingefügt werden:
view SiteShell {
html {
<html><body><main><slot /></main></body></html>
}
}
page "/customers" {
view: SiteShell
html { <h1>Customers</h1> }
}
Typisierte Komponenten deklarieren Eigenschaften mit props:
component Badge {
props { text: String }
html { <span class="badge">{text}</span> }
}
page "/status" {
html { <Badge text="Ready" /> }
}
Komponenten unterstützen Default-Slots und benannte Slots mit Fallback-Inhalten:
component Panel {
html {
<section class="panel">
<header><slot name="header">Standard-Kopfzeile</slot></header>
<div class="body"><slot /></div>
</section>
}
}
page "/dashboard" {
html {
<Panel>
<slot name="header"><h1>Mein Dashboard</h1></slot>
<p>Hauptinhalt des Panels.</p>
</Panel>
}
}
Hinweis: Verschachtelte Komponenten-Slots innerhalb einer Komponentenverwendung benötigen nicht fälschlich ein übergeordnetes Seiten-view:-Layout.
✅ Formulare können Regeln aus Tabellen übernehmen:
form MachineCreate -> machines {
fields {
number
name
department
active
}
}
Explizite Definition:
form ContactForm {
field email: Email {
label: "E-Mail"
required
max: 255
widget: email
}
}
Werte ohne Server prüfen:
zelyra form validate examples/customer_form.zyl CustomerCreate \
name="Muster GmbH" email=info@example.test
Mit zelyra serve stellt Zelyra das Formular unter /forms/FormName bereit.
GET rendert das Formular samt CSRF-Token; POST prüft Token und Werte.
Eine Aktion:
form CustomerCreate -> customers {
fields { name email }
action save {
requires auth
permits "customers.save"
sql {
INSERT INTO customers (name, email)
VALUES (:name, :email)
}
redirect "/customers"
}
}
Formularaktionen können eine eigene Autorisierung deklarieren. Die Berechtigung wird beim Anzeigen des Formulars und erneut vor dem Absenden geprüft.
✅ Der kurze Fall ist erfreulich kurz:
crud Machine -> machines
Konfiguriert:
crud Machine -> machines {
title: "Maschinen"
list { number name department active }
search { number name }
filter { department active }
}
Zelyra stellt Listen, Details, Create/Edit-Formulare, Suche, Filter, Sortierung, Pagination und eine CSRF-geschützte Löschaktion bereit. Spalten werden gegen das Schema geprüft.
Beispiele für URLs:
/machines
/machines?search=Presse
/machines?filter_active=true
/machines?sort=number&order=asc
/machines/new
/machines/42/edit
layout: ViewName)CRUD-Definitionen können über das Attribut layout: ViewName in das globale Seitenlayout eingebunden werden:
view AppLayout {
html {
<html>
<head><title><slot name="title">Verwaltung</slot></title></head>
<body>
<nav><slot name="nav">Standard-Navigation</slot></nav>
<main><slot name="content" /></main>
<aside><slot name="actions" /></aside>
</body>
</html>
}
}
crud Machine {
table machines
layout: AppLayout
}
Das System befüllt die benannten Slots title, nav, content und actions automatisch mit den generierten CRUD-Ansichten.
Erzeugte CRUD- und Tableview-Steuerungen verwenden semantische Fieldsets und getrennte Beschriftungen für Operator und Wert jedes Filters. Filterverarbeitung und bewahrte Pagination-URLs verwenden eine deterministische Reihenfolge.
🗺️ Vollständig eigene typisierte Komponenten und feingranulare View-Overrides sind Teil der weiteren View-Roadmap.
🧪 Die aktuelle CRUD-Schicht lässt sich innerhalb der sicheren Standardpfade gezielt anpassen. Eine Listenansicht kann beispielsweise als Kartenansicht erscheinen, ohne Suche, Filter, Sortierung, Pagination, Escaping oder Berechtigungsprüfung zu verlieren:
crud Customer -> customers {
view {
list {
mode: cards
empty: "Keine Kunden gefunden."
}
detail {
mode: cards
title: "Kundendetails"
}
form {
mode: cards
title: "Kundenformular"
submit: "Kunden speichern"
}
delete {
title: "Kunden löschen"
message: "Dieser Vorgang kann nicht rückgängig gemacht werden."
submit: "Jetzt löschen"
}
loading { message: "Kunden werden geladen ..." }
error {
title: "Kunden nicht verfügbar"
message: "Bitte später erneut versuchen."
}
}
}
Für den häufigen Fall kann ein gemeinsames Feldprofil die erzeugte Liste, Detailansicht sowie Create-/Edit-Formulare einheitlich steuern:
crud Customer -> customers {
view {
fields { name email active }
}
}
Ein explizites list { ... } bleibt eine Überschreibung für Liste/Detail.
Primärschlüssel und automatisch erzeugte Felder bleiben in Formularen
automatisch ausgeschlossen; unbekannte Profilfelder weist der Compiler zurück.
Wenn die technische id-Spalte in fields ausgeblendet ist (wie im obigen
Beispiel mit name email active), verlinkt Zelyra in generierten CRUD-Listen
automatisch das erste angezeigte Feld (name) mit der Detailseite des
Datensatzes. Das gilt sowohl für Tabellen- als auch für Kachel-Layouts.
Eigene fachliche Aktionen bleiben POST-only, parametrisiert und geschützt:
crud Customer -> customers {
action deactivate {
label: "Kunden deaktivieren"
confirm: "Diesen Kunden wirklich deaktivieren?"
permits "customers.edit"
sql {
UPDATE customers
SET active = false
WHERE id = :id
}
success "Kunde deaktiviert."
redirect "/customers"
}
}
Die Laufzeit erzwingt für solche Aktionen Datenbank-Capability, CSRF-Schutz, Authentifizierung und die deklarierte Berechtigung. Aktionen können zusätzlich typisierte Felder, eine Bestätigungsseite sowie eigene Erfolgs- und Fehlerseiten erhalten. Das ist eine Erweiterung der vorhandenen CRUD-Runtime, kein frei programmierbarer Frontend-Generator.
Für reversible Löschungen gibt es eine Soft-Delete-Konfiguration:
table customers {
id: Id primary auto
name: String(100) required
deleted_at: Timestamp?
}
crud Customer -> customers {
soft_delete { column: deleted_at }
}
Normale Listen und Details zeigen nur Zeilen mit NULL; archivierte Datensätze
sind über ?archived=true erreichbar und können über eine CSRF-geschützte
Restore-Aktion wiederhergestellt werden. Endgültiges Löschen,
Aufbewahrungsregeln und Massenarchivierung sind weiterhin geplant.
Wenn eine Auth-Definition eine Audit-Tabelle angibt, schreiben CRUD-Erstellen, Ändern, Löschen, Archivieren, Wiederherstellen und eigene Aktionen ihre Ereignisse in derselben MariaDB-Transaktion. Passwörter, Tokens, Geheimnisse und Hashes werden aus Änderungsdetails entfernt.
🧪 Zelyra unterstützt Argon2-Login, persistente MariaDB-Sessions, Logout, Routenschutz und datenbankgestützte Berechtigungsprüfungen. Fünf Fehlversuche für dieselbe normalisierte E-Mail-Adresse innerhalb von 15 Minuten lösen eine 60-sekündige HTTP-429-Sperre aus. Ein erfolgreicher Login rotiert das vorherige Session-Token dieses Browsers und entwertet es.
Jedes schreibende Browserformular benötigt sein CSRF-Token sowie einen
gleichursprünglichen Origin- oder Referer-Header, der zu Host und dem
effektiven Schema der Anfrage passt. Fehlende, fehlerhafte oder fremde Angaben
werden abgelehnt. Ein aus einem anderen Browser kopiertes Token reicht somit
nicht für eine Website-übergreifende Formularanfrage. Schreibende API-Anfragen
mit Browser-Origin-Angaben durchlaufen dieselbe Prüfung; Website-übergreifender
API-Zugriff ist nur für einen exakt in der CORS-Richtlinie freigegebenen Origin
möglich. API-Anfragen mit Browser-Origin-Angaben oder Browser-Session-Cookie
durchlaufen diese Prüfung ebenfalls. Das gilt auch für GET, weil Handler
noch nicht statisch auf schreibgeschütztes Verhalten beschränkt sind.
Website-übergreifende API-Aufrufe sind nur für einen exakt in der CORS-Richtlinie
freigegebenen Origin möglich; mit Session-Cookie muss CORS zusätzlich
Credentials erlauben. Das aktuelle CSRF-Token gilt pro Prozess und wird noch
nicht einzeln pro Session gespeichert; deshalb sind diese Origin-Prüfungen ein
notwendiger Bestandteil des Schutzes.
Der Zelyra-Server spricht derzeit ausschließlich unverschlüsseltes HTTP.
Schalte ihm einen vertrauenswürdigen TLS-terminierenden Proxy vor, bevor die
Anwendung außerhalb eines lokalen Entwicklungsrechners erreichbar ist. Der
Proxy muss den öffentlichen Host erhalten, X-Forwarded-Proto mit dem
tatsächlichen externen Schema überschreiben und direkten öffentlichen Zugriff
auf den Anwendungsport verhindern. Zelyra verwendet den Header für die Prüfung
des effektiven Origins und setzt bei HTTPS das Cookie-Attribut Secure.
Vertraue an einer öffentlich erreichbaren Proxy-Grenze niemals ungeprüften,
vom Client gelieferten Forwarded-Headern.
Zusätzlich prüft der Server jeden vorhandenen Host-Header gegen
ZELYRA_ALLOWED_HOSTS. Der Standard erlaubt nur localhost, 127.0.0.1 und
[::1]; das verhindert unter anderem DNS-Rebinding über frei gewählte Hosts.
Mehrfach vorhandene sicherheitsrelevante Request-Header wie Host, Origin,
Referer, Cookie und Authorization werden abgelehnt, damit keine
mehrdeutige Auswertung entsteht. Die Antwort-Policy Referrer-Policy: same-origin ermöglicht gleichursprünglichen API-GETs diesen Nachweis, sendet
aber keine Referrer-Informationen an andere Origins.
Für eine eigene Domain oder einen LAN-Host muss der tatsächliche Hostname
explizit in der kommagetrennten .env-Einstellung ergänzt werden. Es werden
keine Schemes, Ports oder Wildcards akzeptiert. Prozessumgebung hat Vorrang
vor Projekt-.env und Standardwert. Die Allowlist ersetzt weder TLS noch die
Origin-/CSRF-Prüfung.
Einen Wert für die erforderliche Spalte password_hash mit der CLI erzeugen.
Der interaktive Befehl schaltet die Passwortanzeige aus und verlangt eine
Bestätigung:
zelyra auth hash-password
Für bewusste Automatisierung eine Passwortzeile mit --stdin übergeben. Echte
Passwörter nicht als Kommandoargument verwenden und erzeugte Hashes nicht in
die Versionsverwaltung übernehmen:
printf '%s\n' 'dieses-passwort-aendern' | zelyra auth hash-password --stdin
auth users {
table: users
permissions: user_permissions
roles: user_roles
role_permissions: role_permissions
}
page "/admin" {
requires auth
permits "machines.manage"
html {
<h1>Maschinenverwaltung</h1>
}
}
Die optionale Tabelle permissions enthält user_id und permission für
direkte Vergaben. Rollengruppen werden mit roles und role_permissions
aktiviert: Die erste Tabelle enthält user_id und role, die zweite role
und permission. Effektive Berechtigungen sind die Vereinigung direkter
Vergaben und aller Berechtigungen aus den Rollen des Benutzers. In der
integrierten Administrationsansicht übermittelt auch das Formular zum Entziehen
von Berechtigungen das korrekte CSRF-Token und entfernt Berechtigungen
zuverlässig.
Dieselben Schutzregeln sichern typisierte API-Handler:
api GET "/api/machines/{id}" {
handler get_machine
requires auth
permits "machines.view"
input { id: MachineId }
output Machine
errors { 404 NotFound }
}
Fehler bei geschützten APIs verwenden JSON mit code und message. Ein
Handler kann Err("NotFound") zurückgeben, um den passenden Status aus dem
deklarierten errors-Block zu wählen; nicht deklarierte Fehler führen zu 500.
JSON-Arrays können an typisierte Felder wie Int[] oder MachineId[] gebunden
werden. Verschachteltes JSON wird über deklarierte Records modelliert:
struct Address { city: String }
struct CustomerInput { name: String address: Address }
api POST "/customers" {
handler echo_customer
input { customer: CustomerInput }
output CustomerInput
}
Unbekannte Record-Felder und fehlende Pflichtfelder werden abgelehnt. Im
Sprachkern unterstützen Arrays Literale, Indexzugriff, len, append,
contains, first, last und Verkettung mit +. Record-Literale und
geprüfter Feldzugriff stehen für verschachtelte Werte zur Verfügung:
customer = CustomerInput {
name: "Anna"
address: Address { city: "Berlin" }
}
print(customer.address.city)
Die Array-Iteration verwendet for ... in; die Schleifenvariable ist
unveränderlich und nur im Schleifenkörper sichtbar. break und continue
werden unterstützt.
Einen mit Browsern und Node kompatiblen TypeScript-Client aus denselben API-Deklarationen erzeugen:
zelyra doc examples/api_records.zyl --typescript > customer-client.ts
Der erzeugte Client verwendet die standardmäßige fetch-API, enthält
deklarierte Records und Tabellen als TypeScript-Typen und behandelt
Pfad-/Query-Parameter, JSON-Bodies, Bearer-Tokens, Response-Typen und
HTTP-Fehler. Deklarierte API-Fehlernamen sind über ZelyraApiErrorCode
verfügbar; ZelyraApiError.fromResponse liest Status, Code und Servermeldung
aus und bewahrt den unveränderten Response-Body auf.
API-Fehler können zusätzlich einen geprüften Payload enthalten. Der Payload-
Typ wird nach einem Doppelpunkt angegeben und muss dem Fehlertyp im Result
des Handlers entsprechen:
struct ValidationProblem {
field: String
message: String
}
api POST "/customers/validate" {
handler validate_customer
output Result<String, ValidationProblem>
errors { 422 ValidationError: ValidationProblem }
}
Die Antwort behält error.code und error.message und ergänzt den
serialisierten Payload als error.details. OpenAPI enthält das Details-Schema;
der erzeugte Client stellt es über ZelyraApiErrorPayloads und das generische
Feld ZelyraApiError.details bereit. Bestehende ungetypte API-Fehler bleiben
kompatibel.
Browserzugriff ist standardmäßig deaktiviert. Wenn ein separates Frontend eine API aufrufen soll, werden exakte Origins in der Projektkonfiguration freigegeben:
[web]
allowed_origins = ["http://localhost:5173"]
allow_credentials = false
Zelyra beantwortet API-OPTIONS-Preflight-Anfragen automatisch und fügt
CORS-Header nur bei deklarierten API-Routen hinzu. Wildcard-Origins werden
abgelehnt; CORS umgeht weder Authentifizierung noch Berechtigungen. Aktiviere
Credentials nur für benötigte Browser-Session-Cookies; der Client muss dann
zusätzlich credentials: "include" verwenden.
Eine Origin muss mit http:// oder https:// beginnen. Pfade, Query-Strings,
Fragmente, Wildcards und ein abschließender Slash sind nicht erlaubt. Erlaubte
Antworten erhalten Access-Control-Allow-Origin und Vary: Origin; bei
aktivierten Zugangsdaten kommt Access-Control-Allow-Credentials: true hinzu.
Eine Preflight-Antwort liefert HTTP 204 mit den erlaubten Methoden und
angeforderten Headern. Verbotene Origins oder Methoden werden als strukturierte
JSON-Fehler beantwortet; bei einem Methodenfehler enthält die Antwort den
Allow-Header.
Ein ausgeblendeter Button ist keine Sicherheitsgrenze. Berechtigungen müssen serverseitig an der Aktion geprüft werden. Der Browser ist kreativ, besonders wenn man ihm vertraut.
API-Bodies für Methoden außer GET und DELETE dürfen aktuell
application/json oder application/x-www-form-urlencoded verwenden.
Nicht unterstützte Medientypen liefern HTTP 415 als strukturierten JSON-Fehler.
JSON-Bodies müssen ein Objekt sein; anschließend wird jedes deklarierte Feld
in den Zelyra-Typ umgewandelt und geprüft.
Der HTTP-Parser prüft Content-Length, liest vollständige Bodies auch über
mehrere Netzwerk-Reads ein und begrenzt Request-Bodies auf 1 MiB. Header sind
auf 64 KiB begrenzt. Ein zu großer Body wird vor dem Handler mit HTTP 413
abgelehnt.
Alle HTML-, JSON-, Redirect-, Fehler- und Preflight-Antworten erhalten diese sicheren Standard-Header:
X-Content-Type-Options: nosniff
X-Frame-Options: DENY
Referrer-Policy: same-origin
Diese Defaults ersetzen weder TLS noch Authentifizierung, Autorisierung, CSRF-Schutz oder eine geeignete Content-Security-Policy.
🧪 Rollen und Rollenberechtigungen können mit den vorhandenen CLI-Befehlen
gepflegt werden, wenn die auth-Definition die Tabellen dafür konfiguriert:
auth users {
table: users
sessions: auth_sessions
permissions: user_permissions
roles: user_roles
role_permissions: role_permissions
audit: auth_audit_log
admin_path: "/admin/access"
admin_permission: "auth.manage"
admin_role: admin
}
DATABASE_URL='mariadb://user:passwort@127.0.0.1:3306/app' \
zelyra auth role grant app.zyl 42 manager
DATABASE_URL='mariadb://user:passwort@127.0.0.1:3306/app' \
zelyra auth role-permission grant app.zyl manager customers.edit
revoke entfernt die jeweilige Zuordnung wieder. Die Befehle binden Werte als
SQL-Parameter und prüfen zunächst das Projektschema. Verwende für echte
Passwörter niemals den Platzhalter direkt aus diesem Beispiel.
Mit audit: auth_audit_log lassen sich Authentifizierungs-, Rollen- und
CRUD-Ereignisse untersuchen oder exportieren:
DATABASE_URL='mariadb://user:passwort@127.0.0.1:3306/app' \
zelyra audit inspect app.zyl --limit 100
DATABASE_URL='mariadb://user:passwort@127.0.0.1:3306/app' \
zelyra audit export app.zyl --format json > audit.json
zelyra audit verify app.zyl
Für eine sichtbare Manipulationserkennung kann die Verkettung aktiviert werden:
auth users {
table: users
audit: auth_audit_log
audit_chain: true
}
Die Audit-Tabelle benötigt dann id, previous_hash und entry_hash,
üblicherweise String(64). Zelyra verwendet kleingeschriebene SHA-256-
Hexwerte. Der Hash bezieht sich auf die kanonische, mit | getrennte Folge
previous_hash|actor_user_id|event|target_user_id|details|created_at.
zelyra audit verify prüft Verknüpfungen und Hashes. Das Bereinigen ist für
verkettete Protokolle absichtlich deaktiviert, weil das Löschen eines Eintrags
die Kette brechen würde. Nicht verkettete alte Einträge können dagegen mit
zelyra audit prune ... --before ... --confirm kontrolliert entfernt werden.
Eine optionale Browser-Administrationsseite wird durch admin_path,
admin_permission und admin_role aktiviert. Sie kann Benutzer, Passwörter,
Aktivierung, Rollen und Rollenberechtigungen verwalten; die Formulare sind
CSRF-geschützt. Der Schutz des letzten aktiven Administrators bleibt aktiv.
✅ Externe Fähigkeiten werden sichtbar deklariert:
fn load_machines() -> Machine[]
uses Database
{
return sql<Machine[]> {
SELECT id, number, name FROM machines
}
}
Bekannte Capabilities:
Database Network FileSystem Environment Process Clock Random Console
Aufrufende Funktionen müssen benötigte Capabilities weiterführen. Projekte
können sie in zelyra.toml freigeben:
[capabilities]
database = true
network = false
Statische Prüfung und Runtime-Durchsetzung an Funktions-, nativen SQL-, Formular-, CRUD- und Authentifizierungs-Datenbankgrenzen sind bei vorhandenen Projektfreigaben implementiert. Eine vollständige Betriebssystem-Sandbox für alle Capabilities ist noch nicht vorhanden.
Zwei sichere Host-APIs sind implementiert:
fn runtime_timestamp() -> Timestamp uses Clock {
return now()
}
fn configured_mode() -> String? uses Environment {
return env("ZELYRA_MODE")
}
now() benötigt Clock und liefert Unix-Epoch-Millisekunden. env(name) benötigt Environment und liefert String?; eine fehlende Variable wird zu None. Werte werden nicht automatisch protokolliert oder veröffentlicht. Die Netzwerk-, Datei-, Prozess- und Zufalls-APIs sind implementiert, benötigen aber jeweils eigene Ressourcenfreigaben und bleiben in ihrer ersten Fassung bewusst eingeschränkt.
Die Random-Capability erzeugt sichere Ganzzahlen:
fn dice_roll() -> Int uses Random {
return random_int(1, 6)
}
Der Bereich ist auf beiden Seiten inklusiv. Ungültige Bereiche führen zu einem Runtime-Fehler; Zufallswerte werden nicht implizit ausgegeben. Prozessausführung ist nur über die folgende, ausdrücklich begrenzte API verfügbar.
Die erste Network-Host-API ist http_get:
fn load_status(url: String) -> String uses Network {
return http_get(url)
}
Projekte verwenden eine exakte Host-Allowlist und begrenzte Ressourcen:
[network]
allowed_hosts = ["127.0.0.1:8080", "api.example.com"]
timeout_ms = 5000
max_response_bytes = 1048576
Ohne [network] sind in einem Projekt keine Hosts erlaubt. Der Transport
unterstützt http:// und https://; die Zertifikatsprüfung über Rustls ist
standardmäßig aktiviert. Es werden keine Redirects verfolgt und nur
erfolgreiche UTF-8-GET-Response-Bodies innerhalb der konfigurierten Grenzen
geliefert. Der Helper http_get bleibt die einfache GET-Komfort-API; für
Request-Header, Request-Bodies oder den Response-Status wird http_request
verwendet.
Typisierte Anfragen verwenden http_request:
fn create_customer(url: String) -> HttpResponse uses Network {
return http_request(
"POST",
url,
["Content-Type: application/json"],
Some("{\"name\":\"Anna\"}")
)
}
Die Methode akzeptiert GET, POST, PUT, PATCH, DELETE und HEAD.
Header sind Strings im Format Name: value, der Body ist String?. Das
typisierte Ergebnis enthält status: Int, headers: String[] und
body: String. GET- und HEAD-Anfragen dürfen keinen Body enthalten.
JSON-Werte können in geprüfte Zelyra-Werte umgewandelt werden und umgekehrt. Records und verschachtelte Felder werden gegen das deklarierte Schema geprüft:
struct Customer { name: String tags: String[] nickname: String? }
fn decode_customer(body: String) -> Customer {
return json_decode<Customer>(body)
}
fn encode_customer(customer: Customer) -> String {
return json_encode(customer)
}
json_decode<Typ>(text) benötigt genau ein Zieltypargument und unterstützt
Records, verschachtelte Records, Arrays, Optionen und Skalarwerte.
json_encode serialisiert dieselben Werte. Ungültiges JSON, Typfehler,
unbekannte Record-Felder und fehlende Pflichtfelder werden als ausdrückliche
Laufzeitfehler gemeldet.
Für einen vollständigen typisierten JSON-Request-/Response-Ablauf gibt es
http_json mit getrennten Request- und Response-Typargumenten:
struct CustomerCreate { name: String }
struct Customer { id: Int name: String }
fn create_customer(url: String, payload: CustomerCreate) -> Customer uses Network {
return http_json<CustomerCreate, Customer>("POST", url, [], Some(payload))
}
Der Request-Record wird automatisch serialisiert und der Response-Body in den
Response-Record dekodiert. Wenn kein Content-Type angegeben ist, wird
application/json ergänzt. Nicht-2xx-Antworten sind ausdrückliche
Laufzeitfehler; der Helper liefert den dekodierten Wert und nicht die
Response-Header zurück.
Wenn die Response-Metadaten erhalten bleiben müssen, wird http_result
verwendet:
fn submit(url: String, payload: CustomerCreate) -> HttpResult<Customer> uses Network {
return http_result<CustomerCreate, Customer>("POST", url, [], Some(payload))
}
HttpResult<Response> enthält status: Int, headers: String[],
body: String, data: Response? und error: HttpError?. Erfolgreiche
2xx-Antworten setzen data; Nicht-2xx-Antworten setzen error mit Status,
Headern, Body und Meldung. Transportfehler und ungültiges Erfolgs-JSON bleiben
Laufzeitfehler.
Die Process-Capability stellt eine Befehls-API ohne Shell bereit:
fn render_report(input: String) -> String uses Process {
return run_process("/usr/bin/printf", ["%s", input])
}
Für Projekte ist eine exakte Befehls-Allowlist erforderlich:
[process]
allowed_commands = ["/usr/bin/printf"]
timeout_ms = 5000
max_output_bytes = 1048576
Ohne [process] darf kein Befehl laufen. Die Umgebung des Kindprozesses wird
geleert, stdin geschlossen, Prozesse werden nach dem Timeout beendet und
stdout/stderr begrenzt. Shell-Ausführung, Umgebungsweitergabe,
Arbeitsverzeichnisse und Pipelines folgen später.
Die FileSystem-Host-APIs sind:
fn read_source(path: String) -> String uses FileSystem {
return read_text(path)
}
fn write_note(path: String, content: String) uses FileSystem {
write_text(path, content)
}
fn entries(path: String) -> String[] uses FileSystem {
return list_dir(path)
}
fn remove_note(path: String) uses FileSystem {
delete_file(path)
}
Alle vier APIs benötigen FileSystem. Lesen und Verzeichnislisten verwenden read_roots; Schreiben und Löschen verwenden write_roots. Relative Pfade werden ausgehend vom Projektverzeichnis aufgelöst, vorhandene Symlink-Ziele vor dem Zugriff kanonisiert. Ohne filesystem-Abschnitt sind Projektlesezugriffe auf das Projektverzeichnis begrenzt; Schreiben und Löschen sind gesperrt:
[filesystem]
read_roots = ["."]
write_roots = ["data"]
Die konfigurierten Verzeichnisse müssen bereits existieren. Ein neues Schreibziel benötigt ein bereits existierendes Elternverzeichnis.
Für einen ersten eingeschränkten Nebenläufigkeitsablauf gibt es parallel und
await:
parallel {
customer = await load_customer()
orders = await load_orders()
}
Jeder Zweig bindet sein Ergebnis mit await. Die Zweige erhalten eine
unveränderliche Momentaufnahme der umgebenden Werte und werden vor der
Fortsetzung in Quelltextreihenfolge zusammengeführt. Ein Fehler in einem Zweig
lässt den gesamten Block fehlschlagen, nachdem die gestarteten Zweige beendet
wurden. await außerhalb eines parallel-Blocks weist der Type Checker ab.
Die aktuelle Runtime verwendet einen Worker-Thread pro Zweig; Abbruch und die
Verwendung eines Datenbank-Connection-Pools sind noch nicht umgesetzt.
🧪 Vor- und Nachbedingungen:
fn reserve(stock: Int, amount: Int) -> Int
requires {
amount > 0
stock >= amount
}
ensures {
result >= 0
result == stock - amount
}
{
return stock - amount
}
requires wird vor dem Funktionskörper, ensures danach geprüft. In
ensures bezeichnet result den Rückgabewert.
zelyra verify examples/contracts.zyl
Mögliche Statuswerte:
PROVEN
RUNTIME_CHECK
UNPROVEN
FAILED
Nur PROVEN bedeutet bewiesen. RUNTIME_CHECK trägt keinen falschen Schnurrbart
und behauptet nicht, Mathematik zu sein.
Der Verifier fasst außerdem Funktionsaufrufe mit begrenzter Tiefe zusammen.
Eine Callee mit mehreren Rückgabepfaden, etwa eine Absolutwertfunktion, liefert
ihre Pfadbedingungen an den aufrufenden Contract. requires-Bedingungen der
Callee werden nach Argumentsubstitution geprüft; requires des Aufrufers sind
Annahmen beim Beweis seiner ensures. Komplexe, rekursive oder nicht
auflösbare Fälle bleiben RUNTIME_CHECK.
Lokaler Zustandsfluss wird in diesen Zusammenfassungen berücksichtigt. Sowohl
next: Int = value + 1 als auch die Kurzform next = value + 1 mit
anschließendem return next werden wie eine direkte Rückgabe analysiert.
Einfache lineare Mutable-Zuweisungen wie next = next + 1 werden ebenfalls
verfolgt. Statisch begrenzte Schleifen mit linearem Zähler werden entfaltet;
break beendet die aktuelle Schleife und continue startet ihren nächsten
Durchlauf als eigene symbolische Pfade. Nichtlineare Zuweisungen und
unbeschränkte Schleifen ohne bewiesene Invariante bleiben konservativ.
Eine while- oder unbedingte loop-Schleife kann eine oder mehrere explizite
Invarianten deklarieren:
while current > 0
invariant { current >= 0 }
{
current = current - 1
}
Der Verifier prüft die Invariante beim Eintritt und nach unterstützten
Körperpfaden. Eine bewiesene Invariante kann eine ansonsten unbeschränkte
lineare while-Schleife zusammenfassen; eine unbedingte loop-Schleife kann
sie mit einem modellierten break-Austritt verwenden. Die Runtime prüft sie
vor und nach jedem Durchlauf. Nicht unterstützte oder nicht beweisbare
Invarianten bleiben konservativ und erzeugen kein PROVEN-Ergebnis.
zelyra verify meldet jede deklarierte Invariante separat, nach den
ensures-Ergebnissen einer Funktion. Die Indizes der Invarianten beginnen bei
null:
PROVEN [V-001]: reduce.ensures[0] (src/reduce.zyl:3:5-3:21)
PROVEN [V-001]: reduce.invariant[0] (src/reduce.zyl:7:21-7:33)
FAILED [V-004]: reduce.invariant[1] (src/reduce.zyl:8:21-8:34)
Jedes Ergebnis enthält einen stabilen Code und einen Quellbereich als
(datei.zyl:startzeile:startspalte-endzeile:endspalte). Die Codes sind
V-001 (PROVEN), V-002 (RUNTIME_CHECK), V-003 (UNPROVEN) und
V-004 (FAILED). Für IDEs und CI kann zelyra verify app.zyl --json
verwendet werden; die JSON-Ausgabe enthält dieselben Ergebnisdaten, eine
verständliche message, ein optionales counterexample-Objekt und ein
strukturiertes location-Objekt. Ein Gegenbeispiel wird nur ausgegeben, wenn
eine begrenzte Suche einen kleinen linearen Integerzeugen sicher bestätigt.
Die aktuelle Suche umfasst bis zu drei lineare Variablen im Bereich
-32..=32, auch bei fehlgeschlagenen Schleifeninvarianten; sonst ist der Wert
null. Die Textausgabe zeigt außerdem für jedes Ergebnis eine Erklärung und
einen Quellzeilenausschnitt mit Caret-Marker.
FAILED bedeutet, dass die Invariante auf einem möglichen analysierten Pfad
falsch ist oder vom Schleifenkörper nicht erhalten bleibt. RUNTIME_CHECK
bedeutet, dass eine Laufzeitprüfung erforderlich ist, weil der symbolische
Verifier den Beweis nicht vollständig führen kann. Nur PROVEN ist ein
mathematischer Beweis.
Projektkonfiguration gehört in zelyra.toml, Geheimnisse nicht:
[project]
name = "maschinenverwaltung"
version = "0.1.50"
zelyra = "0.1"
[capabilities]
database = true
network = false
Verbindungen und Passwörter werden über geschützte Umgebungsvariablen bereitgestellt:
export DATABASE_URL='mariadb://user:password@127.0.0.1:3306/zelyra_demo'
Regeln:
.env niemals in Versionskontrolle committen;Für den einfachen Einstieg ist keine zusätzliche Feature-Konfiguration erforderlich. Erweiterte Projektbereiche können in zelyra.toml ausgewählt werden; umgebungsabhängige, nicht geheime Überschreibungen gehören in .env oder die Prozessumgebung:
[features]
web = true
api = true
crud = true
auth = true
audit = true
| Schalter | .env / Prozessvariable |
Standard | Bedeutung |
|---|---|---|---|
web |
ZELYRA_FEATURE_WEB |
true |
Seiten, Formulare und Web-Ressourcen |
api |
ZELYRA_FEATURE_API |
true |
api-Deklarationen und API-Oberfläche |
crud |
ZELYRA_FEATURE_CRUD |
true |
crud-Deklarationen und generierte CRUD-Oberfläche |
auth |
ZELYRA_FEATURE_AUTH |
true |
auth-Deklarationen und Authentifizierungsoberfläche |
audit |
ZELYRA_FEATURE_AUDIT |
true |
Audit-Konfiguration innerhalb der Authentifizierung |
Auswertungsreihenfolge für Konfigurationswerte:
Prozessumgebung → .env → zelyra.toml → sichere Standardwerte
Wenn der Quellcode einen deaktivierten Bereich verwendet, meldet der Compiler E-FEATURE-001. Feature-Schalter können niemals Typprüfung, SQL-Prüfung, Capabilities, Contracts, CSRF-Schutz oder Sicherheitsregeln abschalten.
Die wirksame Konfiguration kann jederzeit geheimnisfrei geprüft werden:
zelyra config main.zyl
zelyra config main.zyl --format=json
.env-Referenz des aktuellen Codes| Variable | Standard im generierten Projekt | Verwendung | Geheim |
|---|---|---|---|
ZELYRA_WEB_PORT |
3000 |
Port des internen Webservers im Container | nein |
ZELYRA_HOST_PORT |
3000 (oder autom. freier Port) |
lokal veröffentlichter Webport | nein |
ZELYRA_DB_HOST_PORT |
3306 (oder autom. freier Port) |
lokal veröffentlichter MariaDB-Port | nein |
DATABASE_URL |
projektabhängig | MariaDB-Verbindungs-URI (mariadb://user:pass@host:port/db) |
ja |
MARIADB_DATABASE |
zelyra_app |
Compose: Datenbankname | nein |
MARIADB_USER |
zelyra |
Compose: Anwendungsbenutzer | nein |
MARIADB_PASSWORD |
zufällig erzeugt | Compose: Passwort des Anwendungsbenutzers | ja |
MARIADB_ROOT_PASSWORD |
zufällig erzeugt | Compose: MariaDB-Root-Passwort | ja |
ZELYRA_AUTH_TOKEN |
keiner | optionaler lokaler Bearer-Token für geschützte Anfragen | ja |
ZELYRA_AUTH_PERMISSIONS |
leere Liste | kommagetrennte lokale Berechtigungs-Allowlist | nein |
Die Testvariablen mit ZELYRA_INSTALL_ROOT, ZELYRA_BIN, *_E2E_* und GENERATED_* dienen internen CI- und lokalen Integrationstests (z. B. tests/generated-project-docker-e2e.sh, tests/sqlite-e2e.sh). Sie sind keine Anwendungskonfiguration und dürfen nie Produktionszugänge enthalten.
Über die Built-in-Funktion env(name) kann Zelyra-Code Werte aus der Umgebung lesen, sofern uses Environment und [capabilities] environment = true deklariert sind:
fn configured_mode() -> String? uses Environment {
return env("ZELYRA_MODE")
}
DATABASE_URL und sensible Schlüssel dürfen niemals per env(...) in ungesichertem Code ausgelesen werden.
Zelyra möchte Fehler so erklären, dass man nicht erst eine archäologische Ausgrabung im Stacktrace beginnen muss.
Teste zuerst MariaDB ohne Zelyra. Das Passwort wird interaktiv abgefragt und landet nicht in der Shell-History:
mariadb \
--host=127.0.0.1 \
--port=3307 \
--user=zelyra \
--password \
adressverwaltung
Danach ist zelyra doctor src/main.zyl --json (optional mit --env-file .env
und --port 18080) der vorhandene Zelyra-Test. Es gibt aktuell keinen
zelyra db check-Befehl. doctor prüft Quellcode, Schema, DB-Verbindung,
Docker Compose und Host-Ports. Ohne DATABASE_URL meldet er nur eine Warnung,
bei einer gesetzten, aber nicht erreichbaren Verbindung einen Fehler. Ein
laufender DB-Container allein beweist noch nicht, dass Host, Port, Benutzer und
Datenbank zusammenpassen.
pwd
ls -la
docker compose ps
docker compose logs mariadb
ss -ltn
mariadb --version
Unter Windows in PowerShell sind Get-Location, Get-ChildItem,
docker compose ps und mariadb --version die entsprechenden ersten Schritte.
Gib niemals DATABASE_URL oder ein Passwort in eine Diagnoseausgabe aus.
| Fehlermeldung | Wahrscheinliche Ursache | Lösung |
|---|---|---|
Permission denied |
fehlende Dateirechte, falscher Besitzer oder kein Zugriff auf den Client | ls -la, chmod 600 .env und Installationspfad prüfen |
Access denied for user |
Passwort stimmt nicht oder Benutzer ist für einen anderen Host angelegt | SHOW GRANTS FOR 'zelyra'@'127.0.0.1'; prüfen; Passwort rotieren |
Connection refused |
auf Host/Port lauscht kein Dienst | docker compose ps, ss -ltn und den veröffentlichten Port prüfen |
Can't connect to server |
falscher Host, falscher Port oder Container noch nicht bereit | docker compose logs mariadb; vom Host 127.0.0.1:3307, im Compose-Netz mariadb:3306 verwenden |
Unknown database |
Datenbankname in URL und MariaDB unterscheiden sich | SHOW DATABASES; ausführen und DATABASE_URL korrigieren |
| falscher Port | außen 3307 mit innen 3306 verwechselt |
Host nutzt 3307, ein Compose-Service nutzt 3306 |
| MariaDB-Container nicht gestartet | Compose-Fehler, belegter Port oder ungesundes Volume | docker compose ps und docker compose logs mariadb prüfen |
| Benutzer nur für anderen Host freigegeben | 'zelyra'@'localhost' ist nicht immer 'zelyra'@'127.0.0.1' |
Benutzer exakt für den verwendeten Host anlegen und Grants kontrollieren |
| fehlende Umgebungsvariable | DATABASE_URL wurde nicht exportiert |
.env laden oder Variable für den Prozess setzen; Zelyra lädt sie nicht selbst |
.env wird nicht gefunden |
falsches Arbeitsverzeichnis oder Annahme eines automatischen Loaders | pwd, ls -la; im Projektstamm arbeiten und Variable explizit exportieren |
| ungültiger Zahlenwert beim Port | Portteil der URI ist kein gültiger MariaDB-Port | Ziffern verwenden, zum Beispiel 3307; die URL wird ansonsten abgelehnt |
| falscher Zeichensatz | Datenbank mit anderem Charset/Kollation angelegt | Datenbankdefinition prüfen; db setup nutzt utf8mb4/utf8mb4_unicode_ci |
| TLS-Fehler | TLS-Parameter wurden an die URL angehängt, werden aber nicht unterstützt | aktuelle CLI-URL ohne TLS-Query-Option nutzen; TLS-Konfiguration ist geplant |
| Testdatenbank wird aus Sicherheitsgründen abgelehnt | Schutzmechanismus wird erwartet, ist aber nicht implementiert | Zelyra verhindert Produktionszugriff in Tests nicht automatisch; Variablen manuell prüfen |
| PostgreSQL-SQL gegen MariaDB | falsches Backend oder nicht passende DDL | Backend in .zyl prüfen und zelyra db create-Ausgabe vor Anwendung lesen |
Wenn mariadb gar nicht gestartet werden kann, nennt Zelyra den Startfehler
des externen Programms. Der CLI-Prozess enthält keinen eigenen MariaDB-Treiber.
Quellcode prüfen:
zelyra check app.zyl
Typische Fehlerklassen:
_).Beim Entwickeln kannst du _ als Platzhalter für einen unfertigen Ausdruck
einsetzen (Typed Hole). zelyra check lehnt unfertigen Code für den Bau zwar
ab, liefert aber kontextbezogene Diagnosen: erwarteter Typ, sichtbare Variablen
und Funktionen, aktive Capabilities, Contract-Pflichten und Quelltextposition.
Wenn DATABASE_URL fehlt, funktionieren reine Sprachprüfungen weiterhin.
Datenbankoperationen melden den fehlenden Zugriff kontrolliert. Das run-
Kommando verwendet ohne Variable die reine Runtime; serve startet zwar die
Routen, datenbankabhängige Seiten antworten aber mit einem kontrollierten
Fehler.
Vor jedem Commit:
cargo fmt --all
cargo test --workspace
cargo clippy --workspace --all-targets -- -D warnings
Ein Sprachfeature ist erst fertig, wenn es besitzt:
Tests, die nur deshalb grün sind, weil sie nie liefen, sind Dekoration.
Die wichtigsten geplanten Bereiche:
Zelyra soll den Standardfall kurz halten und beim Sonderfall nicht plötzlich die Tür abschließen:
Automatisch, wenn möglich. Anpassbar, wenn nötig. Überall geprüft.
Und jetzt: eine Tabelle bauen, SQL lesen, Backup prüfen. In dieser Reihenfolge.
Zelyra wird mit Rust entwickelt. Der Zelyra-Compiler, die Sprachmodule und Teile der Laufzeit liegen als Rust-Crates im Compiler-Repository. Das bedeutet nicht, dass Zelyra Rust verändert oder dass Zelyra-Anwendungsprogramme Rust- Programme sind.
Zelyra ist nicht verändertes Rust. Zelyra ist eine eigenständige Sprache, deren Compiler und Laufzeit in Rust entwickelt werden.
Der Rust-Compiler wird für Zelyra nicht geforkt und nicht um Zelyra-Schlüssel-
wörter erweitert. Zelyra ist auch keine Rust-Bibliothek und kein Präprozessor,
der gewöhnlichen Rust-Code in etwas anderes umschreibt. Eine .zyl-Datei wird
vom eigenen Zelyra-Lexer und -Parser gelesen, in eigene AST-/HIR-Strukturen
überführt, typgeprüft und anschließend von der Zelyra-Runtime verarbeitet.
Die Ähnlichkeit bei fn, geschweiften Klammern, if, match oder statischer
Typisierung ist eine Designentscheidung, aber kein Abstammungsnachweis. Entschei-
dend sind Grammatik, Semantik und Programmiermodell. Zelyra ist derzeit noch
ein experimenteller Prototyp; die Eigenständigkeit wächst mit der Umsetzung des
eigenen Typsystems, der SQL-Prüfung, der Runtime und der Zelyra-spezifischen
Konstrukte.
Die Aussagen in diesem Kapitel wurden gegen den aktuellen Quellcode geprüft:
Lexer und TokenKind definieren die Zelyra-Tokens, der Parser erzeugt eigene
AST-Strukturen, und die nachfolgenden Module übernehmen Auflösung,
Typprüfung, Contract-Prüfung, SQL-Analyse, Webverarbeitung und Runtime. Die
CLI- und Datenbankmodule wurden ebenfalls berücksichtigt. Wo ein Merkmal nur
als Token, AST-Knoten oder Zielbild vorhanden ist, wird es nicht als vollständig
ausführbare Spracheigenschaft ausgegeben.
| Bereich | Rust | Zelyra | Wesentlicher Unterschied | Zelyra-Status |
|---|---|---|---|---|
| Sprachkategorie | universelle System- und Anwendungssprache | eigenständige deklarative Sprache für Business- und Webanwendungen | andere Grammatik und Semantik | 🧪 |
| Haupteinsatzgebiet | Systeme, Services, CLI, Embedded, WebAssembly | datenbankgestützte Business- und Webanwendungen | Zelyra bündelt Fachanwendungsebenen | 🧪 |
| Compiler | rustc, Cargo-Ökosystem |
eigenes Rust-Programm im Zelyra-Repository | Rust kompiliert den Compiler; rustc kompiliert nicht .zyl |
✅ |
| Laufzeit | Rust-Code läuft nativ oder über gewählte Runtime | eigene Zelyra-Runtime, in Rust implementiert | Zelyra führt eigene Werte und Regeln aus | 🧪 |
| Speicherverwaltung | Ownership, Borrowing, Lifetimes | für Zelyra-Code weitgehend automatisch verborgen | kein Rust-Borrow-Checker im .zyl-Programm |
🧪 |
| Ownership | zentrale Rust-Semantik | kein entsprechendes .zyl-Konstrukt |
Speicherregeln sind nicht dieselben | 🗺️ |
| Borrowing | Referenzen und Borrow-Checker | kein entsprechendes .zyl-Konstrukt |
keine Rust-Referenzsyntax | 🗺️ |
| Lifetimes | explizite oder inferierte Lebensdauern | keine Lifetime-Syntax | Zelyra legt diese Ebene derzeit nicht offen | 🗺️ |
| statische Typisierung | sehr ausgereift, generisch und trait-basiert | eigener statischer Typechecker mit Int, String, Option, Records usw. |
Zelyra-Typen sind nicht Rust-Typen | ✅ |
| Nullfähigkeit | Option<T> |
T?, etwa Email? |
Zelyra kann daraus Schema-/Formregeln ableiten | ✅ |
| Fehlerbehandlung | Result<T, E>, Option<T>, ?-Operator |
Result<T, E>, Some/None, Laufzeitdiagnosen |
kein Rust-?-Operator als Zelyra-Syntax |
✅ |
| Datenbankintegration | externe Crates wie SQLx, Diesel oder SeaORM | vorgesehener Bestandteil von Sprache, CLI und Runtime | anderes Integrationsmodell; aktuell externer Client | 🧪 |
| SQL | Bibliotheken, Makros oder Strings | natives sql<T> { ... } mit Schema-/Parameterprüfung |
Zelyra kennt SQL als AST-Ausdruck | ✅ |
| MariaDB-Schema | nicht Aufgabe der Rust-Sprache | Tabellen werden in Zelyra beschrieben | Generator erzeugt sichtbares SQL | 🧪 |
| Formulare | Framework, Templates und Validierung selbst verbinden | form-Konstrukt und Tabellenregeln |
Standardpfad ist Teil des Sprachmodells | 🧪 |
| CRUD | muss programmiert oder über Frameworks erzeugt werden | deklaratives crud Name -> table mit gemeinsamem View-Feldprofil |
aktuelle Runtime stellt CRUD-Routen bereit | 🧪 |
| Views | externe Bibliotheken oder Frameworks | page/html, benannte view-Layouts, typisierte component-Bausteine und benannte Slots mit Fallbacks sind vorhanden |
kein Rust-Äquivalent; freie Styling-Komponenten fehlen noch | 🧪 |
| Quellformatierung | cargo fmt, rustfmt |
zelyra fmt <file.zyl> [--check] |
deterministischer Zelyra-Formatter, schützt SQL und HTML | ✅ |
| Refactoring/Wirkungsanalyse | rust-analyzer, Compiler-APIs |
zelyra impact, zelyra edit |
versionierte, atomare JSON-Maschinenschnittstellen | 🧪 |
| Authentifizierung | externe Web-/Auth-Crates | Auth-Definition, Sessions und Berechtigungsprüfungen im Webmodul | Zelyra bündelt den Standardfall | 🧪 |
| Berechtigungen | selbst entworfene Typen und Middleware | requires auth, permits und CRUD-Aktionsrechte |
deklarative Regeln werden serverseitig geprüft | 🧪 |
| Contracts | manuell oder über Bibliotheken | native requires {} und ensures {} plus verify |
Contract-Syntax gehört zu Zelyra | ✅ |
| Capabilities | APIs und Bibliotheken regeln Effekte | uses Database, uses Network usw. |
sichtbare Effektdeklaration ist Sprachbestandteil | ✅ |
| E-Mails | externe SMTP-/Mail-Crates | kein integriertes E-Mail-Konstrukt | nicht mit uses Email vortäuschen |
❌ |
| Jobs | externe Job-/Queue-Systeme | kein Hintergrundjob-Konstrukt | keine stabile Job-Syntax | ❌ |
| Audit | externe Logs oder Audit-Crates | Audit-Tabelle, CLI-Auswertung und optionale Hash-Kette | an Auth/CRUD gebunden und noch experimentell | 🧪 |
| Deployment | Cargo, Container, CI und Infrastruktur frei wählbar | generierte Docker-/Compose-Vorlage vorhanden | Vorlage ist Entwicklungsstart, keine Produktionsplattform | 🧪 |
| Produktionsreife | Rust ist breit produktiv eingesetzt | Zelyra Compiler 0.3.0 ist experimentell | Reife und Ökosystem sind nicht vergleichbar | 🧪 |
| Ökosystem | sehr groß: Crates, Tools, Frameworks | kleines eigenes Repository und wenige Integrationen | Zelyra kann Rust-Crates nicht direkt importieren | 🧪 |
Rust ist also das technische Fundament, nicht die Anwendungssprache hinter
Zelyra. Eine Rust-Struktur Customer und eine Zelyra-Tabelle customers können
ähnliche Daten beschreiben, erzeugen aber nicht dasselbe Verhalten.
Die Statusangabe ✅ bedeutet in diesem Kapitel: im aktuellen Quellcode
vorhanden und mit der installierten Rust-Toolchain beziehungsweise dem Zelyra-
CLI geprüft. 🧪, 🗺️ und ❌ kennzeichnen weiterhin eingeschränkte,
geplante oder derzeit nicht verfügbare Sprachmerkmale.
| Sprachmerkmal | Zelyra-Syntax | Rust-Syntax | Semantischer Unterschied | Zelyra-Status |
|---|---|---|---|---|
| Dateiendung | app.zyl |
main.rs |
eigener Lexer und eigener Dateityp | ✅ |
| Programmeinstieg | fn main() { ... } |
fn main() { ... } |
gleiche Schreibweise, andere Sprache | ✅ |
| Funktionsdefinition | fn add(a: Int) -> Int { ... } |
fn add(a: i64) -> i64 { ... } |
Zelyra-Typen sind eigene AST-Typen | ✅ |
| Parameter | name: String |
name: String |
ähnliche Position, andere Typsemantik | ✅ |
| Rückgabetyp | -> Int |
-> i64 |
Zelyra abstrahiert den Geschäftstyp | ✅ |
| Rückgabewert | return value |
value oder return value; |
letzter Rust-Ausdruck ist Rückgabewert | ✅ |
| unveränderliche Variable | value = 1 |
let value = 1; |
Zelyra bindet ohne mutable unveränderlich |
✅ |
| veränderliche Variable | mutable value = 1 |
let mut value = 1; |
Veränderbarkeit wird anders markiert | ✅ |
| Ganzzahl | Int oder UInt |
i32, i64, u32, u64 |
Rust verlangt konkrete Breite; Zelyra abstrahiert derzeit | ✅ |
| Dezimalzahl | Float oder Decimal |
f64 oder f32 |
Größe und genaue Überlaufregeln von Zelyra sind noch nicht vollständig spezifiziert | 🧪 |
| Boolean | true, false, Bool |
true, false, bool |
eigenes Zelyra-Basistypmodell | ✅ |
| Zeichenkette | String und Zeichenliterale |
String, &str, Zeichenliterale |
Rust unterscheidet Besitz und Borrowing | ✅ |
| optionale Werte | Email? oder Option<String> |
Option<String> |
? ist Zelyras Kurzform für Option |
✅ |
| fehlender Wert | None |
None |
gleiche Bezeichnung in verschiedenem Enum-Modell | ✅ |
| Listen/Arrays | Int[], [1, 2, 3] |
Vec<i64>, vec![1, 2, 3] |
Zelyra bietet keine Rust-Makrosyntax | ✅ |
| benannte Datentypen | type CustomerId = Id, struct Customer { ... } |
type CustomerId = u64, struct Customer { ... } |
Zelyra-Records und Rust-Structs sind nicht austauschbar | ✅ |
| Bedingungen | if ok { ... } |
if ok { ... } |
Blocksemantik und Ausdrucksregeln unterscheiden sich | ✅ |
else |
else { ... } |
else { ... } |
ähnliche Kontrollflussform | ✅ |
match |
match value { Some(x) => ... None => ... } |
match value { Some(x) => ..., None => ... } |
Zelyra verlangt ebenfalls vollständige Fälle | ✅ |
| Schleifen | for item in items, while, loop |
for item in items, while, loop |
Zelyra unterstützt keine Rust-Iteratortraits | ✅ |
| Funktionsaufrufe | add(1, 2) |
add(1, 2) |
gleiche Oberfläche, andere Auflösung | ✅ |
| Ausgabe | print(value) |
println!("{}", value); |
Rust verwendet ein Makro mit ! |
✅ |
| Kommentare | // Kommentar |
// Kommentar, /* ... */ |
aktueller Zelyra-Lexer hat Zeilenkommentare | ✅ |
| Zeilenumbrüche | meist Trennzeichen; nach Operatoren fortsetzbar | meist Whitespace | Parserregeln sind eigenständig | ✅ |
| Semikolons | werden als Statementtrenner akzeptiert, aber nicht benötigt | häufig Statementtrenner | Zelyra ist nicht semikolonpflichtig | ✅ |
| Blockstruktur | { ... } |
{ ... } |
Klammern bestimmen in beiden die Blöcke | ✅ |
| Einrückung | Lesbarkeit, keine Blocksemantik | Lesbarkeit, keine Blocksemantik | Leerzeichen/Tabs werden nicht zu Python-Blöcken | ✅ |
| Fehlerbehandlung | Result<T, E>, Some/None |
Result<T, E>, ?, panic! |
Zelyra hat keinen Rust-Operator ? |
✅ |
| Stringinterpolation | HTML kann {name} in html-Bodies verwenden |
format!("{name}") oder println!("{}", name) |
keine allgemeine Zelyra-Stringinterpolation dokumentieren | 🧪 |
| Module | Noch nicht festgelegt | mod name {}, Dateien und Module |
keine mod-Syntax im Zelyra-Parser |
❌ |
| Imports | Noch nicht festgelegt | use crate::module::Item; |
keine Importsyntax | ❌ |
| Generics | Option<T>, Result<T, E> und begrenzte Built-in-Typargumente |
allgemeine Generics und Traits | keine benutzerdefinierten Zelyra-Generics | 🧪 |
| asynchrone Funktionen | async fn nicht vorhanden; await/parallel nur eingeschränkt |
async fn, .await, Futures |
kein stabiles Zelyra-Async-Modell | 🧪 |
| Tabellen | table customers { ... } |
kein Sprachkonstrukt | Zelyra verbindet Tabelle und Schema | ✅ |
| Datenbanktypen | Id, String(100), Email, Bool |
Rust-Typen und externe Mapping-Crates | Zelyra erzeugt SQL-Typen aus der Tabelle | ✅ |
| Beziehungen | department: Department required |
Feld plus eigene Query-/Mappinglogik | Zelyra leitet Fremdschlüssel ab | ✅ |
| SQL-Abfragen | sql<Customer[]> { SELECT ... } |
String/Makro einer DB-Crate | Zelyra prüft Schema, Parameter und Ergebnis | ✅ |
| Formulare | form CustomerCreate -> customers { ... } |
kein natives Formular | Webframework und Validierung nötig | ✅ |
| CRUD | crud Customer -> customers |
kein natives CRUD | Zelyra-Runtime stellt Standardrouten bereit | 🧪 |
| Views | page, view SiteShell und component Badge |
kein natives View-Konstrukt | benannte Views/Komponenten sind vorhanden; input/render/?? bleiben Zielsyntax |
🧪 |
| Vorbedingungen | requires { amount > 0 } |
kein eingebautes Äquivalent | Contract ist Teil der Zelyra-Funktion | ✅ |
| Nachbedingungen | ensures { result >= 0 } |
kein eingebautes Äquivalent | Verifier und Runtime kennen Zelyra-Contracts | ✅ |
| Zugriff auf alte Werte | Noch nicht festgelegt; old(...) nicht geparst |
ebenfalls kein allgemeiner eingebauter Contractstandard | keine old-Syntax vortäuschen |
❌ |
| Capabilities | uses Database |
kein identisches Sprachkonstrukt | Effekte werden in Zelyra sichtbar deklariert | ✅ |
| E-Mails | Noch nicht festgelegt | externe Crate/API | kein Email-Capability-Schlüssel |
❌ |
| Hintergrundjobs | Noch nicht festgelegt | externe Queue-/Runtime-Crate | keine Job-Syntax | ❌ |
| Audit | auth users { audit: auth_audit_log } |
externe Logging-/Audit-Crate | Zelyra bindet Audit an Auth- und CRUD-Ereignisse | 🧪 |
| API-Definitionen | api GET "/customers" { ... } |
Router, Handler und Typen separat | Zelyra bündelt Vertrag und Route | ✅ |
Beide folgenden Beispiele sind in ihrer jeweiligen Sprache typische kleine Funktionen. Das Zelyra-Beispiel entspricht der vom Parser verarbeiteten Funktionssyntax und wurde mit dem aktuellen CLI geprüft.
fn add(a: Int, b: Int) -> Int {
return a + b
}
fn add(a: i64, b: i64) -> i64 {
a + b
}
Rust verwendet konkrete Ganzzahltypen wie i32, i64, u32 oder u64.
Zelyra bietet für typische Businesslogik den verständlichen Typ Int; die
verbindliche Größe, Überlaufbehandlung und jede Datenbankabbildung müssen noch
vollständig spezifiziert werden.
fn fibonacci(n: Int) -> Int {
if n <= 1 {
return n
}
return fibonacci(n - 1) + fibonacci(n - 2)
}
fn main() {
print(fibonacci(10))
}
fn fibonacci(n: u64) -> u64 {
if n <= 1 {
return n;
}
fibonacci(n - 1) + fibonacci(n - 2)
}
fn main() {
println!("{}", fibonacci(10));
}
✅ Die Zelyra-Fassung nutzt Int, print und explizites return; Rust nutzt
u64, das println!-Makro und den letzten Ausdruck als Rückgabewert. Rust-
Makros tragen das !. In Zelyra sind Semikolons nicht erforderlich. Klammern
bestimmen in beiden Beispielen die Blockstruktur, Einrückung dient nur der
Lesbarkeit. Ein Zeilenumbruch nach + setzt den Ausdruck fort; der Parser
überspringt an dieser Stelle Zeilenumbrüche. Rekursion funktioniert in Zelyra
nur, weil Funktionsauflösung und Runtime sie tatsächlich unterstützen. Der
Code wurde in diesem Arbeitslauf nicht ausgeführt.
email: Email?
email: Option<String>
Email? ist fachlich kürzer und drückt neben der Optionalität den E-Mail-
Datentyp aus. Rust verwendet den allgemeinen generischen Typ Option<T>.
Zelyra kann Email? in der Tabellen-, Formular- und SQL-Prüfung berücksichtigen;
eine allgemeine automatische View- oder Validierungsableitung ist jedoch nicht
für jede Oberfläche vorhanden.
table customers {
id: Id primary auto
name: String(100) required
email: Email?
active: Bool default true
}
struct Customer {
id: u64,
name: String,
email: Option<String>,
active: bool,
}
Die Rust-Struktur erzeugt keine Tabelle, keine SQL-Spalten, keine Validierung, kein Formular und keine CRUD-Oberfläche. Dafür braucht Rust zusätzliche Crates, Makros, Queries, Handler und Templates. Die Zelyra-Tabelle wird dagegen in die Schemaableitung und – wo die Webfunktion vorhanden ist – in Formulare und CRUD einbezogen.
crud Customer -> customers
Rust besitzt dafür kein natives Äquivalent. Typischerweise kommen in Rust ein Webframework, Routing, eine Datenbank-Crate, ein Datenmodell, Abfragen, Request-Typen, Validierung, Handler, Templates oder ein Frontend, Fehlerbehandlung und Berechtigungsprüfung zusammen. Zelyra parst diese deklarative Definition und die aktuelle Runtime stellt daraus CRUD-Routen, Formulare, Suche, Filter und CSRF-geschützte Aktionen bereit. Das ist experimentell; es ist kein statischer Frontend-Generator.
Die Zielsyntax aus dem Auftrag enthielt with { ... }. Das ist im aktuellen
Parser nicht vorhanden. Parameter kommen derzeit als Funktionsparameter in die
SQL-Prüfung:
struct Customer { id: Int name: String email: Email? active: Bool }
fn active_customers(active: Bool) -> Customer[]
uses Database
{
return sql<Customer[]> {
SELECT id, name, email, active
FROM customers
WHERE active = :active
ORDER BY name
}
}
let customers = sqlx::query_as!(
Customer,
r#"
SELECT id, name, email, active
FROM customers
WHERE active = ?
ORDER BY name
"#,
true
)
.fetch_all(&pool)
.await?;
Rust hat SQL nicht als Spracheigenschaft; SQLx oder andere Crates können
zusätzliche Compile-Time-Prüfungen anbieten. Zelyras aktueller SQL-Checker
prüft – wenn Schema und Typen bekannt sind – Tabellen, Spalten, Aliase,
Parameter, Nullfähigkeit, Ergebniszuordnung und Database-Capability. Das
macht Zelyra nicht automatisch besser als SQLx. Der aktuelle MariaDB-Generator
und seine fehlenden Tabellenoptionen sind in Abschnitt 7 offen dokumentiert.
Die gezeigte Zielsyntax mit view, input, render, Komponenten und ?? ist
heute nicht Parser-Syntax. Der aktuelle Webkern verwendet stattdessen:
page "/customers/{name}" {
html {
<h1>Kunde {name}</h1>
}
}
Rust besitzt keine eingebaute HTML- oder Komponenten-Syntax; dort kommen
Templates und Webframeworks hinzu. Zelyras page/html-Form sowie benannte
Views und typisierte Komponenten sind vorhanden. Mehrere Slots, verschachtelte
Komponenten und die Zielsyntax mit input/render sind noch nicht stabil;
?? ist keine implementierte Zelyra-Operation.
Die Zielsyntax require amount > 0 und old(...) ist nicht der aktuelle Stand.
Der Parser akzeptiert requires {} und ensures {}:
fn reserve(stock: Int, amount: Int) -> Int
requires {
amount > 0
stock >= amount
}
ensures {
result >= 0
result == stock - amount
}
{
return stock - amount
}
Rust besitzt hierfür kein direkt eingebautes Äquivalent. requires beschreibt
Vorbedingungen, ensures Nachbedingungen. Runtime-Prüfung und formale
Verifikation sind verschieden: zelyra verify kann PROVEN, RUNTIME_CHECK,
UNPROVEN oder FAILED melden. Ein Zugriff auf den alten Wert über old(...)
ist nicht implementiert.
fn load_customers() -> Customer[] uses Database {
return sql<Customer[]> {
SELECT id, name, email, active FROM customers
}
}
uses macht erlaubte Seiteneffekte in der Signatur sichtbar. Database,
Network, FileSystem, Environment, Process, Clock, Random und
Console sind im
aktuellen Runtime-Code bekannte Capabilities. Rust besitzt kein identisches
eingebautes Capability-System; dort werden Zugriffe typischerweise über Typen,
Werte und Bibliotheks-APIs organisiert. Email ist keine Zelyra-Capability.
Zelyra soll für typische Businessanwendungen nicht verlangen, im gewöhnlichen Anwendungscode explizite Lifetimes zu schreiben, Borrowing für einfache Formulare zu debuggen, zwischen vielen Ganzzahlbreiten zu wählen oder ein Webframework aus zahlreichen Crates zusammenzustellen. Das ist eine Abstraktion, keine Behauptung, dass Speicher- und Laufzeitfragen verschwinden.
Von Rust inspiriert sind statische Typisierung, verständliche Diagnosen, sichere Standardeinstellungen, explizite Veränderbarkeit, Pattern Matching, Records/Enums, klare Grenzen, reproduzierbares Tooling und formale Prüfungen.
| Zelyra-Merkmal | Nutzen | Status |
|---|---|---|
| Eine fachliche Definition | weniger widersprüchliche Mehrfachdefinitionen | 🧪 |
| natives geprüftes SQL | Datenbankfehler möglichst vor Ausführung erkennen | ✅ |
| deklaratives CRUD | Standardverwaltungen mit wenig Code | 🧪 |
page/html-Webkern |
einfache typisierte Pfadwerte und HTML-Antworten | 🧪 |
| sichtbares MariaDB-SQL | nachvollziehbare Schemaänderungen | 🧪 |
requires und ensures |
Geschäftsregeln ausdrücklich festlegen | ✅ |
| Capabilities | erlaubte Seiteneffekte sichtbar machen | ✅ |
| integriertes Audit | Änderungen nachvollziehen | 🧪 |
Zelyra sieht an einigen Stellen ähnlich aus wie Rust, weil beide moderne, statisch typisierte Sprachen mit geschweiften Klammern und klaren Funktionssignaturen sind. Zelyra verfolgt jedoch ein anderes Programmiermodell: Datenbank, SQL, Formulare, CRUD, Views und Geschäftsregeln sollen Bestandteile eines gemeinsamen Sprachsystems sein. Rust ist das technische Fundament des Compilers – nicht die Sprache, die Zelyra-Anwendungsentwickler schreiben.
Status: Zelyra ist derzeit ein experimenteller Sprachprototyp. Einige gezeigte Sprachmerkmale beschreiben das verbindliche Zielbild und sind noch nicht vollständig implementiert. Der Status an jedem Beispiel zeigt, was heute im Code tatsächlich vorhanden und geprüft ist.
Weiterführend: Einführung, Sprachgrundlagen, MariaDB, SQL, Formulare, Views/Webseiten, CRUD, Contracts, Capabilities, Implementierungsstatus und Roadmap. Der laufende Repository-Stand steht zusätzlich auf der Statusseite.
Die aktuelle Positionierung in docs/positioning.de.md beschreibt Zelyra als
eigenständige Sprache für datenbankgestützte Businessanwendungen. Sie ersetzt
nicht die technische Prüfung im Compiler; sie erklärt, wofür die Bausteine
zusammen gedacht sind.
PROVEN, RUNTIME_CHECK,
UNPROVEN und FAILED unterscheiden echte statische Beweise von
Laufzeitprüfungen und offenen Fällen.Der aktuelle Stand ist trotzdem ein experimenteller Prototyp. Die Roadmap und die einzelnen Statuszeichen sind deshalb wichtiger als eine allgemeine Produktbehauptung.
Die folgende Zusammenfassung stammt aus docs/ROADMAP.de.md im aktuellen
Zelyra-Repository. Sie ist eine Entwicklungsplanung, keine Zusage für ein
Release-Datum.
| Bereich | Aktueller Schwerpunkt | Noch offene Ausbaustufen |
|---|---|---|
| Einstieg und Distribution | Quellcode- und Release-Installer (Linux/Windows x86_64 per SHA-256), zelyra new/init mit Starter-Templates (minimal, mariadb-crud, mariadb-auth, mariadb-business), Docker-/DB-Ports, zelyra setup, zelyra doctor, E2E-Tests |
signierte Binaries, interaktiver Verbindungsassistent, Reverse-Proxy-Automatisierung |
| Sprache und Compiler | Lexer, Parser, AST/HIR, Typprüfung, Option, Result, Pattern Matching, Ausdrucks-Typed-Holes (_), kanonisches zelyra fmt |
Module, Imports, Generics, Lücken in Deklarationen und vollständige formale Verifikation |
| Datenbankplattform | MariaDB, SQLite und PostgreSQL im Schema-CLI; typisiertes SQL | weitere Schemaabdeckung, robustere Produktionsabläufe |
| Views und Web | Seiten, benannte Views, Komponenten, Default- und benannte Slots mit Fallback-Inhalten, sicherer Output | Themes, View-Vererbung, freie Styling-Komponenten |
| Formulare und CRUD | Validierung, CSRF, Suche, Filter, Pagination, Aktionen, Soft Delete, gemeinsames CRUD-View-Feldprofil (view.fields) |
permanente Löschung, Aufbewahrung, Archivierung und breitere View-Anpassung |
| Authentifizierung und Audit | Login, Sessions, Rollen, Berechtigungen, Browser-Admin, Audit und Hash-Kette | Self-Service, noch umfassendere Policy-Verwaltung und Archivstrategien |
| APIs und Integration | typisierte APIs, OpenAPI, TypeScript-Client und CORS | Versionierung, Rate Limits und OAuth-/Integrationsbausteine |
| Verifikation und Betrieb | Contracts, Capability-Prüfung und erste Nebenläufigkeitsbausteine | Abbruch, Timeouts, Datenbank-Pool-Integration und belastbare Performancepfade |
| KI-native Schnittstellen | zelyra fmt (Stufe B ✅), Ausdrucks-Lücken _ (Stufe C 🧪), zelyra impact mit --symbol (Stufe D 🧪), zelyra edit Umbenennung (Stufe E 🧪) |
Lücken in Deklarationen, Schema-/Laufzeit-Impact, komplexere Edit-Operationen, KI-Benchmark |
| Qualität und Governance | Tests, Dokumentation und reproduzierbare Prüfungen | breitere Akzeptanzanwendungen und Produktionshärtung |
Nicht als verfügbar dokumentieren: E-Mail- und Hintergrundjob-Systeme,
vollständige Module/Imports, frei definierbare view-Komponenten mit mehreren
Slots oder eine automatische Produktionsmigration. Für jeden dieser Bereiche
gilt 🗺️, solange der aktuelle CLI-Code die Funktion nicht vollständig trägt.
Die sinnvollste Reihenfolge für ein eigenes Lernprojekt bleibt daher:
check und run für die Sprachgrundlagen;db create, db inspect, db plan und kontrolliertes db apply;page-, form- oder crud-Anwendung;Die aktuellen Architektur- und Spezifikationsdokumente ergänzen ein wichtiges Prinzip:
Die KI schreibt. Zelyra prüft.
Zelyra soll für Menschen und KI-Systeme gleichermaßen nutzbar sein, bleibt aber vollständig KI-unabhängig. Der Compiler und die Tests sind die Vertrauensgrenze; eine plausible Erklärung eines Modells ist kein Korrektheitsnachweis. Für menschlichen und generierten Code gelten dieselben Prüfungen für Lexer, Parser, Namen, Typen, SQL, Capabilities, Contracts, Tests und Laufzeit.
🧪 Die JSON-Ausgaben für Werkzeuge verwenden das gemeinsame Format mit
schema_version: "1". Menschliche Ausgabe bleibt Standard; JSON wird nur mit
--format=json angefordert:
{
"schema_version": "1",
"command": "check",
"success": false,
"diagnostics": []
}
Die Ausgabe ist deterministisch. schema_version ist verpflichtend; neue
optionale Felder dürfen innerhalb einer Version ergänzt werden, inkompatible
Änderungen benötigen eine neue Version. JSON gehört ausschließlich auf
stdout, technische Meldungen auf stderr. Source-Spans verwenden
nullbasierte UTF-8-Byte-Offsets, einsbasierte Zeilen-/Byte-Spalten und ein
halb-offenes Intervall. Secrets, Zeitstempel, Zufalls-IDs, absolute
maschinenabhängige Pfade und Live-Datenbankinhalte gehören nicht in diese
Ausgaben.
✅ zelyra fmt <file.zyl> erzeugt nach erfolgreichem Lexen und Parsen eine
deterministische Quellformatierung. zelyra fmt <file.zyl> --check schreibt
keine Dateien und liefert einen Fehlercode, wenn eine Änderung nötig wäre;
damit kann CI kanonischen Quellcode erzwingen.
zelyra fmt examples/fibonacci.zyl
zelyra fmt examples/fibonacci.zyl --check
Der Formatter bewahrt Zeilenkommentare und behandelt SQL- und HTML-Blöcke als opaken Quelltext. Er ist idempotent: Ein bereits formatiertes Dokument erzeugt byte-identisch dieselbe Ausgabe.
✅ Ausdrucks-Typed-Holes mit _ sind als erste sichere Stufe verfügbar. Der
Compiler meldet Kontexttyp, sichtbare Werte und Funktionen, aktive
Capabilities, Contract-Pflichten und Source-Span:
fn double(x: Int) -> Int {
return _
}
zelyra check meldet die Diagnose E-HOLE-001 mit dem erwarteten Typ Int
und den sichtbaren Bezeichnern. Baubare Befehle (build, run, serve) lehnen
unvollständigen Code vor Lowering und Ausführung ab. Lücken in
Deklarationskontexten bleiben geplant.
✅ context ist schreibgeschützt und verbindet sich nicht mit MariaDB, nutzt kein
Netzwerk, führt keine E-Mail oder Jobs aus und gibt keine Geheimnisse aus:
zelyra context examples/auth_crud_api.zyl --format=json
Sie meldet deklarierte Funktionen, Tabellen, SQL-Abfragen, CRUD-Ressourcen, Formulare, APIs und Source-Spans.
🧪 Quelltextabhängigkeiten eines Programms lassen sich deterministisch prüfen:
zelyra impact examples/auth_crud_api.zyl --format=json
zelyra impact examples/auth_crud_api.zyl --symbol table:customers --format=json
Die Wirkungsantwort meldet quelltextbasierte Tabellen, SQL, Formulare, CRUD-
Ressourcen, Views, APIs, Berechtigungen, Contracts und eine deterministische
references-Kantenliste für bekannte Beziehungen. Jede bekannte Kante enthält
Quelle, Ziel, Art und Quelltextspanne. E-Mail-, Job-, Test- und
Live-Schemaauswirkungen bleiben ausdrücklich leer oder nicht verfügbar; der
Befehl verbindet sich nie mit MariaDB.
Mit --symbol <kind:name> kann die Ausgabe auf einen bekannten Knoten wie
table:customers fokussiert werden. Die fokussierte Antwort enthält nur direkt
verbundene Referenzen und zugehörige Knoten-IDs. Unbekannte Knoten liefern
E-IMPACT-001 und einen Exit-Code ungleich null.
🧪 Eine validierte Symbol-Umbenennung kann ohne Änderung des Quelltexts als Vorschau berechnet werden:
{
"schema_version": "1",
"entry": "examples/fibonacci.zyl",
"expected_source_fingerprint": "fnv1a64:18f35ecb3e2f99c4",
"operations": [
{"kind": "rename", "symbol": "function", "from": "fibonacci", "to": "fib"}
]
}
Als change.json speichern und ausführen:
zelyra edit --format=json change.json
Die Anfrage ist versioniert und darf nur auf eine existierende .zyl-Datei
innerhalb der aufgelösten Zelyra-Projektwurzel zeigen. Quelltext vor und nach
der Änderung muss die Compilerprüfungen bestehen. Das Ergebnis meldet die
genauen Token-Spans und einen deterministischen Quelltext-Fingerprint.
Für --apply muss die Anfrage den Fingerprint aus der Vorschau enthalten; so
wird eine zwischenzeitlich geänderte Datei nicht überschrieben (Stale-Source-
Schutz). Ohne den ausdrücklichen --apply-Schalter bleibt es eine reine
Vorschau:
zelyra edit --format=json --apply change.json
Vor dem atomaren Ersetzen wird der Quelltext erneut geparst und vollständig geprüft; ein ungültiger oder semantisch unsicherer Vorschlag kann daher nicht geschrieben werden.
Umbenennungen von Funktionen, Typen und Records sind AST-basiert:
Deklarationen und bekannte Referenzen werden umbenannt, während lokale
Bindungen mit demselben Namen unverändert bleiben. Tabellen-, View-, Form- und
CRUD-Deklarationen sowie ihre strukturierten Referenzen werden ebenfalls
unterstützt. Tabellenumbenennungen aktualisieren geprüfte SQL-Tabellenpositionen
(FROM, JOIN, INTO, UPDATE), lassen aber Literale, Kommentare,
Parameter und HTML unverändert. Komponenten-Umbenennungen aktualisieren die
Deklaration sowie bekannte öffnende und schließende Komponententags in
HTML-Bodies.
KI-Werkzeuge dürfen nicht unbemerkt Capabilities hinzufügen, Berechtigungen erweitern, destruktives SQL ausführen, Diagnosen abschwächen, Tests deaktivieren oder Geheimnisse ausgeben. Destruktive Schemaänderungen und sicherheitsrelevante Änderungen brauchen eine sichtbare menschliche Freigabe. Zelyra sendet keinen Quelltext automatisch an externe KI-Dienste; geplante Integrationen sollen offen, lokal nutzbar, herstellerneutral und versioniert sein.
Der neue KI-Autorenschaftsbenchmark ist eine Spezifikation in
docs/benchmarks/ai-authoring.de.md. Er soll mit versionierten Fixtures und
identischen Aufgaben unter anderem Erstversuchskompilierung, Korrekturschleifen,
Zeit bis zu bestandenen Tests, Tokens, Sicherheitsfehler, übersehene
Abhängigkeiten, unsichere Schemaänderungen und menschlichen Prüfaufwand messen.
Es gibt noch keine veröffentlichten Vergleichsergebnisse. Ein Secret-Leak oder
eine nicht freigegebene destruktive Änderung bleibt ein Sicherheitsfehler und
wird nicht durch vermeintliche Produktivität aufgewogen.
Grundsatz: Zelyra ist eine eigenständige Sprache. Parser und geprüfte Tests entscheiden, was existiert.
Bei Widersprüchen gilt immer folgende verbindliche Reihenfolge:
lexer, parser, ast, hir, cli, runtime, database, web und formscargo test --workspace), Machine-Interface-Tests und E2E-Shellskripte in tests/.zyl-Dateien in examples/, die mit dem aktuellen Compiler erfolgreich verifiziert wurden.zyl-Datei ist ungültig, es sei denn, die Zelyra-Grammatik definiert sie ausdrücklich.cli/src/main.rs existieren.cargo fmt), Typ- und Crate-Prüfung (cargo check), Linter (cargo clippy) und Tests (cargo test).// Funktionen mit Vertraegen
fn summe(a: Int, b: Int) -> Int
requires { a >= 0 && b >= 0 }
ensures { result >= 0 }
{
return a + b
}
// Einstiegspunkt und Variablen
fn main() {
x = 10 // Typableitung (unveraenderlich)
mutable zaehler = 0 // Veraenderlich
name: String = "Zelyra" // Expliziter Typ
print(summe(3, 7))
}
Int (64-Bit vorzeichenbehaftet), UInt (vorzeichenlos), Float, Decimal (Festkomma)String, CharBool (true, false)Int[], String[]Option<T> (Some(x), None), Kurzform T?Result<T, E> (Ok(x), Err(e))Timestamp, Date, Time, Durationfn kontrolle(x: Int) {
if x > 10 {
print("Gross")
} else {
print("Klein")
}
match x {
1 => { print("Eins") }
2 => { print("Zwei") }
_ => { print("Andere") }
}
mutable i = 0
while i < 3 invariant { i >= 0 } {
i = i + 1
}
for n in [1, 2, 3] {
print(n)
}
}
fn main() {
kontrolle(1)
}
database main {
engine: mariadb
database: "app"
}
table items {
id: Id primary auto
bezeichnung: String required
}
page "/items" {
html {
<h1>Artikelliste</h1>
}
}
| Fehlercode | Kategorie | Beschreibung | Typische Behebung |
|---|---|---|---|
E-LEX-001 |
Lexer | Unerwartetes Zeichen / Lexikalischer Fehler | Tippfehler oder unzulässiges Sonderzeichen entfernen |
E-PARSE-001 |
Parser | Syntaxfehler (z. B. fehlende Klammer, falsches Token) | Syntax gemäß Zelyra-Grammatik korrigieren |
E-NAME-001 |
Auflösung | Unbekannter Name / Variable nicht gefunden | Deklaration prüfen oder Tippfehler korrigieren |
E-TYPE-001 |
Typprüfung | Typkonflikt (z. B. String zugewiesen an Int) | Typen anpassen oder Konvertierung vornehmen |
E-FEATURE-001 |
Feature-Schalter | Zugriff auf eine deaktivierte Sprachoberfläche (web, api, crud, auth, audit) |
Feature in zelyra.toml oder .env aktivieren |
E-CAP-001 / E-CAP-002 |
Capabilities | Fehlende Capability-Berechtigung (z. B. database, network) |
In zelyra.toml unter [capabilities] freigeben |
E-POLICY-001 / 002 |
Richtlinien | Verstoß gegen Sicherheits- oder Audit-Richtlinien | Sicherheitsdeklaration prüfen |
E-DB-001 - E-DB-005 |
Datenbank | Datenbankverbindungs- oder Treiberfehler | DATABASE_URL prüfen, MariaDB-Dienst starten |
E-SQL-001 - E-SQL-004 |
SQL | Ungültiges SQL / Schema-Misfit / Spalte nicht existent | SQL-Anweisung gegen Tabellendefinition prüfen |
E-VIEW-001 - E-VIEW-009 |
Views & Pages | Fehler in View-Interpolation, Slots oder Datenbindung | Slot-Namen und Datentypen der Page-Bindung prüfen |
E-VIEW-010 - E-VIEW-015 |
Query-Controls | Ungültige Such-, Sortier-, Paginierungs- oder Filterfelder | Deklarierte Whitelist (search, sort, filter) prüfen |
E-FORM-001 - E-FORM-004 |
Formulare | Validierungsfehler oder ungültige Feldtypen | Formular-Deklaration und Eingabedaten anpassen |
E-CRUD-001 - E-CRUD-006 |
CRUD | Ungültige CRUD-Ressource, Schema-Konflikt oder Layout-Fehler | Tabellenverknüpfung und Layout-Slots prüfen |
E-AUTH-001 - E-AUTH-028 |
Authentifizierung | Session-, Passwort- oder Berechtigungskonflikt | Rollen (permits), requires auth und Hashes prüfen |
E-AUDIT-001 - E-AUDIT-010 |
Audit-Trail | Fehler in der kryptografischen Hash-Kette des Audit-Logs | Prüfsummen und Audit-Tabelle validieren |
E-SETUP-001 - E-SETUP-006 |
Setup-Flow | Portkonflikt, Socket-Fehler oder Compose-Problem | Freie Ports wählen, Docker-Berechtigungen prüfen |
E-SETUP-WEB-001 |
Web-Setup | Ungültiges oder abgelaufenes Setup-Token | Setup-Assistenten neu starten und Token-URL nutzen |
E-IMPACT-001 |
Impact-Analyse | Zyklische oder ungültige Abhängigkeiten | Quellcode-Abhängigkeiten entflechten |
E-RUNTIME-001 |
Laufzeit | Unbehandelter Laufzeitfehler | Verträge (requires, ensures) oder Fehlerwerte prüfen |
| Befehl | Option / Flag | Beschreibung |
|---|---|---|
zelyra --version |
Gibt den vollständigen Compiler- und Paketversionsstand aus | |
zelyra new <dir> |
--template minimal|mariadb-crud|... |
Erstellt ein neues Zelyra-Projekt mit Vorlage |
--mariadb |
Erzeugt MariaDB-Projekt mit Compose, Dockerfile und .env |
|
--web-port <p> --host-port <p> --db-host-port <p> |
Konfiguriert Container- und Host-Ports | |
zelyra init |
[--mariadb] |
Initialisiert das aktuelle Verzeichnis als Zelyra-Projekt |
zelyra check <file.zyl> |
[--format json] |
Prüft Syntax, Typen, Verträge und Capabilities statisch |
zelyra run <file.zyl> |
Kompiliert und führt ein Zelyra-Programm aus | |
zelyra serve <file.zyl> |
[host:port] |
Startet den integrierten HTTP-Webserver |
zelyra setup |
[--database] |
Startet Docker Compose / MariaDB |
[--schema] |
Startet Umgebung und wendet Datenbankschema an | |
[--all] |
Führt Konfiguration, Start und Migration in einem Schritt aus | |
[--host-port <p>] [--db-host-port <p>] |
Setzt verbindliche Host-Ports für die neue .env |
|
zelyra setup --web |
[--port <p>] |
Startet den lokalen, token-geschützten Browser-Setup-Assistenten |
zelyra config <file.zyl> |
[--format json] |
Zeigt die wirksame Konfiguration und Feature-Schalter geheimnisfrei an |
zelyra doctor <file.zyl> |
[--port <p>] [--json] |
Prüft Toolchain, MariaDB, Docker und Ports ohne DB-Änderung |
[--env-file <file>] |
Liest gezielt DATABASE_URL aus der angegebenen Datei |
|
zelyra fmt <file.zyl> |
[--check] |
Formatiert Quellcode nach dem offiziellen Standard |
zelyra verify <file.zyl> |
Führt formale Vertragsverifikation durch | |
zelyra doc <file.zyl> |
--openapi |
Generiert OpenAPI-3.0-Spezifikationen |
--typescript |
Generiert typisierten, abhängigkeitsfreien TypeScript-Client | |
zelyra db init <file.zyl> |
Initialisiert Datenbank und Basistabellen | |
zelyra db setup <file.zyl> |
Richtet die MariaDB-Datenbank initial ein | |
zelyra db apply <file.zyl> |
Wendet Schema-Migrationen sicher an | |
zelyra auth hash-password |
[--stdin] |
Erzeugt sichere Argon2-Passworthashes |
zelyra form validate <file> <Form> |
Prüft Formulare mit Testwerten auf der Konsole | |
zelyra context <file.zyl> |
[--format json] |
Gibt den semantischen Quellcode-Kontext für Tools aus |
print(wert): Gibt einen beliebigen Wert auf der Standardausgabe aus.len(array): Liefert die Anzahl der Elemente in einem Array als Int.append(array, element): Erzeugt ein neues Array mit angehängtem Wert.contains(array, element) -> Bool: Prüft, ob ein Wert im Array enthalten ist.first(array) -> Option<T>: Liefert das erste Element oder None.last(array) -> Option<T>: Liefert das letzte Element oder None.get(map, key) -> Option<V>: Schlägt einen Schlüssel in einer Map<K, V> nach.put(map, key, value) -> Map<K, V>: Fügt ein Schlüssel-Wert-Paar hinzu oder aktualisiert es funktional.keys(map) -> K[]: Liefert alle Schlüssel einer Map als Array.values(map) -> V[]: Liefert alle Werte einer Map als Array.Some(wert) / None: Konstruktoren für den Typ Option<T>.Ok(wert) / Err(fehler): Konstruktoren für den Typ Result<T, E>.json_encode(wert) -> String: Wandelt Daten in JSON um.json_decode<T>(text) -> T: Parst typisiertes JSON; ungültige Daten werden als Laufzeitfehler gemeldet.uses Console:
read_console(prompt: String) -> String?: Zeigt den Prompt an und liest eine Zeile; None bedeutet EOF.uses Clock:
now() -> Timestamp: Aktueller Systemzeitstempel.uses Random:
random_int(min: Int, max: Int) -> Int: Zufallszahl im Intervall.uses Environment:
env(name: String) -> Option<String>: Liest eine Umgebungsvariable.uses FileSystem:
read_text(pfad: String) -> String: Liest Dateiinhalt als Text.write_text(pfad: String, inhalt: String): Schreibt Inhalt in Datei.delete_file(pfad: String): Löscht eine Datei.list_dir(ordner: String) -> String[]: Listet Dateinamen auf.uses Database:
sql<T[]> { SELECT ... }: Führt typisierte SQL-Abfragen aus.transaction { ... }: Fasst Abfragen transaktional zusammen.In Zelyra eingebettetes SQL wird mit sql<T[]> oder sql ausgeführt:
database main {
engine: mariadb
database: "app"
}
table tasks {
id: Id primary auto
name: String required
erledigt: Bool default false
}
fn sql_beispiele() uses Database {
// 1. SELECT mit typisiertem Rueckgabetyp und sicherem Parameter
status = false
gefiltert = sql<Task[]> {
SELECT id, name, erledigt
FROM tasks
WHERE erledigt = :status
}
// 2. INSERT in einer Transaktion
text = "Neue Aufgabe"
transaction {
sql {
INSERT INTO tasks (name, erledigt)
VALUES (:text, false)
}
}
// 3. UPDATE
ziel_id = 1
transaction {
sql {
UPDATE tasks
SET erledigt = true
WHERE id = :ziel_id
}
}
}
fn main() uses Database {
print("SQL Spickzettel validiert.")
}
| Element | Deklaration | Zweck |
|---|---|---|
| Page | page "/pfad/{param}" { ... } |
Definiert eine HTTP-GET-Route mit Pfadparametern und HTML-Antwort |
| View-Layout | view LayoutName { html { ... <slot /> ... } } |
Wiederverwendbares Layout mit Standard- und benannten Slots |
| Component | component Name { props { ... } html { ... } } |
Wiederverwendbare HTML-Komponente mit typisierten Eigenschaften |
| Named Slot | <slot name="header">Fallback</slot> |
Platzhalter im Layout/Komponente mit optionalem Standardinhalt |
| Slot Injection | <slot name="header">Inhalt</slot> |
Übergabe von Kindinhalten an den passenden Slot |
| Data Loading | load item = sql<Item> { SELECT ... } |
Typisiertes Laden eines Einzeldatensatzes mit Feldzugriff {item.field} |
| Collection Loop | for item in items { <li>{item.name}</li> } |
Typisierte serverseitige Iteration über geladene Datensätze |
| Search Control | search { col1 col2 } |
Whitelist-geprüfte URL-Suche mit parametrisierter LIKE-Abfrage |
| Sort Control | sort { col1 col2 } |
Typisierte Sortierung über ?sort=col&order=asc|desc |
| Pagination | paginated 25 |
Paginierung mit LIMIT/OFFSET, page, pages und total |
| Filter Control | filter { col1 col2 } |
Typisierte Filteroperatoren (eq, contains, starts_with, gt, lte etc.) |
| CRUD Layout | crud Res { table tbl layout: LayoutName } |
Bindet generierte CRUD-Ansichten in Slots title, nav, content, actions ein |
uses FileSystem, etc.), ohne die eine Funktion keine geschützten Ressourcen berühren darf.requires) und Nachbedingungen (ensures) vertraglich abgesichert werden.mutable deklariert.Some(v) oder None), der das mögliche Fehlen eines Wertes darstellt – Zelyras Antwort auf gefürchtete null-Pointer-Crashes.Ok(v) oder Err(e)), der das Scheitern einer Operation als sicheren Wert zurückgibt, statt unkontrollierte Abstürze auszulösen._): Platzhalter im Code, der dem Compiler und KI-Werkzeugen signalisiert, an dieser Stelle eine passende Implementierung zu erwarten.fn main() {
print("Hallo Welt aus Zelyra!")
}
fn berechne_rabatt(original: Float, prozent: Float) -> Float {
return original * (1.0 - (prozent / 100.0))
}
fn main() {
print(berechne_rabatt(100.0, 20.0))
}
fn verdopple(zahl: Int) -> Int {
return zahl * 2
}
fn main() {
print(verdopple(21))
}
fn begrenze(wert: Int, min_w: Int, max_w: Int) -> Int
requires { min_w <= max_w }
ensures { result >= min_w && result <= max_w }
{
if wert < min_w { return min_w }
if wert > max_w { return max_w }
return wert
}
fn main() {
print(begrenze(120, 0, 100))
}
fn summe_array(zahlen: Int[]) -> Int {
mutable gesamt = 0
for z in zahlen {
gesamt = gesamt + z
}
return gesamt
}
fn main() {
liste: Int[] = [1, 2, 3, 4, 5]
print(summe_array(liste))
}
Frage: Warum gibt es in Zelyra 0.3.0 keine import-Anweisung?
Antwort: In Version 0.3.0 übersetzt der Zelyra-Compiler alle .zyl-
Quelldateien im Projektkontext als ein einheitliches System. Ein feingranulares
Modul- und Import-System bleibt eine zukünftige Arbeit der Roadmap.
Frage: Kann ich mit Zelyra auch reine Konsolenprogramme schreiben?
Antwort: Ja. print() gibt Werte aus. read_console("Prompt: ") liest eine Zeile und liefert String?; dafür braucht die Funktion uses Console und das Projekt gegebenenfalls console = true.
Frage: Warum unterstützt Zelyra MariaDB als bevorzugte Engine? Antwort: MariaDB bietet herausragende Performance, Open-Source-Freiheit, Stabilität und breite Cloud-Unterstützung für professionelle Webanwendungen.
examples/ des Repositories findest du lauffähige Vorlagen für Authentifizierung, CRUD-Ansichten, APIs und Datenbanken.